Schnitte in Videospielen, Teil 1: Pixelblut und Gewalt - Borderlands, Turok

(Special)

Borderlands

  • erschienen: 2009
  • für: PC, PS3, Xbox 360

Entwickler Gearbox Software plante für das Ego-Abenteuer Borderlands eigentlich eine realistische Optik. Doch klugerweise satteln die Macher schnell auf Comic-Grafik (auch "Cel-Shading" genannt) um, um den Humor und eigenständigen Stil zu unterstreichen. Doch auch diese Stilisierung reichte nicht aus, damit das Spiel hier ungekürzt erscheint.

Elektroschocks gelten als einer der fiesesten Angriffe im Spiel, sind aber in Deutschland zensiert. (Bild von schnittberichte.com)Elektroschocks gelten als einer der fiesesten Angriffe im Spiel, sind aber in Deutschland zensiert. (Bild von schnittberichte.com)

Mal wieder fehlt das Bildschirmblut bei menschlichen Gegnern. Ebenso wie Splattereffekte, mit der die Ballerei wahrlich nicht spart. Körperteile lassen sich nicht mehr einzeln wegballern, auch beim Überfahren von Gegnern fallen diese einfach nur um und hinterlassen keine Blutwolke. Fackelt ihr Gegner ab, kippen diese ebenfalls nur um. In der internationalen Version zerfallen die Gegner dagegen nach und nach.

Ähnliches gilt bei Angriffen mit Säure, die Feinde eigentlich bis zum Gerippe auflöst. Nicht jedoch in Deutschland. Eine besonders fiese Attacke fehlt ebenso: der Elektroschock. Im Original zappelt das Gegenüber vor Schmerzen, während sich sein Körper langsam auflöst. All das ist für deutsche Spieler jedoch nicht zu sehen. Interessant aber, dass der Nachfolger Borderlands 2 ungekürzt hierzulande erscheint.

Turok

  • erschienen: 1996
  • für: N64, PC

Schnitte in Videospielen sind ein Thema, das Spieler bereits im letzten Jahrtausend plagte. Ein gutes Beispiel dazu ist das Startspiel Turok - Dinosaur Hunter für Nintendo 64. Hier mussten die Macher erheblich für den deutschen Markt kürzen.

Statt muskulöse Soldaten bekämpft ihr von Anfang an Robotergegner. (Bild von schnittberichte.com)Statt muskulöse Soldaten bekämpft ihr von Anfang an Robotergegner. (Bild von schnittberichte.com)

Die Kürzungen beginnen schon bei der Spielepackung. Auf dem Titelbild bekämpft der indianische Hauptdarsteller einen Raptor-Dinosaurier. Doch in Deutschland wurden das Blut und klaffende Wunden am Helden zensiert. Für das Spiel selbst betreiben die Entwickler noch mehr Aufwand: Es fehlt nicht nur Blut, auch alle menschlichen Gegner sind durch Roboter ersetzt - ganz ähnlich wie bei Soldier of Fortune 2.

So begegnet ihr keinen Soldaten oder Eingeborenen, sondern nur Blechdosen. Deshalb bekämpft ihr die normalerweise erst in Level 8 auftauchenden Robotergegner bereits im ersten Abschnitt. Im selben Zuge hat der Entwickler auch die Sterbeanimationen der Feinde entschärft. Selbst manche Bosse sind "mechanisiert" dargestellt. Zumindest verbleiben die stilprägenden Dinosaurier im Spiel, allerdings bluten sie rosa. Ähnliche Schnitte gibt es auch bei den Turok-Nachfolgern, allerdings nicht in der mittelmäßigen Neuauflage von 2008 für PC, PS3 und Xbox 360.

Weiter mit: Probotector, Castlevania

Tags: Uncut  

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