Test Divinity - Test zur urspünglichen Fassung des Spiels

Und hier der Test zur urspünglichen Fassung des Spiels.

Endlich stiefeln die beiden Helden durch das Stadttor in Cyseal hinein. Die Orks konnten sie nicht aufhalten. Dhrun, eine Schattenklinge, schaut sich um. Direkt fangen seine Finger an zu jucken. Überall liegen unbeaufsichtigte Gegenstände herum.

Schwupps, schon wandert ein Apfel in die Tasche des muskulösen Mannes. Die Kampfmagierin Tatzel sieht es und vermeldet empört: "Der gehört euch aber nicht!" Eine Wache hat es ebenfalls beobachtet. Doch Dhrun bekommt von seinem Unglück noch nichts mit, denn ein kleiner Tisch nimmt seine ganze Aufmerksamkeit in Beschlag.

Ein leichter goldener Becher ... der lässt sich bestimmt zu schnellem Gold machen. Geschwind gesellt er sich zum Apfel in die Tasche. Langsam reicht es der Wache aber. Die ist nämlich offenbar ein Liebhaber der Selbstjustiz und greift zum Schwert. Mist. Warum, Larian Studios, warum verleitet ihr zum Diebstahl? Alles könnt ihr anklicken und einstecken.

Na, einigen von euch wabern nun bestimmt auch fast vergessene Erinnerungen an Ultima 7 und Baldur's Gate durch den Kopf. Und wer hätte es gedacht: Ausgerechnet ein Mord führt euch nach Cyseal. Die Erinnerungen an Ultima 7 werden klarer - da ging es doch auch um einen Mord.

Ihr merkt, an welchen Klassikern sich Divinity - Original Sin orientiert. Übrigens: Divinity - Original Sin spielt einige Jahrhunderte vor dem ersten Teil der Serie: Divine Divinity. Einige von euch kennen Larian Studios vielleicht auch von Divinity - Dragon Commander, dessen Genre-Mix durchaus überzeugt.

Von Klassen, Verdächtigen und Spaltreisen

Bevor es richtig los geht, entscheidet ihr euch für zwei Klassen. Ja, zwei! Denn ihr spielt nicht nur eine Figur, sondern gleich zwei. Das sind sogenannte Quellenjäger. Das klingt ein wenig sonderbar, ist aber der Übersetzung geschuldet.

Im Englischen heißen die beiden "Source Hunter", die Magie wird als "Sourcery" und ein Magier als "Sourcerer" bezeichnet. Also ein Wortspiel mit dem englischen Wort "Sorcery" (Zauberei). Diese Source-Magie ist in Rivellon, der Welt von Divinity, verboten. Eure Aufgabe ist es Source-Magier ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen.

Sind das nette oder böse Geister?Sind das nette oder böse Geister?

Dafür stehen euch elf Klassen zur Wahl, darunter bekannte wie den Ritter, Kämpfer, Magier oder Schurken und außergewöhnlichere wie die Hexe, die Schattenklinge oder den Verzauberer. Die legen jedoch nur eure Startwerte fest. Euren Charakter könnt ihr danach nämlich in jede Richtung spezialisieren. Fertig? Dann geht's los nach Cyseal.

Nachdem euch das Spiel auf dem Weg zur Stadt in die grundlegenden Funktionen eingeführt hat, beginnt eure Hauptmission, wenn ihr in der Stadt ankommt. Euer Auftrag ist klar. Verhört die Verdächtigen, findet den Mörder des Ratsherren Jake und findet heraus, ob bei seiner Ermordung die Source-Magie eine Rolle gespielt hat. Aber ... so einfach ist es dann doch nicht.

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Divinity - Original Sin: Spiele deine Rolle!

Durch einen magischen Unfall landet ihr in einem Spalt von Raum und Zeit. Hier erwartet euch ein kleiner Goblin, der euch davon berichtet, dass das Nichts beginnt das Universum zu absorbieren. Was als einfacher Ermittlungsauftrag anfängt, wandelt sich in ein Abenteuer um Leben und Tod des ganzen Universums.

