Test Destiny: Dieser Test verrät euch die ganze Wahrheit

von Joachim Hesse (18. September 2014)

Es ist soweit. Destiny steht für PS4, PS3, Xbox One und Xbox 360 im Laden. Euch erwartet das beste Spiel aller Zeiten – das glaubt jedenfalls Entwickler Bungie.

Destiny. Übersetzt: Schicksal. Bereits mit der Wahl des Namens verdeutlichen die Entwickler ihre Ambitionen. Mit Destiny kauft ihr nicht bloß ein neues Spiel, ihr entscheidet euch für einen Lebensabschnittsgefährten. Intern gehen die Verantwortlichen von einer Lebensspanne des Spiels von rund zehn Jahren aus – bei anhaltendem Erfolg sicher auch mehr.

Bungie und Herausgeber Activision wollen in Bezug auf Laufzeit das neue World of Warcraft, Counter-Strike, Diablo 2 aus der Taufe heben. Ein Spiel, das ihr immer wieder startet. Ein Spiel, das euch durch Online-Termine an sich bindet. Ein Spiel, das andere Spiele überflüssig macht. Ob der Plan funktioniert, hängt letztlich auch an euch, den Spielern.

Der erste Eindruck fällt je nach Blickwinkel eher ein bisschen ernüchternd aus. Das ist alles? Für 70 Euro liefert Bungie gerade mal eine Art Prolog für ihr angepriesenes Shooter-Epos aus der Ego-Perspektive? Da kann Borderlands 2 aber mehr.

„Jedes Ende ist ein Anfang“ - pathetische Worte triefen euch im Abspann entgegen. Normalerweise zitieren wir in Testberichten nicht das Ende eines Spiels. Doch ihr merkt Destiny an, dass dessen Ende aktuell wirklich erst den Anfang markiert. Insofern spielt es keine Rolle, ob ihr die Worte nun hier das erste Mal hört oder im Spiel.

Weiter heißt es: „Unser Kampf ist lange nicht vorbei". Das wäre nach gerade mal zwei Tagen Spielzeit auch etwas früh. Zwei Tage! Länger dauert es nicht, bis ihr nahezu alles einmal in Augenschein genommen habt. Wer sich ranhält, sieht die Endsequenz sogar schon früher. Doch gehört zu einem epischen Spiel nicht auch ein epischer Umfang?

Nun, vielleicht kommt der noch. Denn mit der „Limited Edition“ oder der „Ghost Edition“ (siehe Uffruppe-Video oben) erwerbt ihr bereits Download-Codes für die Erweiterungen „Dunkelheit lauert“ und „Haus der Wölfe“. Was bedeutet das für Frühkäufer? Herzlichen Glückwunsch zu einem unvollständigen Spiel? Halt, so klar ist die Sache nicht.

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Tags: Online-Zwang   Science-Fiction   Multiplayer   Koop-Modus  

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