10 Skandale der Videospiel-Geschichte - Teil 2 - E.T.: Eine Filmversoftung für die Müllkippe, BMX XXX: Freizügige BMX-Tricks

(Special)

E.T.: Eine Filmversoftung für die Müllkippe

Im Jahr 1982 läuft in den Kinos einer der erfolgreichsten Hollywood-Streifen überhaupt an. Stephen Spielbergs "E.T. - Der Außerirdische" verzaubert Groß wie Klein. Doch etwas fehlt noch: Nämlich ein Spiel, der den Kassenerfolg auch auf Konsole bringt.

Ein Debakel: E.T. hat vielleicht auch am Videospielcrash von 1983 Mitschuld.Ein Debakel: E.T. hat vielleicht auch am Videospielcrash von 1983 Mitschuld.

Medienriese Warner sichert sich die Rechte und überträgt einem einzelnen Atari-Programmierer das Projekt. Und nicht nur das: Wegen engem Zeitplan und anstehendem Weihnachtsgeschäft muss der beauftragte Howard Scott Warshaw das Spiel für das Atari 2600 in nur einem Monat fertigstellen! Das Ergebnis ist ernüchternd: Als virtueller E.T. stolpert ihr von Bildschirm zu Bildschirm und sammelt Ausrüstung. Ständig stürzt ihr dabei in Löcher und verbraucht Lebensenergie bei jedem Schritt. Der Bildschirmtod ist allgegenwärtig. Die Versoftung gilt bei einigen Kritikern als schlechtestes Spiel aller Zeiten, wobei die sicherlich ein paar andere Spiele nicht gespielt haben können.

Zudem ist E.T. die Grundlage eines jahrelangen Mythos, der erst kürzlich gelüftet wurde. Atari soll 1983 mangels Verkäufen auf Millionen von Modulen sitzen geblieben sein. Deshalb verbuddelt der Hersteller seine Ware auf einer Deponie in Alamogordo in New Mexico. Jahrezehntelang wusste keiner, ob das wirklich der Wahrweit entsprach. Erst im April 2014 findet eine von Microsoft finanzierte Expedition einen Teil der vergrabenen Modulschätze. Mythos bestätigt - mehr oder weniger.

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Die E.T. Krise

BMX XXX: Freizügige BMX-Tricks

Und nochmals nackte Haut, wenn auch an unerwarteter Stelle. Denn das 2002 erschienene Sportspiel BMX XXX des inzwischen nicht mehr existenten Herstellers Acclaim setzt vor allem auf Zweiradtricks. Allerdings haben sich die Macher pikante Belohnungen für gekonnte BMX-Akrobatik überlegt.

Oben ohne radfahren? Wer will das nicht?Oben ohne radfahren? Wer will das nicht?

Im Charakter-Editor dürft ihr euch auch nackte Damen als BMX-Stars zusammenstellen und mit ihnen herumdüsen. Die Aufgabenstellungen und Lokalitäten in BMX XXX rangieren dabei zwischen peinlich, lüstern und pubertär. Nicht zuletzt spielen unerschrockene Zocker auch Realvideos frei. Aber nicht von BMX-Profi und Spielunterstützer David Mirra, sondern von strippenden barbusigen Damen.

All diese pikanten Anspielungen sollen verkaufsfördernd wirken, denkt sich zumindest die MWerbeabteilung von Acclaim. Doch in Amerika ist genau das Gegenteil der Fall. Wegen obszönen Inhalten und anklagender Fernsehberichte nehmen große Kaufhausketten das Spiel aus den Regalen. In Australien wird BMX XXX gar verboten. Nicht zuletzt verklagt sogar Spielstar David Mirra den Hersteller, da sein Name in den Schmutz gezogen wird. In Deutschland kräht kein Hahn nach dem spielerisch eher durchschnittlichen Geschicklichkeitsspiel. Acclaim, das war wohl nix.

Weiter mit: Playstation: Sonys Konsolenrache, Kenji Eno: Sony-Hasser und Exzentriker

Tags: Politik  

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