Aufträge und Charakterstufen

Also den Rucksack gepackt, beim Händler ein paar neue Utensilien besorgt und los geht's. Übrigens: Handeln könnt ihr mit jedem. Nicht alle haben interessante Sachen anzubieten, aber alle sind scharf auf euer Gold. Der Hauptmann der Legion Aureus und der Magier der Stadt Arhus versorgen euch mit Informationen.

Diese riesige Krabbe war ein harter Brocken.Diese riesige Krabbe war ein harter Brocken.

Der Mord ist nicht das einzige Problem. Nebenbei greifen die Orks die Stadt an und in den nördlichen Gefilden existiert ein ziemlich störendes Untoten-Problem. Für ein Abenteurer gibt es also neben der Haupthandlung genug zu tun.

Übernehmt ihr auch noch die kleineren Aufgaben, die wie Sand am Meer in der Stadt verteilt sind, seid ihr ganz schön beschäftigt. Gut, dass ihr noch zwei Weggefährten anheuern könnt und ihr so zu viert die vielen Aufgaben in Angriff nehmt.

Doch Achtung: Die einzelnen Aufgaben schreibt das Spiel zwar in einem Journal mit, doch auf Auftragsmarkierungen und anderen Komfort müsst ihr größtenteils verzichten. Euren Weg sollt ihr selbst finden. Erledigt ihr die Aufgaben warten natürlich Belohnungen auf euch.

Zum einen bekommt ihr ab und zu neue Ausrüstung und zum anderen die obligatorischen Erfahrungspunkte. Erreicht ihr eine Stufe, dürft ihr Attributs- und Fähigkeitenpunkte verteilen. Hin und wieder winkt auch ein zusätzliches Talent. Bei eurer Wahl seid ihr - wie schon erwähnt - vollkommen frei. Auch ein Magier kann seine Punkte in Kriegerfähigkeiten investieren.

Jede Klasse hat ihre Fähigkeiten. Schurken und Schattenklingen setzen auf Dolchangriffe. Zauberer benutzen die Elemente um Schaden auszuteilen oder Verteidigung aufzubauen. Die Attribute wie Stärke und Gewandheit erhöhen euren Schaden und Wahrnehmung lässt euch Fallen einfacher auffinden.

Basteleien

Nach ein paar Aufgaben seid ihr endlich eine Stufe aufgestiegen und eure Ausrüstung hat sich auch enorm verbessert. Nun sollen auch höherstufige Gegner dran glauben. Aber zuerst geht es erst einmal zum Schleifstein. An dem wertet ihr eure Waffen permanent auf. Vorausgesetzt einer eurer Charaktere besitzt die Fähigkeit zu schmieden.

Auch mit Tieren könnt ihr sprechen - vorausgesetzt ihr habt die Fähigkeit dazu.Auch mit Tieren könnt ihr sprechen - vorausgesetzt ihr habt die Fähigkeit dazu.

Also schnell die Dolche der Schattenklinge Dhrun geschliffen; das gibt in diesem Fall ganze zehn Schadenspunkte mehr. Wenn ihr schon mal hier seid, könnt ihr an dem Amboss mit einem Schmiedehammer auch gleich noch euer Schild ausbessern.

Die Zeit nutzt der Magier um aus einem Kissen eine Feder zu gewinnen und diese mit dem Messer anzuspitzen. Kombiniert mit einem Tintenfass und etwas Feenstaub und schon haltet ihr euer magisches Schreibwerkzeug in den Händen. Derweil schmilzt die Kämpferin das Eisenerz ein, das ihr erst vor kurzer Zeit mit einer Picke abgebaut habt und benutzt die entstandenen Metallbarren zur Verbesserung der Ausrüstung. Der Magier beschreibt mit der magischen Tinte ein paar Pergamente und erschafft neue Zaubersprüche.

So, nun kann es wirklich losgehen. Oder braucht ihr noch Proviant? Dann knetet euch aus Wasser und Mehl noch einen Teig, fügt ein wenig Käse hinzu und backt euch ein Käsebrot. In der Welt von Divinity - Original Sin könnt ihr Stunden damit verbringen, neue Ausrüstung zu basteln und Tränke oder ein Abendessen zu bereiten. Dabei ist das Handwerks-System und intuitiv und einfach gestaltet. Aber genug davon, den der erste größere Kampf wartet auf euch.

