Schnitte in Videospielen, Teil 1: Pixelblut und Gewalt - Bulletstorm, Silent Hill Homecoming

(Special)

Bulletstorm

  • erschienen: 2011
  • für: PC, PS3, Xbox 360

Der amerikanische Fernsehsender Fox bezeichnete das bunt-brutale Action-Spektakel Bulletstorm von 2011 als das "schlimmste Videospiel der Welt". Die völlig überzogene Aussage wird dem Spiel zwar nicht gerecht, dennoch müssen deutsche Spieler mit einer drastisch gekürzten Fassung Vorlieb nehmen.

So sollte Bulletstorm eigentlich aussehen, aber nicht hierzulande.So sollte Bulletstorm eigentlich aussehen, aber nicht hierzulande.

Dass jegliche Darstellung von Blut zensiert ist, daran haben sich Spieler vielleicht schon gewöhnt. Doch dass bereits herumliegende Leichen verschwinden, ist echt skurril. Vor allem da diese eine Rolle in der Geschichte um einen Flugzeugabsturz spielen. Da verwundert es auch nicht mehr, dass jegliche Splattereffekte fehlen. Dass die Gewalt jedoch völlig übertrieben und unrealistisch dargestellt ist, stört den deutschen Jugendschutz scheinbar nicht.

Auch nicht zu sehen sind die Auswirkungen eurer Spezialattacken. Gegner lassen sich an Kakteen aufspießen, an Ventilatoren zerlegen oder an Stromkabeln bruzeln. Die Aktionen sind in der deutschen Version zwar enthalten, jedoch werden diese verharmlost ohne Blut und Schmerzenschreie dargestellt.

Silent Hill - Homecoming

  • erschienen: 2009
  • für: PC, PS3, Xbox 360

Es ist traurig, dass einer der jüngeren Teile der "Silent Hill"-Reihe in Deutschland massiv gekürzt wurde. Schließlich ist Konamis Grusel-Serie nicht wegen ihrer Gewalt, sondern gerade wegen ihres subtilen Psycho-Horrors berühmt geworden. Doch das unter Anhängern unbeliebte Silent Hill - Homecoming fällt aus dem Rahmen und ist in Deutschland geschnitten.

Mit der Axt könnt ihr schlimme Attacken ausführen, aber nicht in der deutschen Version (Bild von schnittberichte.com).Mit der Axt könnt ihr schlimme Attacken ausführen, aber nicht in der deutschen Version (Bild von schnittberichte.com).

Homecoming ist schon der zweite Serienableger, der nicht bei Konami in Japan entstanden ist. Statt origineller Geschichte setzen die Macher von Double Helix lieber auf explizite Gewaltdarstellung. Nicht jedoch für Deutschland, denn hier sind vor allem Tötungsaktionen gekürzt worden. So dürft ihr menschlichen Gegnern nicht die Kehle aufschlitzen oder eine Axt in deren Kopf treiben.

Ebenso hat der Entwickler einige Spielsequenzen entschärft, vorrangig eine Folterung, in der ihr selbst das Opfer seid. Euer Peiniger, die Richterin Holloway, macht sich beispielsweise mit einer Bohrmaschine an eurem Knie zu schaffen. Ebenso versucht sie mit dem Werkzeug euer Auge zu malträtieren. Zuletzt dreht ihr jedoch den Spieß um und nutzt die Bohrmaschine während einer äußerst blutigen Racheaktion an ihr. Doch all diese Szenen fehlen in der deutschen Version oder sind nur angedeutet.

Weiter mit: Borderlands, Turok

Tags: Uncut  

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