Test Transformers - Dark Spark - Grafische Hürden

Das große cybertronische Problem mit der Spielgestaltung

Gute Steuerung hin, schlechte Steuerung her - Es gibt ein noch größeres Problem im Spielablauf von The Dark Spark. Das Spiel stellt euch, wie erläutert, Möglichkeiten zur Verfügung, vor gegnerischem Beschuss in Deckung zu gehen. Dummerweise ist das nicht sinnvoll.

Die roten Linien sind Ziellaser. Eure Gegner fackeln meist nicht lange.Die roten Linien sind Ziellaser. Eure Gegner fackeln meist nicht lange.

Versteckt ihr euch hinter einer Betonsäule, kann es durchaus passieren, dass euch die Feindgeschosse in unmöglichen Winkeln um die Stahlohren fliegen und so Schaden verursachen. Andere Objekte sehen zwar so aus, als würden sie vollen Schutz bieten, tun es aber nicht. Immer wieder treffen euch tödliche Schüsse, auch wenn ihr denkt, dass ihr eigentlich in Sicherheit sein müsstet.

Wenig hilfreich ist auch der Umstand, dass Gegner in sehr großer Entfernung zwar so gut wie nicht zu erkennen sind, sie ihre Schüsse aber mit tödlicher Präzision abfeuern. Ihr habt im Gegenzug diese Möglichkeit jedoch nicht, da die Streuung der meisten Waffen einen echten Fernkampf nicht zulässt. Genauer: Nicht mal ein Zufallstreffer ist möglich, da das Spiel ab einer gewissen Entfernung die Kollisionsabfrage eurer Kugeln einfach ausblendet. Die eurer Feinde jedoch nicht.

Und so stellt sich sehr schnell ein langweiliger Rhythmus ein: Jeder Transformer verfügt über einen Spezialangriff, der sich nach dem Einsatz erst wieder aufladen muss. Ihr setzt also den Angriff ein, vernichtet alle Feinde im Blickfeld, zieht euch zurück, wartet bis der Angriff wieder aufgeladen ist und befreit die nächsten paar Meter von Gegnern. Action? Nein, das ist Taktik. Und zwar von der langweiligsten Sorte.

Außerdem herrscht bei diesen Spezialangriffen Unausgewogenheit. So vernichtet ein Transformers-Model zum Beispiel mit seinen Schwertern blitzschnell alle Gegner, die sich in seinem Blickfeld befinden. Ein anderer Roboter wiederum setzt eine Drohne ab, die ebenso selbständig wie unzuverlässig auf Gegner feuert. Zwischen den Schüssen vergeht ewig viel Zeit und die Trefferrate gleicht der einer Kartoffel.

Bevorzugt ihr eure Spiele weniger filmnah, dafür aber kompromissloser in Sachen Action, werft doch mal einen Blick auf das Spiel Transformers - Universe. Im Beitrag Metallschlacht im "Free 2 Play"-Universum findet ihr genauere Infos zur kostenlosen Transformers-Variante. Dessen "Open Beta"-Phase steht allen Spielern übrigens seit dem 4. Juli zur Verfügung.

Grafische Ausfallerscheinung

Transformers - The Dark Spark ist ein vertriebstechnischer Rundumschlag auf nahezu allen aktuellen Konsolen. Dummerweise stellen dabei die Versionen für PC, PS4 und Xbox One nicht die Obergrenze in Sachen Grafik dar, von der andere Geräte nur Träumen können. Auf der PS3 gleicht die Grafik einem kreativitäts- und farblosen Texturenmatsch. Und genau so - sogar schlimmer - stellt sich Dark Spark optisch auf den neuen Konsolen dar.

Viele Objekte sind äußerst grob gestaltet und verfügen über matschige Texturen.Viele Objekte sind äußerst grob gestaltet und verfügen über matschige Texturen.

Ein Blick auf die PS4-Version verrät schnell: Wenn Texturen grundsätzlich schlecht sind, seht ihr deren miese Qualität in höherer Auflösung noch deutlicher. Dass eben diese Texturen auf eher grobschlächtigen Objekten angebracht sind, macht die Sache nicht gerade erträglicher.

Die Gestaltung der einzelnen Levels versprüht den Charme eines Wartezimmers beim Arzt. Die Langeweile aus dem Spielablauf spiegelt sich 1:1 in der Darstellung zerstörter Städte oder in Ruinen liegender Planeten wider. Das geht auf jeden Fall besser und zeugt von einem sehr gehetzten Produkt, bei dessen Planung die Begriffe "Abwechslung" und "Feinschliff" so gar keine Rollen gespielt zu haben scheinen.

Zumindest in der PS4-Version darf der Spieler erwarten, dass optische Effekte auf Metalloberflächen halbwegs überzeugend dargestellt werden (mit etwas Geschick geht so etwas sogar auf Gamecube und PS2). Stattdessen erwarten euch mosaikartige Grafik-Frakturen, die blechern und leblos das matte Licht der Umgebung vollkommen realitätsfremd spiegeln.

Die Gegnerhorden sehen alle gleich aus. Ihr unterscheidet zwar auf den ersten Blick zwischen Transformers und Insekten ... Verzeihung: Insecticons, doch jede Sparte bleibt eher langweilig gestaltet und verfügt über viel zu ähnliche Figuren. Selbst Autobots und Decepticons sind lediglich aufgrund winziger Emblems eindeutig zuzuordnen.

Wenn die Transformers sprechen, verziehen sich dabei ihre Gesichter, als wären sie aus Fleisch und Blut. Nach mittlerweile drei (bald vier) Filmen und unzähligen Fernsehfolgen weiß aber jeder, dass Optimus Prime und Co. ihrer kybernetischen Herkunft entsprechend nur mit starren Gesichtszügen aufwarten können. Lediglich Augen und Kiefer sind beweglich. Stellt euch vor, Lara Croft hätte in Tomb Raider eine Mimik wie ein Roboter. Dann wisst ihr, wie sich der Anblick der "menschlichen" Transformer-Gesichter anfühlt. Nur halt andersrum.

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Tags: Singleplayer   Multiplayer   Science-Fiction  

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