Kampf und Zauber

Seid ihr weit genug aufgestiegen, nehmt ihr euch des Problems der Untoten an. Der Hauptmann der Legion Aureus bittet euch darum, einmal nach den Legionären zu sehen, die irgendwo in der Nähe eines Leuchtturms herumstöbern sollen. Bevor ihr dahin aufbrecht, räumt ihr noch schnell seine Bude aus - ohne sich erwischen zu lassen versteht sich, sonst fällt die Sympathie des Beklauten und euer allgemeiner Ruf. Nebenbei ein kleiner Tipp: Gemälde bringen wirklich erstaunlich viel Kohle ein.

Auch bei den Schaustellern wartet der ein oder andere Auftrag.Auch bei den Schaustellern wartet der ein oder andere Auftrag.

Ähem ... zurück zur Aufgabe. Es geht das westliche Stadttor hinaus und direkt fängt es an zu regnen. Na, toll. Alle sind sofort nass. Das hat Vor- und Nachteile. Denn in Divinity - Original Sins spielen die Elemente eine besondere Rolle. Seid ihr in einem Kampf pitschnass und ein Zauberer schleudert einen Feuerball auf euch, nehmt ihr weniger Schaden und geht nicht in Flammen auf. Schießt er jedoch einen Blitzstrahl auf euch, seid ihr gelähmt und brutzelt vor euch hin.

Und genau das passiert auch. Der Skelettmagier, den ihr aufgeschreckt habt, verwendet natürlich Blitze. Doch direkt neben ihm steht ein Fässchen voller Öl. Damit sollte sich doch etwas anstellen lassen. Also zerstört der eigene Zauberer das Fass mit ein paar magischen Raketen und ein brennender Pfeil der Schattenklinge setzt das Öl in Brand. Ja, auch Skelette und ihre Lumpen brennen gut.

So setzt ihr die Elemente im Kampf taktisch für euch ein. Schießt ihr einen Feuerball auf Wasser verdampft es, Giftschwaden explodieren und Wasser setzt ihr unter Strom. Zeit zum Planen habt ihr genug. Denn alles läuft in Runden ab. Die Initiative entscheidet, wer zuerst an der Reihe ist. Dann gebt ihr für jede Aktion sogenannte Aktionspunkte aus. Das funktioniert erstaunlich gut. Schon länger gab es nicht mehr so ein gutes rundenbasierendes Kampfsystem in einem Rollenspiel.

Dialoge

Der Skelettmagier und seine Kumpanen liegen nun in brennenden Fetzen am Boden. Die Schlacht ist gewonnen. Dhrun kann nur noch langsam schlurfen, so voll gepackt ist er. Durch die Portale reist ihr einfach durch den Spalt zurück in die Stadt. Auf dem Markt werdet ihr eure überflüssigen Dinge los. Doch bevor ihr vollständig den offenen Platz erreicht, spricht euch eine Frau und ein Herr an. Ein Textfenster öffnet sich.

Die Dialoge spulen sich in Textfenstern ab.Die Dialoge spulen sich in Textfenstern ab.

Die meisten Dialoge sind nicht vertont und ihr werdet viel lesen müssen, wenn ihr Divinity spielen wollt. Ihr lest, dass der Herr hungrig ist und beabsichtigt einen Fisch zu stehlen. Die Frau hat dies gesehen und ein Dialog entsteht.

Nun bezieht ihr Stellung, tretet ihr für den Mann ein und lasst ihn den Fisch mitnehmen oder haltet ihr ihn auf. Dhrun - der wirklich nicht den ersten Stein werfen sollte - positioniert sich auf der Seite des Hungrigen. Tatzel sieht aber nicht ein, warum jeder einfach klauen können sollte, wie es ihm beliebt.

Das Interessante daran: Ihr wählt beide Dialoge aus und spielt so die Rollen der beiden Figuren. Will keiner der beiden nachgeben, entscheidet ihr den Disput auf eine sehr realistischen Weise: Ihr spielt Schere, Stein, Papier. Manche von euch kennen es vielleicht auch unter dem Namen Schnick, Schnack, Schnuck. Der Gewinner entscheidet den Streit daraufhin für sich.

