Test NHL 15 - Fehlende Spielmodi

Da fehlt doch was

Was dagegen nicht mehr einstellbar ist, sind die vielen und schlichtweg fehlenden Spielmodi. Im Vergleich zum Ableger für die alte Konsolengeneration (die nur einen Klon von NHL 14 darstellt), fehlt beispielsweise der Online-Teamspiel-Modus. In diesem hat jeder nur einen Spieler gesteuert - es trafen also zwölf Menschen via Internet aufeinander.

Im "Be a Pro"-Modus steuert ihr nur einen Spieler. Sobald dieser eine Verschnaufpause braucht, ist auch für euch Pause.Im "Be a Pro"-Modus steuert ihr nur einen Spieler. Sobald dieser eine Verschnaufpause braucht, ist auch für euch Pause.

Außerdem fehlt die zweite Säule der Online-Spielmodi: die EA Sports Hockey League. In dieser seit 2008 fest in die NHL-Serie integrierten Liga spielt ihr euren selbst erstellten Profi, tretet einem von Freunden gegründeten Club bei und tragt Spiele gegen andere Teams auf der ganzen Welt aus. Das Ganze erinnert stark an Fifa 14 für die PS4 und Xbox One. Auch hier rationalisiert EA Sports aus dem Vorgänger bekannte und sehr beliebte Spielmodi kurzerhand weg.

Dafür ist natürlich Hockey Ultimate Team mit an Bord. Hier habt ihr wie gewohnt die Möglichkeit, einzigartige Teams auf der Basis vom im Spiel erworbenen Spielerkarten zu erstellen, um euch dann gegen Online-Widersacher Partie für Partie nach oben zu arbeiten, bessere Spieler zu erhalten und auf Dauer euere Lieblingsmannschaft zu komplettieren.

Wer die Serie auch mal gerne alleine und offline spielt, der hat dieses Jahr schlechte Karten. Saison-Modus fehlt komplett. Be A GM (Klubinhaber-Modus) ist stark beschnitten. Ihr könnt nach wie vor Spieler zu anderen Vereinen schicken, frei erwerbliche Spieler unter Vertrag nehmen oder eure Startaufstellung bearbeiten - und das für ganze 25 Saisonen. Aber die Interaktion mit eurer zweiten Mannschaft ist komplett weg. Weder könnt ihr Profis mit schlechter Formkurve in die B-Mannschaft stecken, noch könnt ihr mit ihr spielen.

Verschlimmbesserungen gegen Verschönerungen

Die Krönung beim Thema verschlimmbesserte Spielmodi ist allerdings der Be A Pro-Modus. Wie von Geisterhand startet ihr in NHL 15 direkt in einem Profi-Team. Damit geht die Spannung des Spielmodus gleich auf zwei Wegen verloren: Einerseits kann euch der Trainer niemals als Strafe für schlechte Leistungen in die zweite Mannschaft schicken, andererseits geht euer erstes großes Ziel in diesem Modus völlig verloren: die erste Mannschaft überhaupt erst einmal zu erreichen.

Bei Körperkontakt haut es die Spieler häufig aufs Eis. Das ist zwar gut so, sieht aufgrund von Physikaussetzern manchmal aber auch unfreiwillig komisch aus.Bei Körperkontakt haut es die Spieler häufig aufs Eis. Das ist zwar gut so, sieht aufgrund von Physikaussetzern manchmal aber auch unfreiwillig komisch aus.

Noch schlimmer sieht es aber auf der Eisfläche aus. Da ihr sowieso nur einen, nämlich euren selbst erstellten Spieler steuert, konntet ihr sonst immer eure Verschnaufpausen überspringen. Das ergibt Sinn, habt ihr auf Dauer doch sicher keine Lust, einem virtuellen Eishockey-Spiel von der Bank aus zuzuschauen. Wie dem auch sei - jetzt habt ihr keine Wahl mehr und müsst euch bis zu eurem nächsten Einsatz jedes Mal gedulden. Das nervt auf Dauer sehr.

Immerhin hat der NHL-Produzent zu Protokoll gegeben, dass das Team von EA-Sports die fehlenden Spielmodi per Update im Oktober nachreichen will.

Rein optisch gesehen legt EA dafür eine Glanzleistung aufs Eis-Parkett. Neben wenigen, hin und wieder auftretenden unrealistischen Stürzen oder Kollisionen, funktioniert das neue Grafik- und Physikkorsett.

Beeindruckend sind die Spielergesichter, die bis auf die gläsernen Augen, ihren realen Vorbildern sehr stark ähneln. Authentisch sind zusätzlich die Bewegungen der locker, luftig sitzenden Spielertrikots - die bei Sprints oder Puckkontakt im Luftzug wehen. Hier ist EA nah dran an einer vor Details strotzenden Abbildung der realen NHL. Gerade auch dann, wenn ein Spieler zum Bully ansetzt, vorher aber noch über seine Schulter blickt und sich mit dem Verteidiger abspricht. Klasse - mehr von solchen Details, bitte!

Die bekannten Torjubel, die das Publikum elektrisieren, sind ebenfalls enthalten. Dieses besteht in NHL 15 aus 9.000 individuellen Fans, die die knapp 20.000 Menschen fassenden Arenen füllen. Nichtsdestotrotz gibt es noch zu viele Klone und häufig übertrieben geschminkte Fans oder Plakate mit Sprüchen zu sehen.

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