Test CoD - AW - Technik - Sequenzen - Schnitte, Fakten, Meinung

Grafik, Sequenzen, Schnitte

Auf technischer Seite gefällt Advanced Warfare mit serientypischer Optik: unspektakulär, aber mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde. Bei der Kampagne fallen jedoch grobe Schatten und unschönes Einploppen von Objekten in der Distanz auf. Auch die Beleuchtung wirkt teils platt. Das von Sledgehammer Games selbstentwickelte Grafikgerüst hält zwar das optische Niveau des Vorgängers Ghosts, doch das haut niemanden vom Hocker.

Euer mysteriöser Arbeitgeber Irons besitzt mehr Profil als alle anderen Charaktere zusammen.Euer mysteriöser Arbeitgeber Irons besitzt mehr Profil als alle anderen Charaktere zusammen.

Die vorberechneten Zwischensequenzen überzeugen dagegen mit plastischer Grafik. Vor allem Atlas-Boss Jonathan Irons springt geradezu aus dem Bildschirm heraus. Selbige Sequenzen kaschieren außerdem die Ladezeiten. Leider sind die Charaktermodelle im laufenden Spiel bei weitem nicht so hübsch und detailreich anzusehen.

PS4-Nutzer freuen sich über eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Auf der Xbox One dagegen ist das Geschehen ein wenig unschärfer. Laut offizieller Aussage geht die Auflösung auf 1360 x 1080 Pixel herunter - je nach Spielsituation. Positiv zu erwähnen ist der geteilte Bildschirm, durch den zwei Spieler an einer Konsole online antreten dürfen.

Advanced Warfare erscheint auch in Deutschland ungeschnitten. Kein Wunder, schließlich finden sich kaum kontroverse Inhalte wie in manchen Vorgängern. Auch löblich ist die komplette deutsche Lokalisierung, die optional auf englisch gestellt werden kann. Daneben lässt die verbesserte Soundkulisse mit knackigen Explosionen und Schüssen die Muskeln spielen.

Fakten:

  • lineare Solo-Kampagne mit Höhe- und Tiefpunkten
  • Schauspieler Kevin Spacey als Fiesling überzeugt
  • wenig innovative Spielgeschichte
  • neuartiges Exoskelett bringt vielfältige Sprungfähigkeiten
  • Online-Schlachten sind dank alten Stärken und frischen Ideen ein echter Spaßbringer
  • viele Mehrspieler-Modi auf 13 Karten mit bis zu 18 Spielern
  • Ausrüstungssystem ähnlich wie in Black Ops 2
  • einfallsloser, aber unterhaltsamer Koop-Modus
  • durchweg flüssige Bildrate, optische Qualität schwankt jedoch
  • komplett deutsch, englische Sprachfassung ebenso enthalten
  • wie in den vorigen Teilen ist ein vierteiliger Season Pass für knapp 50 Euro geplant
  • erscheint voraussichtlich am 4. November 2014 für PC, PS4, Xbox One, PS3 und Xbox 360
  • nicht für Wii U geplant

Meinung von Thomas Stuchlik

Advanced Warfare birgt Licht wie Schatten. Die Kampagne liefert fünf bis acht Stunden gute Krachbumm-Unterhaltung mit einem brillant von Kevin Spacey dargestellten Bösewicht. Doch die Geschichte wirkt mitunter platt, der Spannungsbogen baut schnell ab, auch das Finale enttäuscht mich etwas. Spielerisch wagen die Macher keine Experimente - weder in der Erzählung, noch bei den Schauplätzen. Das militante Zukunftsszenario war in Black Ops 2 schon nicht sonderlich originell und ist es hier auch nicht.

Besser sieht es bei den Mehrspieler-Modi aus. Hier setzt der neue Teil auf bewährte Stärken und integriert perfekt die innovativen Funktionen des Exo-Anzugs. Die Sprungfähigkeiten wirken wie das passende Puzzleteil, das gefehlt hat. Der Wille zu ständig neuen Online-Runden ist dank motivierendem Beutesystem und Soldatenpersonalisierung garantiert. Dem kooperativen Modus fehlt dagegen Innovation. Mit einem eingespielten Vierer-Team und guter Absprache kommt viel Freude auf, doch wegen aufgewärmter Szenarien und fehlenden Ideen ist beim Exo-Überlebenskampf die Langzeitmotivation fraglich.

Auch technisch wirkt das Spiel trotz neuem Physik- und Grafikgerüst angestaubt. Gerade auf den neuen Konsolen wäre optisch sicherlich mehr drin gewesen. Doch trotz all der aufgezählten Schwächen rechtfertigen zumindest die Mehrspieler-Duelle den Kauf für Online-Kämpfer. Mir macht's Spaß.

82

meint: Das futuristische Szenario bringt dank Exo-Anzug und Sprungfähigkeiten frischen Wind in die Serie. Die spaßigen Online-Modi übertrumpfen die mäßige Kampagne.

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Tags: Multiplayer   Koop-Modus   Singleplayer   Splitscreen   Uncut   Science-Fiction  

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