Das Rocksmith-Experiment: Klappt das wirklich, mit dem Spiel Gitarre zu lernen? - Das Lernprinzip und der Lernprozess

(Kolumne)

Das Lernprinzip

Ein digitaler Lehrer

Schaut man sich in der Literatur oder im DVD-Regal um, findet man eine Unzahl an Möglichkeiten, Gitarrespielen zu lernen. Dabei erscheinen jährlich neue Kombinationen aus Büchern und CDs und mit ihnen immer wieder neue Herangehensweisen, die den Lernprozess vereinfachen wollen.

Rocksmith nimmt euch von Anfang an bei der Hand und kombiniert die eigene Entscheidungskraft mit klaren Vorgaben. Zu diesem Zweck gibt es zu jeder Zeit drei Missionen. Diese könnte man auch als Empfehlungen verstehen, doch schnell wird klar, dass das Abschließen dieser Missionen dem letztendlichen Ziel näher bringt. Die anfänglichen Missionen legen dem Spieler näher, bestimmte Lieder zu spielen und sich bestimmte Lektionen anzuschauen.

Letztere sind eine Mischung aus Video-Anleitung und Selbstversuchen. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Bis jetzt vermisse ich eine wichtige Information im Spiel. Zu keiner Zeit wird mir erklärt, wie ich schnell umgreifen kann. Auch Tipps zu schief klingenden Töne erhalte ich nicht. Letztendlich habe ich eben eine Software vor mir und keinen echten Lehrer.

Der Lernprozess - Jeder Ton ergibt ein Lied

Innerhalb der Lieder spart Rocksmith nicht mit Lernerfolgen. Spiele ich ein Lied zum ersten Mal, werden einzelne Töne angezeigt, die in das Lied passen. Um diese zu spielen, müssen die Saiten einzeln angeschlagen werden. Hin und wieder hält man eine Saite zusätzlich an einer bestimmten Stelle des Stegs nach unten.

Da die Töne zum Lied passen, bekommt man langsam ein Gefühl für das Lied sowie ein erstes Verständnis über den Aufbau der Melodie. Sobald das Spiel erkennt, dass ich die gezeigten Töne hauptsächlich sicher treffe, kommen automatisch mehr Töne hinzu und manche der bisher gezeigten Noten werden nun durch Akkorde ersetzt. So steigert sich der Schwierigkeitsgrad konstant und führt den Spieler schrittweise zum vollständigen Lied.

Verständlicherweise habe ich mich bereits früh dazu entschieden, ein Lied vollständig zu lernen. Klar, ich möchte ja schließlich so bald wie möglich auch ohne Spiel zeigen, dass ich Gitarre spielen kann. Doch so leicht ist das nicht. Selbst die Lieder, die als leicht angezeigt werden, haben es für einen Neuling wie mich immer noch in sich. Aus diesem Grund und aufgrund der Missionen, die Rocksmith für mich bereithält, wächst mein Repertoire. Dabei liegt mein Fortschritt innerhalb der einzelnen Lieder im Bereich von 5 % bis 40 %.

Innerhalb eines Lieds gibt es zu jederzeit drei Aufgaben. Erfüllt man eine der Aufgaben, bekommt man an deren Stelle eine neue Aufgabe. Ähnlich wie die Missionen führen diese Aufgaben zu einem besseren Verständnis bezüglich der Möglichkeiten im Spiel. Eine der wichtigsten Aufgaben ist der Riff-Repetitor. Erkennt das Spiel, dass ein bestimmter Teil des Liedes noch nicht verstanden wurde, rät es einem zu einer Sonderlektion über eben diesen. Schnell wird klar, dass der Riff-Repetitor eines der wichtigsten Werkzeuge ist, wenn man ein Lied komplett lernen möchte. Hier kann ich einen bestimmten Abschnitt im Lied so lange üben bis ich ihn verstanden habe. Dabei kann ich die Schwierigkeitsstufe und die Geschwindigkeit selbst festlegen.

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