Test Wildstar - Meinung und Wertung

Zukunftspläne

Damit Wildstar nicht stagniert, schieben die Entwickler jeden Monat neue Inhalte nach. Das erste große Update kam pünktlich am ersten Juli und brachte ein neues Stufe-50-Gebiet namens „Seuchenrefugium“. Dort wird zum einen die Geschichte des Hauptspiels in einer langen und komplexen Reihe von Quests weitererzählt.

Zum anderen gibt es eine Menge abgefahrene Sachen zu erbeuten. Beispielsweise schleimige Mutanten-Pflanzen für das Haus oder ein Kostüm, das euren Charakter in ein ekliges Transmutations-Geschöpf verwandelt. Weiterhin könnt ihr einen neuen Weltenboss erschlagen und an einem großangelegten Gruppenereignis teilnehmen.

Im Seuchenrefugium könnt ihr neue Kostüme finden, beispielsweise einen Weltraum-Oktopus als Hut!Im Seuchenrefugium könnt ihr neue Kostüme finden, beispielsweise einen Weltraum-Oktopus als Hut!

Darin dürft ihr in bester „Tower Defense"-Manier mit vielen anderen Spielern einen Riesenbaum vor anrückendem Mutanten-Gezücht verteidigen. Als Belohnung gibt es reiche Beute und Rufpunkte, von denen ihr wiederum die ganzen Mutanten-Gegenstände kaufen könnt. Als nächstes steht ein üppiges PvP-Paket auf dem Plan: Anfang August gibt es unter anderem ein weiteres PvP-Schlachtfeld und zahlreiche Anpassungen an der Spielmechanik.

Wildstar ist übrigens kein Free 2 Play-Spiel. Damit ihr Nexus unsicher machen dürft, zahlt ihr monatlich 13 Euro. Oder ihr kauft euch im Spiel sogenannte „CREDD-Münzen**“. Ein CREDD ist 30 Tage Spielzeit wert und wird von Spielern für Echtgeld erworben und gegen hohe Spielgeldsummen an zahlende Kunden verkauft, ähnlich wie in Eve Online.

So können zahlungskräftige Spieler sich legal Gold im Spiel kaufen und Wildstar-Fans, die kein Echtgeld ausgeben möchten, aber dafür eine Menge Spielgeld haben, kommen so kostenlos an ein Abo.

Laut den Entwicklern sind bereits die Inhalts-Erweiterungen der nächsten sechs Monate fest geplant. Daher sollte Wildstar für den Rest des Jahres seine Spieler begeistern und bei Laune halten können.

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Fakten:

  • 2 Fraktionen
  • 8 Völker
  • 6 Klassen
  • 4 Pfade
  • 7 Handwerks- und 4 Sammelberufe
  • 4 Startgebiete
  • 4 Dungeons
  • Abo-Gebühren fallen an
  • Maximalstufe beträgt 50
  • schwierige Schlachtzüge mit 20 und 40 Spielern
  • Hoher Schwierigkeitsgrad begünstigt Gruppenspiel
  • Belagerungen von Kriegsbasen als hochstufiger PvP-Inhalt
  • komplexes Hausbausystem
  • Kostüme können als kosmetische Kleidung über der Rüstung getragen werden.
  • monatliche Inhaltserweiterungen
  • abgedrehter Humor
  • erhältlich für PC und Mac

Meinung von Jürgen Stöffel

Wildstar polarisiert. Die einen lieben die bunte Comic-Grafik, die anderen hassen sie wie die Pest. Wieder andere erwarten seit The Elder Scrolls Online und Star Wars - The Old Republic grundsätzlich voll vertonte Missionen und rümpfen über die stummen Auftraggeber in Wildstar die Nase. Doch viele Spieler klicken in Online-Rollenspielen ohnehin prinzipiell alle Texte weg und finden das minimalistische Dialogsystem von Wildstar Fall daher durchaus praktisch.

Doch einig sind sich am Ende alle: Wildstar erfindet nichts neu, poliert aber viele klassischen Online-Rollenspiel-Inhalte gehörig auf. Wildstar zwingt mich wieder zum Gruppenspiel. Nur mit perfekter Gruppenarbeit schaffen meine Mitspieler und ich die hammerharten Gruppen-Instanzen und Schlachtzüge. Wem also sämtliche Online-Rollenspiele der letzten Zeit zu einfach und zu sehr auf Gelegenheitsspieler ausgelegt waren, der sollte in Wildstar wieder richtig gefordert werden.

Doch nicht nur die Instanzen bringen mich an die Grenzen. Selbst in der Level-Phase brauche ich regelmäßig andere Mitspieler, um die vielen starken Gegner zu erlegen. Selbst Missionen, die ich alleine schaffen könnte, machen im Team einfach mehr Spaß. Vor allem das Zusammenspiel mit den Pfaden sorgt mit anderen Spielern für ordentlich Laune. Wenn beispielsweise unser Siedler die fettesten Boni organisiert und der Kundschafter Abkürzungen zum nächsten Aufgabengebiet freischaltet. Dort rüstet uns der Soldat im Team mit optionalen Waffen aus und am Ende entdecken wir einen Bunker, den wir als Wissenschaftler aufschließen.

Dasselbe gilt auch für die Charakterklassen, die sich schön gegenseitig ergänzen. Klar, es gibt noch einige Probleme mit der Klassen-Balance, doch ich bin guter Dinge, dass die Entwickler das noch hinkriegen. Bisher jedenfalls kommen jede Woche Aktualisierungen und bekannte Fehler werden systematisch ausgemerzt. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass Wildstar auch in Zukunft einen Platz in der Online-Rollenspiel-Welt haben wird.

86 Spieletipps-Award

meint: Nichts neues, bunt, aber irgendwie gut. Dank interessanter Schauplätze und Humor eine herausfordernde Alternative zu World of Warcraft.

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Tags: Fantasy  

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