Test Divinity - Meinungen und Wertung

Lauft ihr über die giftgrünen Pfützen, nehmt ihr Schaden und vergiftet euch.Lauft ihr über die giftgrünen Pfützen, nehmt ihr Schaden und vergiftet euch.

Fakten:

  • rundenbasierendes Rollenspiel
  • erzählt die Vorgeschichte zu Divine Divinity
  • große Welt
  • viele Aufträge
  • ausgeklügeltes Level-System
  • keine Klassengrenzen
  • 11 wählbare Klassen
  • viele Zauber und Fähigkeiten
  • viele Dialoge
  • Textfenster, wenig vertont
  • die vertonten Dialoge sind in englischer Sprache, die Textfenster auf Deutsch
  • Streit wird mit "Schere, Stein, Papier" gelöst
  • eine gehörige Portion Humor
  • intuitiven, optionalen Mehrspieler-Modus
  • Schnellreise-System
  • Elemente spielen tragende Rolle
  • ihr könnt mit fast allem interagieren
  • stehlen hat Konsequenzen
  • fast alles kann durch Handwerk kombiniert werden
  • Divinity - Original Sin ist seit dem 30. Juni 2014 im Handel
  • Divinity - Original Sin Enhanced Edition ist seit dem 27. 10.2015 für PC, PS4 und Xbox One erhältlich
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Meinung von Karsten Scholz

An die 70 Stunden habe ich bereits in Rivellon verbracht und bin längst noch nicht satt. Schon lange gab es kein Rollenspiel mehr, das mich derart lange in seinen Bann gezogen hat und in dem ich mit solch einer kindlichen Neugier und Begeisterung zu Werke gegangen bin.

Verantwortlich sind dafür unter anderem die herausfordernden Rundenkämpfe: In welchem Spiel darf ich das Kampfareal noch auf so viele unterschiedliche Arten zu meinen Gunsten verändern? Dabei kann die Taktik schnell nach hinten losgehen, etwa wenn ein Feuermagier nach einem Regenschauer plötzlich Blitze in die Richtung meiner Helden schleudert und sie in den nassen Klamotten mehr Schaden durch den Zauber einstecken.

Toll sind auch die abwechslungsreichen Missionen, die von unterhaltsam geschriebenen Geschichten eingerahmt werden, und die ich oft auf mehrere Arten lösen kann. Dazu die freie Charakterentwicklung, dank der ich mir einen schwer gepanzerten Kleriker erstellen konnte, der als Sanitäter und Feuerteufel gleichermaßen fungiert, nebenbei seine Kameraden stärkt und in Dialogen mit seinem hohen Charisma glänzt. Oder die fesselnde Hauptgeschichte, mit all ihren skurrilen Figuren und den diversen Wendungen und Überraschungen. Und zu guter Letzt natürlich der Humor, der sich wie ein roter Faden durch die Spiele der Larian Studios zieht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Rollenspieler der alten Schule sollten sich Divinity - Original Sin kaufen!

Meinung von Daniel Kirschey

Divinity - Original Sin ist mein Spiel. Es greift genau die Dinge auf, die ich in der letzten Zeit immer mehr bei anderen Rollenspielen vermisse. Kämpfe und filmreife Dialoge sind mehr und mehr in den Vordergrund gerückt. Dadurch, dass Entwickler jedes Wort vertonen und alles eine eigene Kameraeinstellung benötigt, gibt es weniger Dialogoptionen. Die werden mir dann aber als besonders konsequenzenreich verkauft. Leider geht dabei unter, dass ich mir aussuchen will, wie ich eine Rolle spiele. Ein Charakter ist nicht nur böse, neutral oder gut.

Original Sin gibt mir die Möglichkeit einen herzlosen, altruistischen, umsichtigen, spirituellen Romantiker zu spielen. Zum Beispiel. Das ist jedoch nur eins der Dinge, die mich an dem Spiel so faszinieren. Da wäre auch noch die interaktive Welt. Anstatt durch eine leblose Welt zu rennen, in der ich mit nichts interagieren kann, erlaubt mir Divinity viel. Fast jeden Gegenstand kann ich bewegen oder einstecken.

Divinity schafft es das Andenken der Rollenspiele wie Ultima 7 oder Baldur's Gate in eine moderne Fassung zu binden. Ich bin ein Freund dieser Spiele. Wer das nicht ist, wird vielleicht von den fehlenden Komfortfunktionen abgeschreckt sein. Nehme ich einen Auftrag an, ploppt nicht automatisch ein Hinweis auf meiner Karte auf.

Anstatt eine kleine Komplettlösung direkt im Spiel zu besitzen, muss ich mir alles erspielen. Einige mögen diese Art der Spiele, andere fühlen sich davon vielleicht ein wenig alleine gelassen. Da ich diese Art Spiele jedoch mag, fällt es mir auch leichter, über einige Mängel hinwegzusehen. Die Grafik ist nicht hässlich; sie erfüllt ihren Zweck, doch zeitgemäß ist sie nicht immer. Dafür überzeugt der Stil. So sieht beispielsweise ein violettblühender Baum am Felsrand richtig schön aus.

Das macht aber nichts, denn die Grafik spielt eine untergeordnete Rolle. Sie verhindert nicht, dass ich mich in Divinity - Original Sin versenken kann. Einige Stunden in Rivellon liegen sicher noch vor mir und ich freue mich darauf.

87 Spieletipps-Award

meint: Larian Studios schafft es ein traditionelles Rollenspiel in die Moderne zu hieven. Für Rollenspieler die Zeit und Muße mitbringen ein außergewöhnliches Spiel.

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Tags: Fantasy   Singleplayer   Multiplayer  

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