Test Tenchu - Fatal Shadows

von Clemens Eisenberger (02. Juni 2005)

Die "Tenchu"-Serie hat eine lange Geschichte. Der erste Teil erschien auf der Psone zuerst mit USK 18 Freigabe, dann mit 16er (trotzdem ungeschnitten) und wurde letztendlich sogar indiziert. Der neueste Teil der Serie erscheint gleich als USK 16 und ist ebenfalls unzensiert. Die Story ist auch nichts wirklich Neues. Ob das Spiel dennoch Spaß macht oder nicht, erfahrt ihr in unserem Test.

Horch´ was kommt von draussen rein...Horch´ was kommt von draussen rein...

Einer tötet aus Rache, der andere für Ehre!

Das Dorf des Ninja Rin wird komplett ausgelöscht. Klar, dass einem dabei etwas der Zorn hochsteigt. Zusammen mit Ajane macht er sich jetzt auf, an den Mördern seiner Freunde Rache zu nehmen. Wer diese Story "Neu und innovativ" findet hat in seinem ganzen Leben wahrscheinlich erst 2 Filme gesehen - im Disney-Channel. Wirklich interessant und spannend wird die Story nie, sie dient eigentlich nur als roter Faden, um die einzelnen Spielabschnitte miteinander zu verknüpfen. Zwischendurch bietet euch "Fatal Shadows" gewohnte Kost. Ihr schleicht euch am besten ganz unauffällig durch mäßig texturierte Levels und schlachtet eure Gegner möglichst ohne einen Laut zu verursachen ab. Dies ist leichter als es klingt: Ihr schleicht euch an einen Feind heran, wenn euch der nicht bemerkt hat drückt ihr in seiner Nähe die Quadrat-Taste und weg ist der Kerl. Am Ende der meisten Levels erwartet euch dann noch ein Bosskampf, der in den meisten Fällen aber nicht besonders schwer ist. Spielerische Unterschiede zwischen beiden Charakteren gibt es übrigens nicht.

...und horch´ wer ist schon eingedrungen!...und horch´ wer ist schon eingedrungen!

"Sag mal wo kommst du denn her..."

Die Grafik ist leider nur Durchschnitt. Die Texturen sind für aktuelle Verhältnisse etwas zu niedrig aufgelöst und die Charaktere sehen selbst in den Zwischensequenzen nicht wirklich atemberaubend aus. Die Bewegungen sind auch etwas steif geraten und die Soundeffekte sind ebenfalls nur Durchschnitt. Selbst bei aktiviertem Dolby Pro Logic 2 kommt kaum mehr Atmosphäre auf, als bei einem normalen TV Gerät. Die Soundeffekte sind zwar keine Offenbarung, aber auch kein Totalausfall. Wie bei der Grafik bewegen wir uns hier im Mittelmaß. Die Steuerung ist stellenweise etwas kompliziert, wer das Tutorial aber ernst nimmt, sollte selbst mit den schwierigsten Kombinationen keine Probleme haben. Ein paar Befehle, wie z.B. das Benutzen eines Gegenstandes, sind etwas zu aufwendig, was besonders bei Bosskämpfen nervt. Wenn man ein komplettes Level wiederholen muss, nur weil man beim Endkampf nicht rechtzeitig Heilung zu sich nehmen konnte, kommt schnell Frust auf. Die Gegner verhalten sich relativ dumm. Sie laufen gegen Wände, bleiben dann dort stehen und ihr könnt sie ganz leicht abschlachten. Andere wiederum bemerken euch nicht einmal wenn ihr direkt hinter ihnen steht, oder sehen euch schon von einem Kilometer Entfernung. Leider sind die Gegner dennoch gefährlich, wenn man einmal mit mehreren gleichzeitig kämpfen muss sieht man schnell den Game Over Bildschirm.

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