Test Super Smash Bros. - Die Amiibos und die Smash Tour

Smash Bros. zum Anfassen: Die Amiibos

Gänzlich neu in Smash Bros. sind die Amiibos. Dabei handelt es sich um kleine, hübsch gestaltete Figuren berühmter Nintendo-Charaktere. Die nutzen die NFC-Technik der Wii-U (kurz für "Near Field Communication", eine Datenübertragung per Funk über kurze Distanzen). Mit 15 Euro pro Figur allerdings ein kostspieliger Spaß.

Ingo Kreutz von Nintendo (links) und spieletipps-Redakteur Micky beim Probespielen. Seht mal, wer ihnen dabei zusieht!Ingo Kreutz von Nintendo (links) und spieletipps-Redakteur Micky beim Probespielen. Seht mal, wer ihnen dabei zusieht!

Sie funktionieren ähnlich wie die Figuren in Skylanders Trap Team und Disney Infinity. Sprich, jedes Amiibo speichert Daten und lässt euch eine Figur in die Schlacht schicken. Diese agieren ohne euer Zutun in Kämpfen. Und zwar online ebenso wie offline.

Nach getaner Arbeit kehren die Amiibos hoffentlich siegreich aus den Weiten des Internets zu euch zurück und haben Geschenke im Gepäck. Darunter befinden sich in erster Linie Gegenstände für eure virtuelle Sammlung. Denn auch das gehört zur Tradition: Es gibt unzählige Bilder, Gegenstände und Informationen zu sammeln. Dadurch erklärt sich auch das weiter oben erwähnte Nintendo-Lexikon. Denn jeder gesammelte Gegenstand beschert euch einen recht umfangreichen Texteintrag.

Die Amiibos sind mit einer nicht zu unterschätzenden Künstlichen Intelligenz ausgestattet. Sie lernen aus dem Kampfverhalten anderer Spieler, gegen die sie antreten. Rollenspieltypisch starten sie auf Level 1 und steigen durch siegreiche, aber auch durch verlorene Kämpfe im Rang auf. Dadurch werden sie stärker, schneller und vor allem anpassungsfähiger. Sind sie auf niedriegen Stufen noch Kanonenfutter in der Arena, können sie zu geschickten Kämpfern heranwachsen, die dann potentiellen Herausforderern nach allen Regeln der Kunst den Hosenboden strammziehen.

Schade nur, dass sich die Funktion der Amiibos auf ihre automatische Kampfteilnahme beschränkt. Selbst steuern könnt ihr eure hochgezüchteten Kämpfer nämlich nicht. Zumindest aber lassen sich die Daten der Amiibos auch auf die 3DS-Version des Spiels übertragen. Die NFC-Technik erweist sich dabei als zuverlässig, schnell und unkompliziert. Während es bei der Wii-U reicht, eine Figur kurz auf den Tablet-Controller der Konsole zu stellen, braucht ihr dagegen für die 3DS-Variante ein separat erhältliches Portal.

Amiibos ins Spiel zu integrieren ist eine hübsche Idee. Lediglich die Umsetzung ist etwas platt geraten. Mehr Interaktion wäre ein Pluspunkt gewesen, wodurch das Spiel einen großen Sprung nach vorne gemacht hätte. Diese Prüfung besteht Super Smash Bros. lediglich mit einem "Befriedigend".

Dieses Video zu Super Smash Bros. schon gesehen?

Leb wohl, Subraum-Emissär

Erinnert ihr euch noch an den Subraum-Emissär in Super Smash Bros. Brawl auf der Wii? Dabei handelt es sich quasi um einen Kampagnen-Modus im Stile eines klassischen 2D-Hüpfspiels. Dieser Spielmodus war so beliebt, dass sich viele Spieler eine Fortsetzung der mit aufwändig gestalteten Zwischensequenzen versehenen Hüpferei gewünscht haben. Dieser Wunsch bleibt jedoch unerfüllt.

Eines der Spielbretter in der Smash Tour.Eines der Spielbretter in der Smash Tour.

Stattdessen bekommt ihr die Smash Tour beschert. Ein durchaus schnelles und actionreiches Brettspiel, das in seinen Grundzügen ein wenig an Mario Party erinnert. Smash Tour bietet einige neue Ideen, die es vom eher gemächlichen Ablauf eines herkömmlichen Brettspiels unterscheiden. Irgendwie fügt es sich aber nicht richtig in die sonst so schnelle und spaßige Umgebung des Hauptspiels ein. Einem direkten Vergleich mit dem Subraum-Emissär kann es schon gar nicht standhalten.

Grundsätzlich geht es darum, auf einem Spielbrett (ihr könnt aus drei Größen wählen) auf die begehrten Felder zu gelangen, auf denen ihr Kämpfer erhaltet. Mit denen tretet ihr nach dem letzten Zug nämlich gegen einen Boss-Gegner an. Eure Mitspieler wollen das aber auch, und gezogen wird gleichzeitig. Gerangel um den besten Platz auf dem Brett sind also unvermeidlich.

Dazwischen erwarten euch Geschicklichkeitstests, kurze Kämpfe und Zufallsüberraschungen (neue Wege, veränderte Zugzahlen, Boni oder Abzüge). Es ist durchaus nett und macht auch kurzzeitig Spaß, aber so richtig knallig wird es nie sein. Die Motivation, immer wieder in Smash Tour anzutreten, hält sich in Grenzen. Dieser Teil des Spiels schneidet bestenfalls mit einem schwachen "Befriedigend" ab.

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Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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