Grafik: 10 wichtige Effekte mit denen ihr bei Diskussionen angeben könnt - Anti-Aliasing, Downsampling

(Special)

Anti-Aliasing

Einer der bekanntesten Grafikeffekte für Spiele ist das "Anti-Aliasing" oder auf gut Deutsch: Kantenglättung. Kein modernes Spiel kommt ohne diesen Filter aus, schließlich sorgt er dafür, dass unschöne Pixelkanten geglättet werden. Kurz gesagt vergleicht Anti-Aliasing benachbarte Pixel nach Kontrastunterschieden und gleicht diese aus.

Hier Elite Dangerous ohne Anti-Aliasing (links), mit ungenauerem FXAA (Mitte) und mit genauerem MSAA (rechts).Hier Elite Dangerous ohne Anti-Aliasing (links), mit ungenauerem FXAA (Mitte) und mit genauerem MSAA (rechts).

Allerdings finden sich große Unterschiede zwischen den zahlreichen Kantenglättungs-Methoden. Die einfachste Variante FXAA ("Fast Approximate Anti-Aliasing") benötigt kaum Rechenzeit. Sie glättet alle sichtbaren Kanten, lässt aber Texturen verwaschener aussehen. Besser funktioniert das in der Praxis weit verbreitete MSAA. Denn das "Multi Sample Anti-Aliasing" analysiert die Geometrie der 3D-Szene und setzt nur an Kanten an. Allerdings ist MSAA rechenintensiver und kann bei bestimmten Perspektiven weniger gute Ergebnisse liefern. Auch deshalb wird das Verfahren optional mehrfach angewendet (beispielsweise 4x MSAA oder 8x MSAA).

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Diese Grafik liefern die 10 wichtigsten Grafik-Gerüste

Daneben finden sich eine Vielzahl weiterer Methoden wie TXAA ("Temporal Approximate Anti-Aliasing"), SMAA, TSAA oder MLAA. Das beste Ergebnis liefert jedoch das rechenintensive SSAA ("Super Sampling Anti Aliasing"). Mehr dazu im nächsten Absatz.

Downsampling

Der Begriff "Downsampling" bezeichnet das Herunterrechnen einer Spielgrafik, bevor sie auf dem Monitor oder Fernseher erscheint. Der Vorteil: Die Optik wirkt schärfer und sauberer. Der Nachteil: Der Rechenaufwand erhöht sich merklich, da mehr Pixel kalkuliert werden müssen.

Beim Downsampling (rechts) erhaltet ihr höhere Qualität ohne Flimmern, aber auch geringere Bildrate wegen des höheren Rechenaufwands.Beim Downsampling (rechts) erhaltet ihr höhere Qualität ohne Flimmern, aber auch geringere Bildrate wegen des höheren Rechenaufwands.

Downsampling funktioniert theoretisch simpel: Die Grafikeinheit berechnet jedes Einzelbild eines Spiels mit erhöhter Auflösung - beispielsweise mit 3.840 mal 2.160 Pixel. Danach skaliert der PC das Bild auf die Monitorauflösung wie 1.920 mal 1.080 Pixel herunter. Klingt umständlich, liefert aber ein klasse Endergebnis. Denn so erhaltet ihr ein geglättetes Bild, das mehr Bildinformationen enthält, als ein in selber Auflösung erstelltes Bild. Objekte und Texturen wirken schärfer und knackiger.

Auf diese Weise kommt auch SSAA ("Super Sampling Anti-Aliasing") zum Einsatz. Eine der besten Methoden zur Kantenglättung. Diese "Anti-Aliasing"-Variante arbeitet exakter und verwässert nicht die Bildschärfe. Beim Downsampling ist Herumprobieren angesagt, denn euer Monitor muss bei der erhöhten Auflösung auch mitspielen. Wegen des weit höheren Rechenaufwands eignen sich vor allem ältere Spiele wie zum Beispiel The Elder Scrolls 5 - Skyrim besser für das Verfahren. Diese besitzen eine weniger aufwändige Architektur und liefern beim Downsampling immer noch hohe Bildraten.

Auf Konsolen kommt manchmal auch das umgekehrte Verfahren zum Einsatz: das "Upscaling". Spiele wie Ryse - Son of Rome oder Titanfall auf der Xbox One generieren keine volle Auflösung von 1080p. In diesem Fall skaliert die Konsole das Bild einfach auf die volle HD-Auflösung hoch, bevor es zum Monitor geschickt wird.

Weiter mit: VSync, High Dynamic Range Rendering

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