Test Theatrhythm Final Fantasy - Curtain Call - Rhythmus im Blut

von Ulrich Wimmeroth (21. September 2014)

Die Fortsetzung des spaßigen Musikspiels für den 3DS protzt mit über 200 Melodien aus dem "Final Fantasy"-Universum. Ob die taktische Spielerei auch im Ganzen überzeugen kann?

Niedlich: Die Helden erscheinen im kindlichen Chibi-Look.Niedlich: Die Helden erscheinen im kindlichen Chibi-Look.

Eigentlich eine skurrile Idee: Anstatt die Helden der "Final Fantasy"-Spiele in epischen Schlachten gegen haushohe Ungeheuer und diabolische Bedrohungen mit Magie und Gunblade (siehe Final Fantasy 8) antreten zu lassen, entscheidet in der Musikspiel-Variante für den 3DS nur der richtige Rhythmus über Sieg oder Niederlage. Aber das Prinzip funktionierte ausgezeichnet. So hat sich der Erstling Theatrhythm Final Fantasy vor zwei Jahren das Prädikat „Spielerisch gelungener Mix aus Musik- und Rollenspiel“ verdient.

Mit Theatrhythm Final Fantasy – Curtain Call schafft es jetzt auch der Nachfolger in westliche Gefilde und legt mit über 220 Musikstücken und gut 60 spielbaren Charakteren im Umfang kräftig zu. Dabei noch nicht mitgezählt sind die herunterladbaren Inhalte, die das Spiel-Portfolio gegen klingende Münze in Zukunft noch erweitern sollen. Eines aber gleich vorab: Bis auf das magere Anleitungsblättchen wurde auf eine deutsche Übersetzung verzichtet und ihr müsst euch durchgehend mit englischen Bildschirmtexten anfreunden.

Das Spielprinzip bleibt unangetastet: In drei unterschiedlichen Modi sollt ihr immer schön im Takt bleiben und auf dem Bildschirm auftauchende Symbole möglichst mittig in einem Kreis einfangen. Diese fliegen euch von links nach rechts zu und verlangen entweder ein Tippen, eine Wisch-Bewegung in eine von acht Richtungen oder das "Drücken und Halten". Dazu könnt ihr entweder den Schieber und die Knöpfe des 3DS nutzen, nur den Stylus oder eine Kombination der Steuerungsmöglichkeiten verwenden.

Im Test hat sich der Stylus als komfortabel bewiesen und führt auch bei schneller Abfolge der Symbole zum gewünschten Erfolg. Lediglich bei langen Bewegungen, landet ihr schon mal am Rand des berührungsempfindlichen unteren Bildschirms und verpasst so möglicherweise eine perfekte Angriffskette. Aber das Spiel lässt euch jede Freiheit und bietet sogar eine Profisteuerung, bei der ihr einhändig, nur mit dem Schieberegler und der L-Taste die ankommenden Symbole treffen sollt.

Immer schön im Takt bleiben, dann sind die Treffer kritisch und fügen den Gegnern ordentlich Schaden zu.Immer schön im Takt bleiben, dann sind die Treffer kritisch und fügen den Gegnern ordentlich Schaden zu.

Die Musik machts

Kernstück des Spaßes ist natürlich die ikonische Musik des Final Fantasy-Universums, die von herrlich kultigen 8bit-Klängen, über emotionale Melodien wie das wunderbare Aerith’s Theme aus Final Fantasy 7, bis zu opulent inszenierten Orchesterstücken reicht. Dabei beschränkt sich die Auswahl nicht nur auf die Serienteile 1 bis 14, sondern bietet auch Musikstücke beispielsweise aus Mystic Quest, Final Fantasy Tactics, Dissida - Final Fantasy oder dem Film Final Fantasy: Advent Children.

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Theatrhythm - Eine Reise durch die Musik von Final Fantasy

Drei Spielmodi gilt es zu meistern. Da wären einmal die Kampfszenen, bei denen ihr mit eurer traditionellen Vierer-Truppe allerlei Ungeheuern gegenübersteht und mit Taktgefühl und Rhythmus Schaden austeilt. Dann die Feldszenen: Hier lauft ihr von rechts nach links über eine, aus dem jeweiligen Spiel entliehene Landschaft, und sollt das Ziel erreichen ohne durch verpasste Symbole eure Lebenskraft zu verlieren. Denn dann heißt es schnell „Game Over“.

Und zuletzt die imposanten Story-Szenen, bei denen im Hintergrund ein Render-Film abläuft, während ihr die auftauchenden Symbole zielgenau einfangt. Wenn ihr euch zu sehr auf die Spielmechanik konzentrieren müsst und den Film dabei verpasst, ist das auch kein Problem. Gemeisterte Story-Szenen könnt ihr im Menüpunkt "Museum" jederzeit noch mal in Ruhe anschauen.

In den Story-Szenen laufen im Hintergund edle Render-Filme.In den Story-Szenen laufen im Hintergund edle Render-Filme.

Habt ihr die kurzen, immer wieder zu einem schnellen Spiel zwischendurch einladenden Level erfolgreich gemeistert, hagelt es Rhythmia genannte Erfahrungspunkte und nützliche Objekte wie Heiltränke, Sammelkarten oder Status-Verbesserungen. Zusätzlich schaltet ihr gerade zu Beginn fast nach jedem Kampf neue Musikstücke, Charaktere und Menüoptionen frei und nach einer guten Stunde Spielzeit stehen euch alle wichtigen Optionen, wie eine Übersicht eurer Trophäen, ein Musik- und Film-Abspieler, umfangreiche Quests und der Versus-Modus zur Verfügung.

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Tags: Singleplayer   Fantasy  

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