Test Das Rollenspiel Wildstar: Bunt aber nichts für Weicheier

von Jürgen Stöffel (22. Juli 2014)

Aktuelle Online-Rollenspiele sind zu sehr auf Gelegenheitsspieler ausgelegt? Ihr vermisst das alte World of Warcraft? Gut, dann lest den Test zu Wildstar.

Die burschikose Kit Brinny ist das Maskottchen der Verbannten-Fraktion von Wildstar.Die burschikose Kit Brinny ist das Maskottchen der Verbannten-Fraktion von Wildstar.

Wenn euch bunte Funken vor den Augen tanzen, sich eure Finger schweißnass an Maus und Tastatur krallen und ihr erst langsam wieder zu atmen wagt, dann hat eure Gruppe wahrscheinlich gerade einen Endgegner in einer Höhle von Wildstar umgelegt.

Die Gruppeninstanzen in dem neuen und kunterbunten Online-Rollenspiel der Carbine Studios sind nämlich bockschwer und verlangen von den Spielern mehr, als nur anspruchsloses Einstudieren einfacher Bewegungsmuster. Wer in Wildstar etwas erreichen will, braucht gute Reflexe, Nerven aus Stahl und eine Menge Geduld. Doch dafür bekommt ihr im Gegenzug eines der durchdachtesten Online-Rollenspiele seit dem klassischen World of Warcraft.

Wildstar spielt in einer abgedrehten Zukunftswelt, in der das autoritäre „**Dominion**“ einen großen Teil der Galaxis kontrolliert. Das Geheimnis hinter dem Aufstieg des Dominions: Vor Jahrhunderten besuchte das geheimnisvolle und hochentwickelte Volk der „Eldan“ die damalige Heimatwelt der Menschen und gab ihnen im Austausch gegen deren größte Kriegsheldin die Technik und die Mittel, um ein mächtiges interstellares Imperium zu schaffen.

Das große Endspiel

Die Gretchen-Frage jedes Online-Rollenspiels lautet erfahrungsgemäß: „Wie sieht’s im sogenannten Endgame aus?“ Also dann, wenn ihr mit einem gottgleichen Helden gesegnet die Spielwelt nach neuen Herausforderungen abgrast. Nichts langweilt bekanntlich mehr, als mit einem fetten Helden der Maximalstufe sinnlos durch eine leere Welt zu tigern.

Viele Online-Rollenspiele scheiterten zu Recht daran, dass es am Ende einfach nicht genug zu tun gab. Dieses Schicksal scheint Wildstar nicht zu blühen, denn die Entwickler haben bereits in der Grundversion des Spiels ordentlich Inhalte für das Spiel auf der Maximalstufe reingepackt.

Allem voran sind ab Stufe 50 die berüchtigten Wildstar-Schlachtzüge ein Thema. Die Entwickler bei Carbine betonen, wie wichtig ihnen diese großen Gruppen-Instanzen sind und das sie nichts von Schlachtzügen für Gelegenheits-Spieler halten. Damit auch ja nur die Besten der Besten in die Schlachtzüge kommen, haben die Entwickler noch eine „**Einstimmungs-Missionsreihe**“ eingebaut. Erst wer alle Abenteuer und Kerker optimal durchgespielt, sämtliche Weltenbosse erlegt und noch eine Latte an weiteren Aufgaben abgeschlossen hat, darf endlich in den ersten der beiden Schlachtzüge – den Genarchive – hinein.

Weiter mit: Genarchive und Terrorhamster

Tags: Fantasy  

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