Test UFC: EA bringt den umstrittenen Kampfsport ungeschnitten

von Ulrich Wimmeroth (16. Juli 2014)

EA Sports erweitert sein Sortiment um ein "Mixed Martial Arts"-Spiel mit offizieller Lizenz. Im Ring treten die Stars dieser Kampfsportart an. Es geht hart zur Sache. Ungeschnitten.

Das Ignite-Grafikgerüst liefert eine beeindruckend realitätsnahe Optik.Das Ignite-Grafikgerüst liefert eine beeindruckend realitätsnahe Optik.

MMA steht für Mixed Martial Arts. Übersetzt: gemischte Kampfkünste. Eine derbe und blutige Sportart bei der die Kontrahenten mit Füßen und Fäusten aufeinander eindreschen. Dabei wenden sie die Techniken unterschiedlicher Kampfsportarten wie Boxen, Judo, Jiu-Jitsu, Kickboxen oder Muay Thai an. Das Ziel: Dem Gegner ein K.O. zu verpassen oder zur Aufgabe zu zwingen. Regeln: Anscheinend keine.

Für die spielbare Umsetzung der seit Mitte der 1990er Jahre populären Sportart haben bislang Electronic Arts (EA Sports MMA: Jetzt gibt es auf die Fresse!) und der Pleite-Vertrieb THQ (UFC Undisputed 3: Prügel können so schön sein) gesorgt. Mittlerweile verfügt EA über die offizielle Lizenz des mächtigen MMA-Verbands UFC (Ultimate Fighting Championship) und präsentiert mit UFC, exklusiv für die aktuelle Konsolengeneration, die Stars der Szene.

Bevor ihr nach dem Einlegen der Disc überhaupt ein Menü zu sehen bekommt, werdet ihr durch ein ausführliches Tutorial zwangsgeleitet. In 18 Lektionen müsst ihr erst einmal die Tastenkombinationen der zahlreichen Schlag- und Trittvarianten richtig nachdrücken.

UFC ist kein banales Prügelspiel, sondern legt Wert auf realitätsnahes Kämpferverhalten. Das bedeutet für euch Schlagen, Treten und Blockieren im Stand, im Clinch und am Boden mühsam zu erlernen. Einfach mal alle Knöpfe drücken und beten führt immer zum gleichen Ergebnis: Ihr verliert.

Auf den ersten Blick wirkt die Steuerung absurd kompliziert. Zum Einsatz kommen alle Tasten des Controllers in jeder erdenklichen Kombination, Vierteldrehungen der Sticks werden gefordert und ein zusätzliches Reaktions-Minispiel im Bodenkampf verlangen eine steile Lernkurve. Das kann gerade zu zu Beginn durchaus eure Frustationstoleranz testen.

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EA Sports UFC

Ein paar Stunden Zeit zum Üben solltet ihr euch schon nehmen, um euren ersten richtigen Kampf bestehen zu können. Da ist es keine Schande, zumindest zu Beginn, in den Einstellungen eine niedrige Schwierigkeitsstufe auszuwählen.

Wie im richtigen Leben

Die Präsentation ist durchaus gelungen, zumal sie von EA Canada als optisch bombastisches Spektakel inszeniert wird. Im Stil von TV-Übertragungen werden die Kontrahenten präsentiert, der Einzug in die Kampfarena, dem ikonischen Oktagon, stilecht zelebriert und immer wieder kurze Schnipsel aus TV-Übertragungen eingespielt. Die Stimmung einer Großveranstaltung ist gut eingefangen.

Vor jedem Kampf wird der Einzug in die Arena zelebriert.Vor jedem Kampf wird der Einzug in die Arena zelebriert.

Zuständig für die schicke Optik ist die Ignite-Technik, die bereits bei FIFA 14 zum Zuge kam. Diese erzeugt ein realitätsnahes Bild der Kämpfer, die bis auf die kleinste Tätowierung dem Original nachempfunden wurden. Nahe an der Realität ist auch das Kampfverhalten der gut 100 per Motion-Capturing (Bewegungs-Erfassung) akribisch nachempfundenen MMA-Streiter.

Die Wucht eines Treffers zeigt Auswirkungen auf euren Kämpfer: Nach einem Leberhaken verfärbt sich die Hautpartie, Tritte gegen den Kopf hinterlassen blutige Wunden, das Gesicht der Kämpfer verzieht sich vor Schmerz. Sinkt eure Ausdauer im Verlauf einer Runde, verlieren auch eure Schläge und Tritte erheblich an Dynamik und Effektivität.

Achtet auf die symbolische Darstellung eures Kämpfers am oberen Bildschirmrand: verfärbt sich ein Körperteil zunehmend rot, droht erhebliche Gefahr. Wird beispielsweise ein Bein mehrfach getroffen, verliert ihr nicht nur an Trittkraft, sondern könnt das Körperteil unter Umständen gar nicht mehr richtig bewegen. Wie im richtigen Leben halt.

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Tags: Uncut   Singleplayer   Multiplayer  

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