125 Jahre Nintendo - Teil 2: Krisen, Kitsch und Kinderwagen - Der Nächste bitte, Nintendo führen wie bei Oma?

(Special)

Der Nächste bitte!

Es geht einfach nicht mehr. Der zweite Nintendo-Präsident kann Anfang 1949 nicht mal mehr alleine aufstehen, geschweige denn ein Unternehmen führen. Nun liegt alles an Hiroshi! Der alte Herr ruft den Jurastudenten an sein Bett und nimmt ihm mit letzter Kraft das Versprechen ab, Nintendo wieder zu Ruhm und Ehre zu führen.

Zu Beginn seiner Präsidentschaft lässt Yamauchi die Besitzungen der Firma gewaltig vergrößern.Zu Beginn seiner Präsidentschaft lässt Yamauchi die Besitzungen der Firma gewaltig vergrößern.

Eine Seifenoper ist nichts gegen den melodramatischen Kitsch, den das Leben selbst schreibt. Hiroshi ringt mit sich. Zum Studieren hatte er zwar ohnehin keine Lust, aber das dekadente Leben tauscht er nur unter Protest gegen den Knochenjob als Präsident ein.

Doch letztendlich erkennt er, dass er keine rechte Wahl hat. Also schmeißt er sein Studium hin und tritt im März 1949 mit 21 Jahren an die Spitze des Familienunternehmens.

Zur allgemeinen Ernüchterung berappelt sich Sekiryo übrigens doch nochmal und stirbt erst mehr als zwei Jahre später – letzter Wunsch eines Sterbenden? Von wegen!

Nintendo führen wie bei Oma?

Als Hiroshi Yamauchi erstmals vor die Belegschaft tritt, geht ein Raunen durch die Menge. Dieser laxe Grünschnabel soll ihr neuer Chef sein? Viele der Mitarbeiter haben noch seinen Urgroßvater Fusajiro gekannt und geachtet. Und nun dieser exaltierte Schnösel!

Der neue Chef ist 45 Jahre jünger als der alte. Großvater und Enkel könnten nicht gegensätzlicher sein - eine Belastungsprobe für die Belegschaft.Der neue Chef ist 45 Jahre jünger als der alte. Großvater und Enkel könnten nicht gegensätzlicher sein - eine Belastungsprobe für die Belegschaft.

Yamauchi ist damals ein arroganter Dreikäsehoch. Das Leben ist für ihn nur ein Spiel. Regeln sind ihm ein Gräuel. Er probiert es erstmal mit Gemütlichkeit. Bei seiner Oma ging das doch auch. Der unduldsame Nintendo-Kommandant, der er 50 Jahre später sein wird, liegt in ihm wohl noch in tiefem Schlummer.

Yamauchis Untergebene tuscheln darüber, dass die Firma doch verloren sei mit diesem Pascha am Ruder. Und als er das mitbekommt, erwacht sein Ehrgeiz doch noch. Die sollen sich wundern, sagt er sich und krempelt die Ärmel hoch. Die verstaubten Geschäftspraktiken seines Großvaters sind das erste, das er über den Haufen wirft. Aus Yamauchi Nintendo macht er die stärker zentralisierte Nintendo Koppai, was schlicht "Karten" bedeutet.

Weiter mit: Bürgerkrieg bei Nintendo, Alles besser in Amerika?, Allianz mit Disney

Tags: Shigeru Miyamoto  

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