Test Majoras Mask 3D - Meinung und Wertung

Fakten:

Meinung von Micky Auer

15 Jahre ist es nun schon her, seit ich zuletzt durch die bedrohliche und dem Untergang geweihte Welt von Majora's Mask gewandert bin. 15 Jahre, seit ich mir handgeschriebene Tabellen angelegt habe, in denen ich notiert habe, welche Person ich zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort vorfinde. Strategien, Zeitmanagement und Ablaufdiagramme inklusive. Was wie eine langweilige Präsentation für eine Produktionsbesprechung klingt, sind tatsächlich nützliche Hilfsmittel zum Meistern dieses Abenteuers. Was bin ich froh, dass ich all diese Aufzeichnungen noch habe!

Denn The Legend of Zelda - Majora's Mask fesselt mich heute noch genau so wie damals. Ich gehe auf die Jagd nach neuen Masken, erfülle Aufträge und hau dicken Bossgegnern aufs Geweih. An jedem Tag, der im Spiel immer wieder von neuem anbricht, komme ich ein kleines Stück voran. Und dabei lässt mich die bedrückende Atmosphäre und die Aussicht auf ein schreckliches Ende der Welt keine Sekunde aus ihren Fängen.

Die sorgfältig überarbeitete Neuauflage macht einen Wiedereinstieg in das Abenteuer für jeden Kenner aufs Neue schmackhaft. Doch auch grafikverwöhnte Spieler dürfen einen Blick riskieren. Denn die Komposition des Abenteuers ist ein Musterbeispiel an durchdachten Abläufen. Zeitliche Routinen von Spielfiguren kennt ihr auch aus Spielen wie Fallout 3, Skyrim oder dem weniger bekannten Radiata Stories. Doch in keinem Spiel sind diese Routinen von so eminenter Wichtigkeit wie in Majora's Mask. Der Kampf gegen die Zeit ist hier bestimmendes Element.

Stellt euch ein Gemälde vor, in dem die Zeit das Zentrum der darstellerischen Aussage bildet. Alle anderen Komponenten des Bildes beugen sich diesem Punkt und arbeiten quasi Hand in Hand, um ein stimmiges Gesamtkonzept zu vermitteln. Genau das trifft auf Majora's Mask zu. Die Herren Aonuma und Miyamoto haben damals sicherlich mit rauchenden Köpfen über dem Konzept gebrütet. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Denn Majora's Mask ist tatsächlich im Lauf der Jahre vom frischen Tropfen zum edlen Wein gereift.

Die Neuauflage ist trotzdem nicht perfekt. Jedoch sind die "Schwachstellen", wenn man sie so nennen will, lediglich Bestandteile des Originalspiels, die im Jahr 2000 vollkommen in Ordnung waren. Eine Überarbeitung wäre möglich gewesen, ist aber nicht unbedingt nötig. Sie hätte lediglich noch etwas mehr Sahne auf dem Kuchen bedeutet.

Wichtiger sind die Neuerungen, bei denen sich Nintendo Mühe gegeben hat. Die nützliche Einbindung des unteren Bildschirms auf dem 3DS sowie die gut inszenierte 3D-Grafik öffnen eine neue Tür in ein bekanntes Abenteuer. Alles in allem darf ich hierfür Nintendo anerkennend auf die Schulter klopfen. Gut gemacht! Bitte mehr davon!

93 Spieletipps-Award

meint: Grandios inszeniertes Zeitreise-Abenteuer. Die Neufassung glänzt durch dezente und sinnvolle Änderungen und öffnet eine neue Tür in ein bekanntes Abenteuer.

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Tags: Eiji Aonuma   Fantasy   Singleplayer   Shigeru Miyamoto   Remake  

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