Schnitte in Videospielen, Teil 2: Gekürzter Spielspaß - Yakuza 3, Persona - Revelations

(Special)

Yakuza 3

Das japanische Mafia-Epos Yakuza ist in Fernost ein Dauerbrenner, von dem fast jährlich neue Episoden erscheinen. Doch nicht immer schaffen diese guten Action-Spiele mit offener Stadtkulisse den Schritt gen Westen. Umso ärgerlicher, wenn einige Teile dennoch hier veröffentlicht werden, jedoch nur in gekürzter Form.

Du kommst hier nicht rein! Hostessen-Bars sind in Teil 3 für westliche Spieler geschlossen.Du kommst hier nicht rein! Hostessen-Bars sind in Teil 3 für westliche Spieler geschlossen.

2010 landet mit über einem Jahr Verspätung Yakuza 3 endlich auf hiesigen PS3-Konsolen. Überraschend: Der Gewaltfaktor samt blutiger Schlägereien bleibt unverändert, dennoch fehlen einige Inhalte. Im japanischen Original konntet ihr euch in Hostessen-Bars mit Mädels unterhalten und mit ihnen bei albernen Minispielchen flirten. Das fehlt in der westlichen Version.

Ebenso ist das in Japan beliebte Spielhallenquiz "Answer X Answer" entfallen - die Fragen wären vielleicht zu skurril für westliche Spieler. Ebenso hat Hersteller Sega zahlreiche Nebenmissionen gestrichen - insgesamt 22 Aufträge entgehen euch. Beim Nachfolger Yakuza 4 von 2011 hat Sega jedoch ein Einsehen. Denn hier sind endlich Nebenquests und Hostessenbars komplett enthalten. Dass hierzulande das besagte Quiz immer noch fehlt, ist dabei verschmerzbar.

Persona - Revelations

Kein guter Einstand: Die beliebte "Shin Megami Tensei"-Rollenspielreihe erfährt bereits mit dem PlayStation-Erstling Persona - Revelations von 1996 eine Verschlimmbesserung. Denn für den amerikanischen Markt hat Hersteller Atlus zahlreiche Kürzungen und Änderungen des Originals namens Megami Ibunroku Persona vorgenommen.

Auf der PS1 ist Persona verwestlicht worden. Erst die PSP-Neuauflage bringt originalgetreue Inhalte zurück.Auf der PS1 ist Persona verwestlicht worden. Erst die PSP-Neuauflage bringt originalgetreue Inhalte zurück.

Schließlich spielt die Geschichte nicht mehr in Japan, sondern in der fiktiven westlichen Stadt Lunarvale. Auch die Charaktere erhielten allesamt neue Namen und teils auch andere Hautfarben. So wird beispielsweise aus dem Japaner Masao ein Afroamerikaner namens Mark. Ebenso haben die Macher die Charakterportraits und deren Frisuren angepasst - sprich: verwestlicht. Zudem wurde die Spielmechanik vereinfacht. Weniger Zufallskämpfe, dafür mehr Erfahrungspunkte. Dumm nur, dass die Geldbelohnungen nicht angepasst wurden und ihr ständig unter leeren Taschen leidet.

Außerdem entfällt eine allesverändernde Mission rund um eine Maske der "Snow Queen". Dabei verwandelt sich das Schulszenario in ein vereistes Areal, in dem ihr drei Türme aufsuchen müsst. Viele Nebendarsteller erscheinen dann in einer ganz anderen Rolle.

Glück im Unglück: In Europa erscheint diese vermurkste Fassung nie. Erst die Neuauflage auf PSP von 2009 kommt auch hierzulande heraus. Darin hat Hersteller Atlus alle westlichen Änderungen rückgängig gemacht und fehlende Inhalte sowie verbesserte Benutzerführung eingepflegt. Der zweite Teil Persona 2 - Eternal Punishment kommt gleichermaßen originalgetreu und exklusiv auf PSP in den Westen.

Weiter mit: Resident Evil 3, The Darkness

Tags: Uncut  

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