Schnitte in Videospielen, Teil 2: Gekürzter Spielspaß - Resident Evil 3, The Darkness

(Special)

Resident Evil 3

Der Klassiker des Horror-Genres muss auch Federn lassen. Doch während der erste Teil von Resident Evil (bis auf das Einführungsvideo) ungekürzt erscheint, wird Resident Evil 2 schnell indiziert. Grund genug für Hersteller Capcom, die dritte Episode Resident Evil 3 - Nemesis gehörig zu kürzen.

Graues Blut und blinkende Zombies zerstören die Atmosphäre. (Bild von schnittberichte.com)Graues Blut und blinkende Zombies zerstören die Atmosphäre. (Bild von schnittberichte.com)

Deshalb kämpft Hauptdarstellerin Jill Valentine gegen Zombies, die nur grau bluten. Fast sieht es aus, als würden sie aus Staub bestehen. Schlimmer noch: Erledigte Untote flackern und verschwinden aus dem Areal. Das erschwert den Spielablauf, denn die toten Gegner dienen eigentlich als Orientierungshilfe, wo ihr bereits gewesen seid. Ihr dürft auch keine lebenden Feinde mehr am Boden mit einem Tritt töten. Stattdessen müsst ihr wertvolle Munition verschwenden.

Nicht zuletzt dürft ihr Gegnern mittels gezieltem Schuss nicht den Kopf wegballern, was weitere Bleikugeln sparen würde. Außerdem ist in Deutschland der "Mercenaries"-Modus beschnitten. Hier geht ihr zwar nach wie vor mit Abschüssen auf Punktejagd. Dumm nur, dass ihr keinen Zeitbonus erhaltet, wenn ihr menschliche Zombies abknallt. Auf diese Weise wird der Modus für deutsche Spieler unnötig erschwert. Ergo ist es kaum möglich, begehrte Belohnungen einzuheimsen.

The Darkness

In The Darkness erwartet euch eine standesgemäße Comic-Versoftung aus der Ego-Perspektive. Entsprechend wird nicht mit Blut und Gewalt gespart. Allerdings nicht in der deutschen Fassung.

Links die ungekürzte Fassung in der die Tentakel das Herz des Gegners herausreißen. Rechts die deutsche Version mit Seelenklau. (Bilder von schnittberichte.com)Links die ungekürzte Fassung in der die Tentakel das Herz des Gegners herausreißen. Rechts die deutsche Version mit Seelenklau. (Bilder von schnittberichte.com)

Auf den roten Lebenssaft ist komplett verzichtet worden, egal ob ihr Menschen oder Kreaturen aus der Distanz oder der Nähe bekämpft. Auch Gegnern am Boden könnt ihr keinen Schaden mehr zufügen. Weit schlimmer ist jedoch, dass eure namensgebenden Dämonenarme weniger Aktionsmöglichkeiten besitzen.

Die schlangenartigen Dämonen-Tentaktel lassen sich jederzeit ausfahren, um beispielsweise in enge Bereiche zu gelangen. Ebenso spießt ihr damit auch Feinde auf, jedoch nicht in der deutschen Fassung. Im Original entreißen die Arme außerdem die Herzen der Gegner, die sie dann genüsslich verspeisen. Entsprechend brutal gehen sie dabei vor. In Deutschland ernähren sich die Dämonen dagegen nicht von Herzen, sondern von dunklen Seelen der Gegner.

Interessanterweise sind in der internationalen Version Hakenkreuze im Bonusmaterial übersehen worden. Deshalb hat Hersteller 2K Games die Erstauflage für Europa komplett neu produzieren lassen.

Weiter mit: Gun, Saints Row 2

Tags: Uncut  

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