Test AC - Unity - App und Ingame-Käufe, Meinungen und Wertung

Smartphone-App und Ingame-Käufe

Sowohl in Watch Dogs als auch in Black Flag gab es via App eine spielerische Verbindung zwischen Smartphone und PC beziehungsweise Konsole. In AC Unity geht Ubisoft einen Schritt weiter. In jedem Viertel von Paris stehen blaue Kisten, die sich nur mit einem Smartphone öffnen lassen. Wer keines hat oder es dafür nicht nutzen möchte, schaut in die Röhre. Unschön!

Die Wachen warten nur auf einen Assassinen, der versucht einen Adligen zu meucheln.Die Wachen warten nur auf einen Assassinen, der versucht einen Adligen zu meucheln.

Ärgern braucht ihr euch trotzdem höchstens über die Aktion an sich, denn die Inhalte der Kisten sind absolut überflüssig. Es gibt bereits genügend Geld und Ausrüstung auf normale Weise zu erspielen. Gleiches gilt für die sogenannten Ingame-Käufe. In Unity können Spieler für echtes Geld sogenannte Helix-Credits kaufen. Damit lassen sich Waffen und Ausrüstung freischalten. Das lohnt sich aber nicht mal für sehr ungeduldige Spielernaturen. Alle anderen spielen sich die Gegenstände auf herkömmliche Weise frei, statt da für viel Zusatzgeld wenig Gegenwert zu bekommen.

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Fakten:

  • spielt während der Französischen Revolution
  • Paris und Versailles als Schauplätze
  • ihr übernehmt die Rolle des Assassinen Arno
  • Mehrspieler-Missionen
  • einige Missionen mit mehreren Lösungsmöglichkeiten
  • Künstliche Intelligenz mit Aussetzern
  • moderater Schwierigkeitsgrad
  • kleinere technische Probleme
  • überarbeitetes Klettern
  • manuelles Schleichen
  • Fähigkeiten, Waffen und Boni für individuellen Spielstil
  • anspruchsvollere Kämpfe
  • tolle Inszenierung
  • erscheint voraussichtlich am 13. November für PC, PS4 und Xbox One

Meinung von Stephan Petersen

Den Schauplatz finde ich großartig. Es macht Spaß, im revolutionären Paris virtuelle Gegner zu meucheln. Noch nie war ein Schauplatz in einem von Ubisofts Assassinen-Abenteuer derart opulent in Szene gesetzt. Das liegt zum einen an dem spannenden historischen Hintergrundgeschehen, zum anderen an der hervorragend und bis ins kleinste Detail umgesetzten Architektur dieser faszinierenden Stadt. Darüber hinaus ist die cineastische Inszenierung der Handlung wieder einmal hervorragend gelungen.

Mit seinen Neuerungen macht Assassin's Creed - Unity einen Schritt in die richtige Richtung. Kletter- und Kampfsystem sind anspruchsvoller und spielen sich auf Dauer motivierender. Das manuelle Schleichen sorgt für mehr Abwechslung. Bildschirmtode bei brachialem Vorgehen sind häufiger als bei den Vorgängern. Auch gefällt mir, dass ich mehrere Missionen auf unterschiedliche Weise meistern kann.

Dennoch: Auf Dauer ist mir der Schwierigkeitsgrad von Assassin's Creed - Unity zu einfach. Zu oft kann ich mich durch die Gegner metzeln. Erst recht, wenn ich genügend Geld gesammelt und mir die entsprechende Ausrüstung zugelegt habe. Auch die mittelmäßige Künstliche Intelligenz trägt ihren Teil zum her moderaten Schwierigkeitsgrad bei. In etlichen Situationen stellen sich Gegner allzu dümmlich an und lassen sich ohne Probleme meucheln. Spieler bekommen trotz fein dosierter Neuerungen somit ein typisches "Assassin's Creed"-Abenteuer – mit all seinen bekannten Stärken und Schwächen.

Meinung von Micky Auer

Schon kurz vor der Gamescom 2014 hatte ich die Gelegenheit, Assassin's Creed - Unity in Köln bei einer Presseveranstaltung von Ubisoft anzuspielen. Meine gesammelten Eindrücke findet ihr in der Vorschau Assassin's Creed - Unity: Freiheit, Gleichheit, Tödlichkeit.

Schon damals hat das Spiel einen hervorragenden Eindruck bei mir hinterlassen. Die optische Gestaltung vermittelt zu fast jedem Zeitpunkt den Eindruck, als würdet ihr mit Arno durch ein schweres, dunkles Ölgemälde schreiten. Jenseits dieser Schwere erwartet euch eine Steuerung, die leichtfüßiger nicht sein könnte.

Arnos Bewegungsabläufe wirken natürlicher und flüssiger als die seiner Assassinen-Brüder in den Vorgängerspielen. Die Missionen sind vielfältig, kleine aber durchaus feine Neuerungen erleichtern den Kampf gegen die Templer.

Die Koop-Variante des Spiels ist nichts für mich. Allerdings bin ich mir sicher, dass sie gerade Leuten, die gerne mit anderen Spielern im Team agieren, einen großen Anreiz geben wird. Durchdacht und ausgefeilt ist dieser Spielmodus allemal.

Vor allem aber hat mich das dampfende und dekadente Paris zur Zeit der Französischen Revolution beeindruckt. Ein Detailreichtum gepaart mit einer Farbpalette, die gleichzeitig die Düsternis im einfachen Volk und die Prunksucht der Oberschicht widerspiegelt, entführt euch in eine lebendige Geschichtsstunde.

Den sporadisch auftretenden technischen Schluckauf kann ich einstweilen verschmerzen, zumal er nicht störend auf den Spielfluss wirkt. Trotzdem hoffe ich, dass mit der großen Aktualisierung zum Verkaufsstart auch dieser noch ausgebügelt wird. Assassin's Creed - Unity ist schön (profan ausgedrückt). Das Spiel hat es verdient, in seiner ganzen Pracht von euch genossen zu werden.

88 Spieletipps-Award

meint: Neue und alte Ideen vereint. Im Kern aber ein typisches Assassinen-Abenteuer in prunkvoller Umgebung.

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Tags: Multiplayer   Singleplayer   Koop-Modus  

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