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Sam & Max Season 2 Episode 2: Moai Better Blues (PC)

Artikel veröffentlicht am 10.01.2008

Größer könnten die Temperaturunterschiede nicht sein. Nach dem Besuch des Nordpols und der Rettung des Weihnachtsfestes verschlägt es das ulkige Ermittlerduo der Freelance Police nun in die Hitze der Südsee. Ob euch beim Rätseln gemeinsam mit Sam & Max schön warm ums Herz wird und ihr für ein paar Stunden dem tristen Januarwetter entfliehen könnt, lest ihr in unserem Test. Von Jan Höllger

Folgetäter

Picknick auf den Osterinseln und gleichzeitig ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Die zweite Folge der zweiten Staffel von "Sam & Max" hört auf den Namen "Moai Better Blues". Als Moai werden die bekannten Steinköpfe auf den Osterinseln bezeichnet, auf denen der Großteil der Episode spielt. Über ein großes rotes Portal in Form einer Triangel erreichen Hund und Hase die warmen Gefilde auf den Osterinseln und treffen dort neue wie auch alte Bekannte. Hauptaufgabe der Polizisten ist dabei, den Ausbruch eines Vulkans zu verhindern. Doch bevor ihr euch bis zum Inneren des rumorenden Naturschauspieles vortastet, müsst ihr wie gehabt allerlei verrückte Rätsel lösen.

Köpfe mit Rhythmus im Blut

Ein Minispiel darf auch in Episode 2 nicht fehlen: Sam versucht sich als Trockensurfer.

So seid ihr beispielsweise auf die Hilfe eines eigenartigen Eingeborenenstammes unter Wasser angewiesen, doch bevor diese ihre Finger krümmen, muss Max sich erst als Hohepriester des Wassers beweisen. Dafür sind gleich drei Aufgaben zu erfüllen, u.a. müsst ihr die Füße der Moaiköpfe, die aus der Decke einer Höhle herausragen, zum Tanzen bringen. Ein mit viel Arbeit eingespielter neuer Song, abgespeichert in einer großen Muschel und abgespielt mit Hilfe diverser Portale vor dem Ohr einer der steinernen Figuren lässt diese endlich das Tanzbein schwingen. Auch die beiden anderen Aufgaben sind ähnlich komplex.

Bananenpower

Auf dem Meeresboden gibt es viel zu entdecken.

Auf diese Art und Weise funktionieren viele der Knobeleien in "Moai Better Blues". Insgesamt hat der Schwierigkeitsgrad gegenüber den bisher veröffentlichten Folgen schon leicht angezogen, denn Hinweise auf Lösungen sind rar gesät und es lassen sich deutlich mehr Gegenstände aufsammeln. Dadurch seid ihr mitunter recht oft zum stumpfen Ausprobieren genötigt. Wer kommt schon ohne Weiteres darauf, dass eine Dose mit Bananensaft als religiöses Pulver gepriesen wird.

Mit Witz und Charme

Ein Jungbrunnen lässt auch die Helden kurzzeitig schrumpfen.

Klasse ist wieder einmal der Humor. Dieser kommt vor allem in den Dialogen zwischen Sam & Max sowie den anderen Charakteren zum Ausdruck, doch auch wer sich intensiv in der Umgebung umsieht, findet die eine oder andere liebevolle Anspielung. So erblickt ihr unter Wasser beispielsweise eine Kiste mit "Duke Nukem Forever"-Spielen oder hört beim Funkverkehr von Solid Snake aus "Metal Gear Solid" zu. Die Spielzeit von "Moai Better Blues" liegt bei ca. 4-5 Stunden, was im Rahmen liegt für ein Episodenspiel. Echte Neuerungen gibt es aber leider nicht. Immer noch verbringt ihr einen nicht unbeachtlichen Teil der Spielzeit in der näheren Umgebung des Polizeireviers. Außerdem fehlt einfach eine Möglichkeit, Gegenstände im Inventar miteinander kombinieren zu dürfen.

Fazit

von Jan Höllger

"Moai Better Blues" mag nicht die beste Folge der "Sam & Max"-Spiele sein, doch gute Unterhaltung bieten die beiden Ermittler auch auf den Osterinseln. Skurrile Charaktere, durchgeknallte Rätsel und viel Sprachwitz in diesem Umfang - das schafft derart kompakt verpackt kein anderes Adventurespiel. Wie immer gilt aber, dass ihr im Zweifel lieber auf die hoffentlich kommende deutsche Version warten solltet, denn viele Witze zünden nur bei gutem englischem Sprachverständnis. Die nächste Episode "Night of the Raving Dead" erscheint übrigens bereits Mitte Februar. Bis dahin dürftet ihr euch vom Urlaub auf den Osterinseln genug erholt haben.

spieletipps meint:
79

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