Wolfenstein - The New Order: Auf dem Weg zu Wolfenstein 2

(Special)

von Joachim Hesse (07. Dezember 2014)

Das Spiel mit dem Skandalimage. Im Gespräch mit einem der Kreativköpfe des Ego-Shooters geht es jetzt dem Mythos Wolfenstein auf den Grund.

Ende Mai beherrscht ein Thema die Videospielgemeinde: „Wolfenstein“ hier, „New Order“ dort. Die Worte dröhnen vom Entertainment-Himmel wie die alljährliche Nummer 1 des Gewinners von Deutschland sucht den Superstar. Ein gutes, halbes Jahr ist das inzwischen her. Heute spricht kaum noch jemand über den Ego-Shooter aus Schweden. Nicht weil das verboten wäre, es juckt nur keinen mehr. Das Scheinwerferlicht leuchtet längst dem nächsten Spielspaß-Messias.

Wolfenstein - The New Order teilt das Schicksal tausender Spiele. Trotz bekanntem Namen, trotz überzeugender Qualität. Hätten die Entwickler diesem Kreislauf der Medienwelt trotzen können? Durch einen Mehrspieler-Modus etwa? Vielleicht. Doch Tommy Tordsson Björk von den Machern Machine Games steht zu der Entscheidung. Im Gespräch mit spieletipps lüftet der für Dramaturgie und Texte des Spiels zuständige Gestalter jetzt noch einige Geheimnisse.

Who the fuck is Jestem?

Fangen wir doch direkt mal mit einer besonders dringenden Frage an, die natüüüürlich jedem aufmerksamen Spieler von Wolfenstein auf der Zunge brennt. In New Order stellt sich die Hauptfigur als „Jestem William J. Blazkowicz“ vor. Jestem? Noch nie gehört. „William J.“ als Langform für den Spitznamen „B.J.“ ist Wolfenstein-Kennern noch geläufig. Doch was hat es mit diesem unbekannten Vornamen „Jestem“ auf sich?

"Wer sind Sie?", fragt die Fahrerin. Die Antwort: "Jestem William J. Blazkowicz.""Wer sind Sie?", fragt die Fahrerin. Die Antwort: "Jestem William J. Blazkowicz."

Darauf weiß Björk die Antwort: „Nun, B.J versteht ein bisschen Polnisch weil seine Mutter die Tochter eines polnischen Immigranten war. Jestem bedeutet 'Ich bin' auf Polnisch. Also sagt er 'Ich bin William J. Blazkowicz' als er sich Anya das erste Mal vorstellt.“ Gut, das ist wohl im Gewirr der Untertitel etwas missverständlich. Also dann erst mal einen Blick auf das Gesamtwerk.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel. Es war von Anfang bis Ende eine tolle Reise“, erklärt Björk. „Natürlich gibt es immer wieder Punkte, die man gerne noch verbessern möchte, aber irgendwann muss man einen Schritt zurückgehen und sich das Gesamtbild anschauen und sagen 'Ok, das ist richtig gut'. Wenn man so lange an einem Spiel arbeitet, verliert man sich in den kleinen Einzelheiten, die man ewig aufhübschen könnte.“

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B.J. Blazkowicz in Wolfenstein - The New Order und The Old Blood

„Ein Mehrspieler-Modus hätte zu viel Energie aus der Entwicklung des Einzelspieler-Modus gekostet. Für uns ist der Einzelspieler das Wichtigste.“ Spaß macht die Sache alleine, das beweist nicht zuletzt der Test „Superbeton und geplatzte Köpfe“. Doch in Bezug auf das Dauerbrennerthema hätte wahrscheinlich auch ein zusätzlicher Online-Modus das Unvermeidliche nur hinausgezögert. Selbst perfide „Free 2 Play“-Mechanismen verhindern nicht, dass sich das Karussell weiterdreht. Neues Spiel, neues Glück. Und im Prinzip ist das auch gut so.

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Tags: Uncut   Onkel Jo  

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