Die Techniktrends der Gamescom 2014 - Oculus Rift, Google Glass

(Special)

Oculus Rift

Sony ist nicht allein mit ihrer VR-Technik, schließlich bringt auch Hersteller Oculus VR seine runderneuerte "Virtual Reality"-Hardware zur Messe. Die Datenbrille "Oculus Rift V2" wirkt äußerlich simpler gestrickt als Sony Morpheus. Doch nach dem Aufsetzen der Hardware gleicht sich der positive Spieleindruck.

Viele Studios berücksichtigen bereits Oculus Rift bei künftigen Spielprojekten.Viele Studios berücksichtigen bereits Oculus Rift bei künftigen Spielprojekten.

Oculus Rift besitzt gleichermaßen 960 x 1080 Pixel Auflösung pro Auge. Ebenso kommen Bewegungs- und Lagesensoren zum Einsatz, damit ihr euch frei und unbeschwert umsehen könnt. Die Oculus-Brille ist etwas frontlastiger als Morpheus, wirkt aber dank dehnbarer Gurte dennoch bequem für Spielesitzungen.

Auf der Gamescom 2014 gibt es eine reiche Auswahl an kompatiblen Oculus-Spielen. Beim Hersteller Oculus VR selbst finden sich vier Demonstrationen. Allen voran der Comic-hafte Ego-Shooter Superhot, in dem ihr feindlichen Kugeln ausweicht. Raffiniert: Mit euren Bewegungen verändert ihr auch der Zeitablauf. Bewegt euch langsam, vergeht auch die Zeit langsam. So umgeht ihr feindlichen Beschuss.

Überraschend gut funktioniert auch das Hüfpspiel Lucky's Tale. Denn hier schlüpft ihr nicht in die Ego-Sicht, sondern fungiert mit der Oculus-Brille als virtuelle Kamera. In bester Mario-Manier sammelt der Eichhörnchen-Held Sterne ein und springt über Plattformen. Weitaus actionreicher geht es dagegen bei der bekannten Online-Flug-Action War Thunder am Stand von Gaijin zu. Hier schwingt ihr euch ins Cockpit von Weltkriegsmaschinen.

Das bisher beeindruckendste Spiel für Oculus Rift ist jedoch Elite - Dangerous. Die fast fertige Weltraumsimulation versetzt euch in eine offene Galaxie, in der ihr frei handelt, kämpft und forscht. Hier beeindruckt vor allem das offene virtuelle Cockpit, das je nach Kopfdrehung freie Sicht auf Planeten, Schiffe und die Wunder des Universums erlaubt.

Wann erhältlich? Die zweite Version von Oculus Rift erschien erst kürzlich, allerdings nur für angemeldete Spieleentwickler. Endnutzer haben bisher noch das Nachsehen.

Google Glass

Schon länger in der Mache und nicht wenig umstritten ist Google Glass. Die kompakte Brille des Suchmaschinengiganten besitzt eine kleine Kamera und blendet allerlei Informationen in euer Sichtfeld ein (auch als "Head Up Display" bekannt).

Simpel, aber gewöhnungsbedürftig: Die Datenbrille Google Glass eignet sich nur bedingt für Spiele.Simpel, aber gewöhnungsbedürftig: Die Datenbrille Google Glass eignet sich nur bedingt für Spiele.

Der Unterschied zu den vorher erwähnten Datenbrillen: Google Glass schränkt eure Wahrnehmung nicht ein. Ihr könnt die bequeme Hardware im Alltag nebenher nutzen, um zum Beispiel Online-Dienste zu checken oder Fotos zu knipsen. Ebenso versuchen sich manche Hersteller an witzigerem Zeitvertreib.

Das kleine Entwicklerstudio Funky Whale Games zeigt dazu auf der Gamescom eines der ersten Spiele für Google Glass. Im einfachen Ballerspiel Bee Invasion erwehrt ihr euch herumschwirrenden Bienen in eurem Sichtfeld. Per Kopfbewegung visiert ihr diese an und schiesst sie mittels Tastendruck am rechten Brillenrahmen des Geräts ab.

Der reine Unterhaltungswert ist dabei aber nicht höher als bei einer Runde Moorhuhnjagd. Auch die niedrige Auflösung von 640 x 360 Pixel schränkt die spielerischen Möglichkeiten von Google Glass ein. Dennoch eröffnet sich findigen Machern eine neue Art der digitalen Unterhaltung. Hier wird aber erst die Zukunft zeigen, was auf dem Gerät wirklich möglich ist.

Wann erhältlich? In Amerika ist Google Glass seit April 2014 erhältlich. In Deutschland ist das Erscheinen jedoch noch nicht sicher - vor allem wegen Datenschutzbedenken.

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Impressionen von der Gamescom 2014

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Tags: Gamescom 2015   Oculus Rift   Hardware  

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