Ist die Schattenklinge herzlos und der Kampfmagier schüchtern? Hat Dhrun ein materielles und Tatzel ein spirituelles Weltbild, oder umgekehrt? Das entscheidet also ihr. Die Entscheidungen wirken sich nicht nur auf die Sympathiewerte der nichtspielbaren Charaktere aus, sondern auch auf die Charaktereigenschaften. Seid ihr beispielsweise ein Altruist, bekommt ihr einen Bonus auf euren Ruf, Materialisten bekommen einen Bonus auf die Fähigkeit Lehrmeister, die zur Identifizierung von Gegenständen wichtig ist.

Wollt ihr euch ganz neue Gesprächspartner im Spiel erschließen, wählt ihr am besten die Eigenschaft Tierfreund. Dann könnt ihr euch mit Kühen, Schafen, Hunden und Ratten unterhalten. Die haben auch einiges nützliches zu sagen. Ratten trefft ihr fast überall an. Sie geben oft hilfreiche Tipps. Sogar ganze Auftragsketten warten auf euch, sprecht ihr mit den richtigen Tieren.

Lustig, lustig

Humor spielt eine besondere Rolle in Divinity - Original Sin. Das Spiel nimmt sich nicht besonders ernst. Es versucht aber auch nicht, jeden spannenden Moment durch einen schlechten Witz aufzulockern. Die Späße passen in die Welt, die trotz des Lachens nicht Blut und Tod einbüßt - jeder Schlag lässt Pixelblut in alle Richtungen spritzen.

Im lager der Legion solltet ihr euch nicht beim Stehlen erwischen lassen.Im lager der Legion solltet ihr euch nicht beim Stehlen erwischen lassen.

An einer Stelle des Spiels betretet ihr unentdecktes Gebiet und die Anspannung steigt. Ihr wisst nicht welche Gegner hier lauern und wie stark sie sind. Plötzlich steht ihr vor einer brennenden Truhe. Bevor ihr sie einfach versucht zu öffnen, zaubert ihr Regen herbei, um euch nicht zu verbrennen. Das Feuer erlischt und jäh hopst die Truhe weg und brabbelt dabei irgendetwas vor sich hin. Der Beute im Sinn, rennt die ganze Gruppe der Truhe hinterher, bis diese endlich stehen bleibt.

Ihr öffnet sie und ein kleines Skelett mit einer Bombe auf dem Rücken springt heraus. Das will euch in die Luft sprengen, weil ihr die Truhe nicht in Ruhe gelassen habt. Solche Momente kommen im Spiel immer wieder vor und lockern es auf angenehme Weise auf.

Mehrspieler-Modus

Divinity - Original Sin spielt ihr aber nicht ausschließlich alleine. Wenn ihr wollt, spielt ihr das gesamte Spiel mit einem Freund im kooperativen Modus durch. Der Mehrspieler-Modus ist dabei so gut integriert, dass Divinity das gleiche Spiel bleibt und der Mehrspieler-Modus keine Abstriche hinnehmen braucht.

Diese Tore stellen das Schnellreise-System des Spiels dar.Diese Tore stellen das Schnellreise-System des Spiels dar.

Das Zusammenspiel ist so ein integraler Bestandteil des Spiels, dass es möglich ist, mit nur ein paar Klicks das Spiel eines Freundes zu betreten. Die Dispute zwischen den beiden Hauptprotagonisten führt ihr dann mit einem Mitspieler aus. Das macht sogar noch mehr Spaß, als sie alleine zu gestalten. Euren eigenen Charakter könnt ihr allerdings nicht mitnehmen. Derjenige, der das Spiel startet, stellt auch die Charaktere. Spielt ihr mit einem Freund zusammen, könnt ihr aber natürlich alles absprechen.

Zusammen erkundet ihr dann die Welt Rivellon. Wer jedoch keine Lust hat, mit anderen zusammen zu spielen, schaltet die Funktion einfach aus. So kann euch dann niemand mehr stören und ihr genießt ein reines Einzelspieler-Spiel.

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Tags: Fantasy   Singleplayer   Multiplayer  

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