Test Evil Within - Technische Mängel

Technische Mängel und merkwürdige Entscheidungen

Überhaupt leidet The Evil Within an einigen unnötigen technischen Problemen und fragwürdigen Gestaltungsentscheidungen. Die zerstören zwar nicht den Spielspaß, können jedoch dem einen oder anderen übel aufstoßen.

Hinter den Spiegeln liegt eine eigene Welt.Hinter den Spiegeln liegt eine eigene Welt.

Was schon von Anfang an auffällt, sind die etwas spät aufploppenden Texturen. Gerade in Zwischensequenzen schleichen sich immer wieder Texturen ein, die sich bei ihrem Erscheinen zu viel Zeit lassen. Das ist nicht kriegsentscheidend, nagt aber an der Atmosphäre. Und das auf der PS4. PC-Spieler freuen sich auf übertrieben Leistungshunger und benötigen eine Grafikkarte mit vier Gigabyte Speicher. Da hat sich wohl ein Programmierteufel eingeschlichen.

Und so ist das auch mit den anderen Ungereimtheiten. Im Einzelnen stören sie nicht weiter, doch in ihrer Gesamtheit schmälern sie das Spielgefühl. Da steckt auf einmal die Hand oder der Fuß in der Wand. Da lässt sich Castellanos durch die recht träge Steuerung nicht genau genug steuern. Da bleibt das Fass, das ihr vor euch her treten könnt, im Boden stecken.

Dann sind wiederum einige Gestaltungs-Entscheidungen verwunderlich. Warum muss Castellanos während des Schleichens um eine Tür zu öffnen, aufstehen, langsam eintreten und mitten im Raum stehen bleiben. Wäre es so schwer gewesen eine weitere Animation hinzuzufügen, die den Polizisten zeigt, wie er schleichend Türen öffnet. Und warum muss der Dr. Jiminez, ein Arzt aus dem Beacon Mental Hospital, in einer Mission in ungelegenen Momenten Castellanos laut ansprechen?

An anderer Stelle befindet ihr euch mitten in einem Arena-Kampf und riesige Augen starren euch aus jeder Ecke an. Natürlich ist hier der erste Gedanke, auf diese zu feuern. Die Besessenen branden in immer größeren Wellen an, doch mit den Augen tut sich nichts. Ja, Castellanos soll wirklich einfach nur die Wiedergänger ausschalten und schon geht's weiter. Die Augen scheinen lediglich Dekoration zu sein. Das ist merkwürdig. Keine paar Minuten davor, hat uns ein sterbender Charakter den Ratschlag gegeben, auf das Auge des Bösewichts Ruvik zu achten.

Wahrnehmung und Realität

Dafür hat Mikami-san und sein Team bei der Inszenierung nichts anbrennen lassen. Die verwendeten stilistischen Mittel sind eindrucksvoll. Ob ein Schwarz/Weiß-Filter oder die Körnung des Bildes - verändert sich die Wahrnehmung von Castellanos, verändert sich auch eure Wahrnehmung als Spieler.

Gehirne spielen in The Evil Within eine zentrale Rolle.Gehirne spielen in The Evil Within eine zentrale Rolle.

Schnell stellt ihr fest: Irgendetwas stimmt mit Castellanos nicht. Oder die Welt ist aus den Fugen geraten. Überall im Spiel liegen Akten und Aufnahmen herum, die von seltsamen Experimenten mit dem Gehirn berichten. Dr. Jiminez scheint etwas damit zu tun zu haben. Schon früh trefft ihr in an. Doch viel Licht wirft er erst einmal nicht auf die Hintergründe. Ab und zu entdeckt ihr auch Wissenswertes über Castellanos selbst.

Eins erkennt ihr aber sofort: Der Mann mit den unglaublichen Kräften namens Ruvik, will nichts Gutes. Ständig trefft ihr auf ihn und passt ihr nicht auf, schaut ihr wieder dem Ladebalken beim Füllen zu. Die ganzen Wissenschnipsel über Gehirnexperimente lassen euch vielleicht grübeln, ob das Gehirn eures Polizisten noch ganz in Ordnung ist.

Zwischen einigen Levels schaut ihr aus den Augen von Castellanos dabei zu, wie euch Ärzte umher schieben. Bewegt ihr euren Kopf, bleiben für einige Zeit rote Nachbilder auf dem Bildschirm stehen.

Wenn ihr später wieder auf Dr. Jiminez trefft, verliert ihr ihn auch sogleich wieder. Wo er sich noch vor kurzem um den ominösen Patienten Leslie gekümmert hat, ist nun eine stabile Wand. Gehirn oder Realität: Was ist nicht in Ordnung?

Trotz oben genannter Mängel, schafft es The Evil Within die Atmosphäre konstant angespannt zu halten. Die Verbindung von Horror-Spielelementen mit Elementen wie dem Schleichen erschaffen zusammen den Reiz des Spiels.

Übrigens: Falls ihr nicht genug vom Spiel bekommen könnt, lässt euch The Evil Within nach dem Ende ein "Neues Spiel Plus" starten. Dann kann es gleich weiter gehen. Ihr nehmt in den neuen Durchgang das gefundene grüne Gel und alle verbesserten Attribute eurer Spielfigur mit. Und wenn ihr dann immer noch Lust auf Horror habt, dann schaut doch mal in diesen Artikel rein: "10 Horror-Spiele, auf die sich das Warten lohnt".

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Tags: Singleplayer   Horror   Uncut  

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