Test Legend of Korra - Kämpfen in der Endlosschleife

Die Platinum-Formel

Dass sich die Hexen-Versteher von Platinum Games der Sache angenommen haben, lässt zunächst Gutes erhoffen. Tatsächlich fallen viele spielerische Parallelen zu dem kürzlich erschienen Bayonetta 2 auf.

Die Kombinationen sind nicht ganz so flüssig und dynamisch wie in Bayonetta 2, aber dennoch ganz ansehnlich.Die Kombinationen sind nicht ganz so flüssig und dynamisch wie in Bayonetta 2, aber dennoch ganz ansehnlich.

Das Spiel befördert euch von Kampf zu Kampf in acht Kapiteln, in denen ihr euch Medaillen verdienen könnt. Dank der zwei Angriffstasten reiht ihr Schlagkombos aneinander, die aber nie die Virtuosität eines Bayonetta 2 erreichen - Ausweichen, Springen und Kontern gibt es selbstverständlich auch.

Durch Drücken der Schultertasten wechselt ihr zwischen den vier Elementen, die sich unterschiedlich spielen. Wasser ist schnell und für den Fernkampf geeignet. Erde macht viel Schaden, ist aber langsam. Luft ist perfekt gegen Gegnertrauben. Feuer ist im Nahkampf praktisch.

Die Animationen sind gelungen und transportieren wunderbar die Individualität der einzelnen Kampftechniken. Problem bei der ganzen Sache ist, dass die Angriffskombos anfangs gerade mal aus drei Schlägen bestehen. Neue Angriffe erhaltet ihr durch das Aufleveln eines Elements oder aus dem Laden.

Deshalb entfaltet sich das Kampfsystem erst spät, um nicht zu sagen viel zu spät. Denn nicht vergessen: Eure Bändigerfähigkeiten sind anfangs blockiert. Im letzten Drittel des Spiels könnt ihr überhaupt erst alle Elemente einsetzen. Das ist insofern ärgerlich, weil die Blockade geschichtlich nicht verarbeitet wird. Zu einem bestimmen Zeitpunkt wird euch gesagt: "Hey Korra, Erdbändiger sind ja ziemlich gelassene Typen. Wenn du jetzt viermal einen Angriff konterst, bekommst du deine Erdbändiger-Fähigkeit zurück."

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Erde, Feuer, Wasser und viel Luft nach oben

Euch stehen also vier Elemente zur Verfügung, alle mit verschiedenen Eigenschaften. Was macht ihr also damit? Vielleicht Gegner erledigen, die nur gegen ein Element anfällig sind? Vielleicht Rätsel lösen, die den Gebrauch von unterschiedlichen Elementen voraussetzen? Das wären schon einmal zwei offensichtliche Möglichkeiten, die im Spiel komplett übergangen werden.

Na gut, hin und wieder haut ihr elementare Wände kaputt, um eine nutzlose Kiste zu öffnen.Na gut, hin und wieder haut ihr elementare Wände kaputt, um eine nutzlose Kiste zu öffnen.

Ihr werdet in einen Schlauch gesteckt und zwängt euch von Kampf zu Kampf zu Kampf ... Zu eurer Enttäuschung wird auch kräftig an der Gegnervielfalt gespart, von denen es gerade mal eine Handvoll gibt.

Ähnlich enttäuschend und sich wiederholend sind die Bosskämpfe, denn auch hier sind die Elemente eher zweitrangig - wichtiger und effektiver ist das Kontern. The Legend of Korra ist wie ein Kaugummi: am Anfang habt ihr Freude damit, doch nach zehn Minuten ist es nur noch zäh.

Zwischendurch wird der Klopperei ein Ausritt auf Korras Eisbärenhündin Naga gegönnt. Dabei weicht ihr Hindernissen aus oder springt über Abgründe - wenn ihr Temple Run kennt, wisst ihr, was euch erwartet. Einmal ist das ganz unterhaltsam, aber nicht drei- oder viermal.

Überhaupt sollte es kein Problem für euch sein, das Spiel in weniger als drei Stunden durchzuspielen! Es ist dennoch nicht unbedingt so, als könnte es sich The Legend of Korra erlauben, die Spielzeit durch repetitive Abschnitte zu strecken.

Ein Lichtblick ist die Umsetzung des Profi-Bändigens, einer populären Sportart im fiktiven Land Republica. In der Kampagne spielt ihr im Anfangskapitel eine Partie und schaltet nach dem Durchspielen einen extra Modus dafür frei. Schade, dass es hier keinen Mehrspieler- oder Onlinemodus gibt - denn so ganz alleine ist auch hier schnell die Luft raus.

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Tags: Singleplayer   DLC  

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