Test Life is Strange - Entspannter Spielablauf

Charakter-Frage

Auch die unterschiedlichen Charaktere machen Lust auf mehr - selbst dann, wenn sich die Entwickler an den typischen Highschool-Klischees bedienen. So gibt es den reichen Schnösel, die abgedrehte Zicke und zahlreiche Außenseiter, die unter der Tyrannei der elitären Gruppen leiden.

Chloe ist Max frühere beste Freundin und eine der interessantesten Charaktere.Chloe ist Max frühere beste Freundin und eine der interessantesten Charaktere.

Dennoch liefert jeder Charakter seine eigene, kleine Geschichte, die Charme versprüht und uns auf weitere Hintergrundinformationen hoffen lässt. Vor allem Max' ehemals beste Freundin Chloe weckt Interesse.

Die junge Punkerin hängt ihre rebellische Flagge offensichtlich in den Wind und schleppt dennoch Geheimnisse mit sich herum, die sie in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnten. Allein der Kleinkrieg, den sie mit ihrem militanten Stiefvater austrägt, strotzt nur vor Dramapotenzial in zukünftigen Episoden.

Einzig die Protagonistin Max selbst bereitet zum Start der Episode eher Kopfzerbrechen. Zu schnell findet sie sich mit den neugewonnenen Fähigkeiten ab, nur um später wieder an der Realität zu zweifeln. Die Situation wirkt widersprüchlich und ist dem plötzlichen Einstieg in das Adventure geschuldet. Das zeigt sich ebenfalls, als sie ihre ehemals beste Freundin Chloe erst auf den zweiten Blick und offenbar völlig spontan wiedererkennt. Dafür hätten die Entwickler, dank des ruhigen Spielverlaufs, ruhig Zeit nehmen können.

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Ruhig und entspannt

Die erste Episode bleibt von der Grundstimmung durchweg entspannt. Das wird vor allem Kennern des Genres sauer aufstoßen, die mit den Adventures von Telltale einen hohen Anteil an Action gewohnt sind.

Life is Strange gibt euch ausreichend Zeit, eure Umgebung zu entdecken.Life is Strange gibt euch ausreichend Zeit, eure Umgebung zu entdecken.

In Life is Strange gibt es keine hastigen Knopfdruck-Sequenzen, wilde Kämpfe oder viel Pixelblut. Hier liegt der Fokus einzig auf der Geschichte und den Charakteren. Das ganze geht ein bisschen in Richtung Heavy Rain. Und auch das ist erfrischend anders und bringt Abwechslung in das moderne Adventure-Genre.

Zudem habt ihr durch den behutsamen Spielablauf ausreichend Zeit, alle Optionen auszuprobieren. Nur in wenigen Situationen steht ihr wirklich unter Zeitdruck. Das kommt auch dem Rhythmus und Spielzeit der gesamten Episode zugute. Bis auf den Start wirkt nichts gehetzt oder übereilt und trotzdem bleibt die Handlung interessant.

Weiter mit: Detailverliebte Welt für zwei Stunden

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