Test Wildstar - Quests Marke Fleischwolf

Der Telegraf des Todes

Eines der Schlagworte in Bezug auf die Spielmechanik von Wildstar lautet „Telegraf“. Damit ist aber nicht eine antiquierte Fernmeldetechnik gemeint, sondern die bunten Linien und Formen, mit denen das Spiel den Wirkungsbereich der eigenen und der gegnerischen Aktionen markiert. Wenn ihr beispielsweise mit eurem Krieger einen gewöhnlichen Schwerthieb austeilt, so zeigt der zugehörige Telegraf einen Halbkreis mit geringem Radius vor euch. Bei einem Arkanschützen wäre es hingegen ein langgezogener Kegel. Alles was sich darin befindet, wird von eurer jeweiligen Aktion erwischt. Daher könnt und solltet ihr eure Aktionen gut planen und abstimmen.

Dank dem blauen, durchsichtigen Kegel-Telegrafen unter euch, wisst ihr genau, wo eure Sprungattacke hindonnert.Dank dem blauen, durchsichtigen Kegel-Telegrafen unter euch, wisst ihr genau, wo eure Sprungattacke hindonnert.

Da auch alle Gegner ihre Attacken mit (andersfarbigen) Telegrafen ankündigen, könnt ihr auch rechtzeitig ausweichen und so den schlimmsten Angriffen entgehen. Daher setzt Wildstar einen sehr schnellen, dynamischen Spielstil voraus. Wer nur stur herumsteht und auf die Fähigkeiten-Tasten haut, der wird in Wildstar nicht viel Freude haben. Stattdessen müsst ihr ständig um den Gegner herumtanzen, aktiv ausweichen und eure stärksten Angriffe nur dann ausführen, wenn der Feind auch klar im Zielbereich steht. Da der Schwierigkeitsgrad nach den ersten 20 Stufen auch gewaltig ansteigt, werden so schnell alle bewegungsfaulen Spieler ausgesiebt. Nur wer sich zwingend mit der Spielmechanik auseinandersetzt, hat auf Dauer Spaß an Wildstar.

Und Spaß macht das rasante Kampfsystem auf jeden Fall! Oft genug werdet ihr euch dabei ertappen, wie von Sinnen durch die Gegend zu rennen und alles Mögliche an Gegnern anzulocken, nur um dann die ganze Bande mit einigen gut gezielten Kontrollfähigkeiten zu betäuben und dann mit euren krassesten Angriffen in Stücke zu sprengen. Da das Spiel solche Mehrfach-Abschüsse mit markigen Ansager-Texten á la „Mega-Kill!“ kommentiert, macht das ganze Gemetzel noch spaßiger und sogar stumpfsinnige „Töte-X-Viecher-Missionen“ werden so gehörig aufgepeppt.

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Quests Marke „Fleischwolf“

Ungeheuer-Metzel-Missionen stellen jedoch die Standard-Missionen von Wildstar. Doch die Tatsache, dass die Kämpfe so unglaublich viel Laune machen, hält bei der Stange. Außerdem werden Quests in Wildstar äußerst spartanisch vermittelt: Die Textboxen, in denen steht, was ihr tun sollt, ähneln eher SMS-Nachrichten und sind außerdem nicht vertont. Lediglich die Instanzen, die ihr ab Level 35 betreten könnt und die die eigentliche Geschichte um das Schicksal der Eldan erzählen, sind voll vertont. Ansonsten herrscht in Wildstar jedoch Schweigen.

Telegrafen können bei manchen Bosskämpfen auch mal ausarten. Wer die Übersicht behält, gewinnt.Telegrafen können bei manchen Bosskämpfen auch mal ausarten. Wer die Übersicht behält, gewinnt.

Wer komplexe und atmosphärische Missionsreihen mit vielen gesprochenen Dialogen á la The Elder Scrolls Online erwartet, wird enttäuscht. Dennoch gibt es auch in Wildstar genug originelle und witzige Aufgaben. Beispielsweise schießt ihr Würfelschweine (genannt „Schwürfel“) mit Raketen durch die Gegend oder verteilt Kündigungsschreiben an die Mitarbeiter des hyper-kapitalistischen Protostar-Konzerns. Und auch die Quest-Texte sind unterhaltsam, wenn ihr euch die Zeit nehmt und die kleinen Sprechblasen auch tatsächlich lest.

Neben den Quests trefft ihr auch immer wieder auf Herausforderungen. Das sind eine Art wiederholbare Missionen, die ihr unter Zeitdruck erledigen sollt. Meistens geht es auch hier wieder darum, eine bestimmte Zahl von Viechern umzuhauen, doch manchmal sollt ihr auch Kühe umschmeißen oder die Gläser in der Offiziersmesse rechtzeitig nachfüllen. Umso schneller ihr eine Herausforderung bestehen, desto bessere Belohnungen bekommt ihr am Ende dafür. Praktischerweise überschneiden sich die Herausforderungen oft mit aktuellen Quests. Ein Grund warum die vielen Töte-X-Aufgaben trotzdem nicht langweilig werden.

Gruppenkuscheln

Für Gruppen bietet Wildstar in der Level-Phase diverse Aufgaben. Die einfachsten Gruppen-Instanzen sind die sogenannten „Schiffsjungen-Missionen“. Diese spielen allesamt im Weltraum und können zur Not auch alleine gelöst werden. Alle Schiffsjungen-Missionen haben ein spezielles Thema, das wiederum eine Hommage an diverse Science-Fiction-Klassiker darstellt.

In einer Abenteuer-Instanz eskortiert ihr eine Karawane von Flüchtlingen durch das Ödland.In einer Abenteuer-Instanz eskortiert ihr eine Karawane von Flüchtlingen durch das Ödland.

Beispielsweise sollt ihr in einer Mission auf eine verlassene Raumstation, wo ihr an jeder Ecke Hinweise auf ein grausiges Alien vorfindet. In einer anderen Mission werdet ihr wiederum von Piraten gefangen und müsst eine mörderische Game-Show á la „Running Man“ überleben, um zu entkommen.

Für engagiertere Spieler gibt es wiederum die „Abenteuer“. Das sind einfache Gruppen-Instanzen, bei denen ihr auf einer Art „Holodeck“ spannende Szenarien löst. Auch hier steht die Handlung im Vordergrund. Beispielsweise schlüpft ihr in „Banden von Weißtal“ in die Lederjacken einer Motorrad-Gang, deren Klubhaus abgefackelt wurde. Den Rest des Abenteuers verbringt ihr damit, die anderen Banden zu verkloppen oder auf eure Seite zu ziehen und dann schließlich die wahren Schuldigen zu entlarven und zu bestrafen.

In einer anderen Abenteuer-Instanz sollt ihr wiederum einen Siedler-Treck durch das Ödland führen und dürft regelmäßig entscheiden, welchen Weg die Karawane denn nehmen soll. Am witzigsten ist jedoch die Instanz „Krieg in der Wildnis“. Dort sollt ihr in bester League-of-Legends-Manier gegnerische Helden umhauen und Welle um Welle eurer eigenen Diener-Kreaturen auf die gegnerischen Türme und Festungen hetzen. Abenteuer setzen jedoch allerdings einiges an Geschick und eine fünfköpfige Gruppe mit Heiler und Tank voraus.

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Tags: Fantasy  

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