Test Phoenix Wright - Ace Attorney Trilogy: Recht und Ordnung in 3D

von Sandra Friedrichs (16. Dezember 2014)

Hobby-Juristen aufgepasst: Ihr dürft euch auf lange und witzige Fälle freuen: Ace Attorney Trilogy enthält die ersten drei Hauptspiele mit Phoenix Wright.

Einspruch!Einspruch!

Mist, das war's. Der Zeuge hat eine überzeugende Aussage im Gerichtssaal abgeliefert. Ihr wisst, dass diese Person schuldig ist, müsst es ihm aber noch nachweisen. Doch wie? Langsam geht ihr seine gesamte Zeugenaussage noch einmal durch. Irgendwo muss es doch einen Widerspruch geben, mit dem ihr den Zeugen im Kreuzverhör in die Mangel nehmen könnt.

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Phoenix Wright Trilogy - So sieht die Neuauflage aus

Der Fall (Anmerkung der Redaktion: keine Sorge, das ist gleich der zweite Fall. Also keine riesige Sache oder Spoilergefahr): Eine gute Bekannte von euch wurde von diesem Zeugen ermordet. Er stellt es bislang aber so dar, dass er den Mord von einem Fenster gegenüber aus beobachtet hat und ihr der Mörder seid. Deswegen wollt ihr im Kreuzverhör seine Schuld beweisen.

Ihr stockt einen Moment. Hat der Zeuge eben gerade gesagt, dass er die Glaslampe gesehen hat? Ihr schaut auf den Zimmerplan, in dem der Mord stattgefunden hat. Wie konnte er die Lampe gesehen haben, wenn sie doch nicht am Fenster stand und zu Bruch gekommen ist? Er musste also in dem Zimmer gewesen sein, weswegen er die Lampe kennt! Ihr geht in die Vollen mit dieser Überlegung und habt ihn in eure Schlinge genommen. Der Zeuge wirkt merklich nervös und zeigt langsam sein wahres Gesicht. Doch bis dahin gilt es, seine Schuld weiter zu untermauern.

Alles, was (japanisches) Recht ist

So fällt der typische Ablauf der Gerichtsserie Phoenix Wright aus. Das Spiel für Hobbyjuristen bringt euch als Verteidiger mit Igelfrisur und blauem Anzug vor den Richter. Im Gerichtssaal versucht ihr, die Unschuld des Angeklagten zu beweisen. Im Anime-Stil und textlastigen Dialogen läuft so jeder Einzelfall ab, der jeweils rund zwei Stunden in Anspruch nimmt.

Phoenix Wright will die Unschuld der Angeklagten beweisen.Phoenix Wright will die Unschuld der Angeklagten beweisen.

Dieses ungewöhnliche Spielkonzept besitzt seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 2006 mit Phoenix Wright - Ace Attorney eine große Anhängerschaft. Auch die nächsten beiden Teile der Hauptreihe Justice for All sowie Trials and Tribulations halten an dieser Spielidee fest und fordern euer Kombinationstalent mit kniffligen Fällen nebst überzeichneten und witzigen Charakteren heraus.

Ihr solltet aber keinesfalls ein Spiel erwarten, das sich mit deutschen juristischen Maßstäben vergleichen lässt. Serienschöpfer Shu Takumi will damit satirisch das japanische Recht reflektieren. Demnach stehen keine Paragrafen und Gesetze im Vordergrund, sondern das reine Logikvermögen. Für ein Spiel macht sich das wunderbar, doch wenn ihr bedenkt, dass das japanische System voll mit hochnäsigen Anwälten und inkompetenten Polizisten sein soll, wirkt das sehr befremdlich.

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