Test

DTM Race Driver

Dank der "Colin McRae"- und "TOCA"-Serie sind die Entwicklerteams von Codemasters inzwischen als Rennspielexperten bekannt. Seit kurzem steht ihr neustes Werk mit dem Titel "DTM Race Driver" in den Händlerregalen. In unserem Test erfahrt ihr, ob dieses Spiel genauso gut ist oder vielleicht sogar noch besser als die beliebte "Colin McRae"-Serie. Von Gerd Schüle

20. Mai 2003

Ungewohnt

Ein ordentlicher Crash

Die größte Überraschung und Innovation von "DTM Race Driver" erlebt man gleich zu Beginn des Spiels. Das gesamte Spiel wird von einer fortlaufenden Story umrahmt. Es geht dabei um das Nachwuchstalent Kyle McKane, der ein frei erfundener Rennfahrer eines imaginären Rennstalls ist. Kyle McKane ist aber nicht irgendwer, sondern er ist der Sohn eines bekannten und erfolgreichen Rennfahrers. Im Alter von 12 Jahren erlebte er, wie sein Vater tödlich verunglückte. Er überfuhr als Erster die Ziellinie und wurde dann von dem jungen Briten James Randall seitlich gerammt. Da das Ganze bei fast 300 Stundenkilometern passierte, hob der Wagen ab und überschlug sich mehrmals. Trotz dieses Schockerlebnisses lässt sich Kyle McKane nicht davon abbringen, ebenfalls eine Rennfahrerkarriere zu beginnen. Während du in der Rolle des Rennfahrers Ryan ständig versuchst, auf der Piste deine Fahrer-Fähigkeiten fortzuentwickeln, kannst du in den sehr gut gemachten Videoclips die Biografie McKanes beobachten.

Ein langer Weg

Das gekonnte Meistern von Kurven ist der Schlüssel zum Sieg

So lernt man nach und nach den meist gelassenen aber etwas chauvinistischen Kyle McKane kennen der stets einen lockeren Spruch los lässt, aber später vom Ehrgeiz getrieben sogar gegen seinen Bruder aufgewiegelt wird und doch vom tragischen Tod seines Vaters geprägt bleibt. Leider hat man auf den Ablauf der Story keinerlei Einfluss. Auf dem Weg nach oben, bei dem man möglichst schnell von einer Liga zur nächsten Liga aufsteigt, bekommt man alle storyrelevanten Sequenzen zu sehen. Schon allein wegen der coolen Dialoge und der erstklassigen grafischen Darstellung lechzt man nach jeder Szene schon der nächsten entgegen. Allerdings wäre auch die spannendste Story bei einem Spiel ohne Action auf die Dauer recht langweilig. Dank umfangreicher Lizenzen kann man auf 38 Orginalrennstrecken sein fahrerisches Können unter Beweis stellen. Dazu stehen einem 42 Originalfahrzeuge in 13 verschiedenen Meisterschaften zur Verfügung. Du siehst also, der Weg nach oben ist recht lang.

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