Test Divinity - Original Sin: Dieses Rollenspiel spielt eine Rolle **Mit Update zur Konsolenfassung**

von Daniel Kirschey (09. Juli 2014)

Larian Studios lassen sich nicht lumpen und veröffentlicht eine neue Version von Divinity - Original Sin. Und diesmal auch für die Konsolen. Das hat sich spieletipps mal genauer angeschaut.

Auf die Couch hingelümmelt, den Controller zur Hand und Divinity - Original Sin gestartet. Ach, auf der Couch zu zweit ein richtig gutes Rollenspiel zocken. Dass Divinity gut ist, davon konnte sich spieletipps schon voriges Jahr von überzeugen, wie der ursprüngliche Test ab Seite 2 beweist. Doch funktioniert das Abenteuer rund um die Quellenmagie-Jäger auch auf dem Fernseher vom Sofa aus? Und was ist durch die Enhanced Edition noch dazugekommen? Schließlich gibt's die auch für den PC und für Besitzer des originalen Spiels sogar gratis.

Original Sin spielt ihr im kooperativen Modus - wenn ihr wollt. Jeder bekommt während der Charakter-Kreation seine eigene Figur. Diesmal geht alles auch im sogenannten Couch-Koop, so dass ihr euch während des Spielens noch anblöken und hauen könnt, wenn der andere sich in einem der Stein-Schere-Papier-Duellen gegen euch entscheidet. Sind die beiden Figuren in der Nähe, sieht alles wie immer aus. Sobald ihr euch voneinander entfernt, geht das Spiel in den "Split Screen"-Modus über.

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Divinity - Original Sin: Spiele deine Rolle!

So könnt ihr euch frei bewegen und seid nicht genervt, wenn der andere Mitspieler nicht zu Potte kommt, weil er mal wieder stundenlang im Inventar herumfuhrwerkt. Ganz anders also als bei Diablo 3, wo ein Spieler die vierköpfige Couch in wilde Raserei versetzt, wenn er ein Menü öffnet und jeder zuschauen muss, was er zum gefühlt fünfzigsten Mal schon wieder an Fertigkeiten anpassen muss.

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Neben den wirklich vorzüglichen Koop-Elementen sind vor allem neue Sprüche und stärkere Fertigkeiten ins Spiel gekommen. Doch das ist nicht alles.

Entfernt ihr euch im Koop-Modus voneinander, bekommt ihr einen Split Screen zu sehen.Entfernt ihr euch im Koop-Modus voneinander, bekommt ihr einen Split Screen zu sehen.

Die neue Zaubersprüche und Fertigkeiten geben euch am Ende nun doch noch das Gefühl, als kleiner Gott durch Rivellon zu stapfen. Denn es sind vor allem stärkere Fertigkeiten hinzugekommen. Neu sind auch einhändige Zauberstäbe, von denen ihr sogar zwei - je einer in eine Hand - mit euch führen könnt. Die neue Klasse, der Inquisitor, ist dann auch noch jemand, der genau dies tut.

Das sogenannte Dual Wielding ist auch für Dolche und andere Waffen ins Spiel gekommen, so dass die Waffe in eurer Zweithand nun mehr Schaden macht. Übrigens: Viele Dolch-Benutzer und Schurken werden sich darüber freuen, dass hinter Feinden nun ein Areal angezeigt wird, aus dem ihr einen Hinterrückangriff ausführt. In der vorherigen Version zeigte das Spiel diesen nicht an, was ab und zu zu ein wenig Gefuddel führte.

Wer bis zum Ende durchhält, das ihr im Durchschnitt erst nach 100 bis 140 Stunden seht (es lohnt sich aber!), bekommt nun auch ein neues Ende präsentiert, das einen besseren Abschluss der Geschichte verspricht. Die ist in der neuen Version auch schöner erzählt. Denn alle Dialoge sind nun vertont - doch nur in Englisch. Trotzdem sorgt die Vertonung für eine ordentliche Portion Stimmung.

Neben den großen Änderungen fallen Veteranen der ursprünglichen Version viele grafische und spielmechanischen Feinschliffe auf. Beispielsweise verbessert Larian die Darstellung der Zaubersprüche und überarbeitet das Inventar. Larian überholt Divinity - Original Sin komplett und liefert damit eine wirklich bessere Version des Spiels, das dadurch auch eine Aufwertung verdient. Ein großer Dank geht noch einmal an den Entwickler, weil er - im Gegensatz zu vielen anderen - daran gedacht hat, die Texte und die Textboxen in der Konsolen-Fassung an den Fernsehbildschirm anzupassen und zu vergrößern. Ihr seid nicht gezwungen, für jeden Dialog aufzustehen und zum Fernseher zu dackeln, um alles lesen zu können. Dafür sind die Figuren auf diesem nun ein bisschen kleiner. Am PC-Bildschirm sitzt ihr dann schlussendlich doch näher.

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Tags: Fantasy   Singleplayer   Multiplayer  

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