Schnitte in Videospielen, Teil 1: Pixelblut und Gewalt - Left 4 Dead, Soldier of Fortune 2

(Special)

Left 4 Dead

  • erschienen: 2008
  • für: PC, Xbox 360

Bei Valves Zombie-Hatz Left 4 Dead ist der erste Schnitt schon zu sehen noch bevor ihr das Spiel einlegt. Denn auf dem Titelbild der Verpackung prangt normalerweise eine verstümmelte Hand (der Daumen ist weggerissen). Doch für die deutsche Fassung ist die Hand unversehrt und der Daumen nur abgewinkelt.

Schon das Titelbild ist für deutsche Spieler gekürzt.Schon das Titelbild ist für deutsche Spieler gekürzt.

Nach dem gekürzten Einführungsvideo offenbaren sich die typischen Schnitte: weniger Blut, weniger Splattereffekte und ihr könnt Untoten keine Gliedmaßen oder Köpfe mehr wegballern. Ebenso wird auf abtropfende Blutspritzer auf dem Bildschirm verzichtet. Außerdem lösen sich Zombies nach ihrem Ableben in Luft auf. Das wirkt sich jedoch nachteilig auf den weiteren Spielverlauf aus, denn so erkennt ihr nicht, wo ihr bereits gewesen seid.

Mittels Molotov-Cocktail oder Benzin könnt ihr Untote auch in der deutschen Version in Flammen setzen. Doch während diese in der internationalen Fassung noch als lebende Fackel weiter herumlaufen, sterben diese hierzulande schnell weg und verschwinden.

"Xbox 360"-Besitzer sind mit noch mehr Schnitten konfrontiert, obwohl das Spiel ebenso "Ab 18 Jahren" freigegeben ist. Neben einem noch weiter gekürzten Intro wurde das bereits reduzierte Blut grün gefärbt. Eure Kollegen dagegen bluten grauen Lebenssaft, ebenso sind Blutlachen gräulich.

Soldier of Fortune 2

  • erschienen: 2002
  • für: PC, Xbox

2002 betreibt Activision besonders viel Aufwand, um den Brutalo-Shooter Soldier of Fortune 2 für PC auch in Deutschland zu veröffentlichen. Denn für dieses makabere Ballerspiel wurden nicht nur die üblichen Bluteffekte eliminiert, sondern auch die Spielwelt auf den Kopf gestellt.

Statt Menschen bekämpft ihr Roboter, die nicht bluten, sondern Funken sprühen. (Bild von schnittberichte.com)Statt Menschen bekämpft ihr Roboter, die nicht bluten, sondern Funken sprühen. (Bild von schnittberichte.com)

Für die deutsche Fassung haben die Macher alle enthaltenen Spielcharaktere durch Roboter ersetzt. Statt Menschen habt ihr es nur mit blechernen Androiden zu tun. Infolgedessen ist auch die Geschichte angepasst: In einer Paralleldimension haben Roboter die Menschen ausgerottet und errichten ihre eigene Zilivisation. Damit entfällt auch das Bildschirmblut und ein Großteil der Gewalt. Bei gegnerischen Treffern seht ihr statt Blutspritzern nur Metallfunken fliegen.

Oft genug sehen die Darsteller jedoch aus, als hätten sie einfach nur eine graue Hautfarbe - vor allem in Zwischensequenzen. Daneben erweisen sich die Roboter als weit stabiler als Menschen, denn deren Körperteile können nicht mehr abgetrennt werden. Ebenso entfällt das makabere Aufschlitzen, die Todesschreie sowie Sterbeanimationen der Feinde.

Doch nun der Hammer: Die später folgende Xbox-Version kommt ungeschnitten nach Deutschland! Plötzlich gibt es im Spiel wieder Menschen und Bluteffekte. Allerdings ist die Konsolenfassung in Sachen Gewalt und Grafik abgeschwächt im Vergleich zum PC-Original.

Weiter mit: Blood Rayne 2, The Orange Box

Tags: Uncut  

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