Test Call of Duty - Advanced Warfare: Konservativ in den Krieg der Zukunft

von Thomas Stuchlik (03. November 2014)

Man nehme die erfolgreichste Baller-Serie der Welt, mische sie mit einem charismatischen Gegenspieler und statte sie mit einem Superfähigkeiten-Exoskelett aus. Fertig ist Advanced Warfare.

Fortschrittliche Kriegsführung mit konservativem Hintergrund.Fortschrittliche Kriegsführung mit konservativem Hintergrund.

Die erfolgreichste Ego-Shooter-Reihe der Spielewelt drängt pünktlich zum Weihnachtsgeschäft mit einer neuen Episode auf euren Bildschirm. Klar, dass Activision wieder ein Komplettpaket schnürt, das aus Kampagne, Mehrspieler- und Koop-Modi besteht. Der diesjährige Teil Call of Duty - Advanced Warfare stammt aus dem Hause Sledgehammer Games, das bereits Call of Duty - Modern Warfare 3 mitentwickelt hat. Nicht nur das: Erstmals stecken drei (statt zwei) Jahre Entwicklungszeit in einem neuen "Call of Duty"-Teil.

Die Spielgeschichte setzt endlich an einem anderen Punkt an. Gewohntermaßen geht es erst um terroristische Aktivitäten, doch schnell wendet sich das Blatt. Schließlich tritt mit Jonathan Irons ein hinterlistiger Konzernchef auf den Plan. Selbiger wird brillant von Hollywood-Schauspieler und zweimaligem Oscar-Preisträger Kevin Spacey (Die üblichen Verdächtigen, American Beauty) dargestellt.

40 Jahre in der Zukunft stellt Irons mit seinem Militärunternehmen Atlas die mächtigste Privatarmee der Welt auf. Er nimmt auch Hauptdarsteller Mitchell unter seine Fitiche und lässt ihn für sich in gefährlichen Missionen arbeiten. Zumindest vorerst.

Globales Geballer

Spielerisch geht Advanced Warfare strikt nach dem Lehrbuch des Shooter-Genres vor. In 15 Kriegseinsätzen nehmt ihr anrennende Feinde aufs Korn und rennt von Deckung zu Deckung. Mittels Sturmgewehr oder Laserwumme schaltet ihr Gegner aus, um vorzurücken. Zwischendurch fordern kurze Schleicheinlagen lautloses Vorgehen. Ebenso steuert ihr an bestimmten Stellen Flugdrohnen, mit denen ihr über euer Team wacht und Gegner ausknipst.

Gleich geblieben ist die beschränkt intelligente Feindesschar, die krampfhaft nach Deckung sucht. Ebenso wie eure Soldatenkollegen, die oft nur vorgeben, euch auszuhelfen. In der Kriegskarriere besucht ihr zerstörte Stadtkulissen unter anderem in Seoul und Detroit. Ebenso steht eine Geiselbefreiung in Lagos und eine Terroristenjagd in einem Kernkraftwerk an.

Die teils sehenswerten Schauplätze führen rund um die Welt.Die teils sehenswerten Schauplätze führen rund um die Welt.

Die Schauplätze rangieren zwischen demolierten Straßenzügen mit miesem Wetter und schwer bewachten Industrieanlagen. Ego-Spezialisten kennen das zur Genüge. Interessanter wird es erst in der vierten Mission im sonnigen Griechenland. Hier wendet sich die Geschichte und es stehen euch spielerisch mehr Vorgehensweisen zur Verfügung. Schnell werdet ihr vom Jäger zum Gejagten, doch an dieser Stelle sei nicht mehr verraten.

Weiter mit: Klamotten zur Kriegsführung, Töten - Dominieren - Einnehmen

Tags: Multiplayer   Koop-Modus   Singleplayer   Splitscreen   Uncut   Science-Fiction  

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