Schnitte in Videospielen, Teil 3: Hakenkreuze, Sex und Kurioses - Bionic Commando, Duke Nukem Forever

(Special)

Fall 3: Bionic Commando

Na sowas! Das scheinbar harmlose, japanische Action-Hüpfspiel Bionic Commando von 1990 ist zensiert? Und wie! Der Originaltitel verrät bereits schon, warum. Denn in Fernost heißt das Spiel "Top Secret - Hitler no Fukkatsu".

Nur im japanischen Original auf dem NES explodiert der Kopf des Diktators. (Bild von schnittberichte.com)Nur im japanischen Original auf dem NES explodiert der Kopf des Diktators. (Bild von schnittberichte.com)

In der japanischen Originalversion bekämpft ihr das Dritte Reich. Für Amerika und Europa wurde die heikle Thematik jedoch von Hersteller Capcom freiwillig entschärft. So eliminiert der Held mit seinem ausfahrbarem Bionik-Arm nicht Nazis, sondern "The Badds" (die "Bösen"). Hakenkreuzen ersetzt Hersteller Capcom durch Adlersymbole. Aus dem Oberfiesling und Endgegner Hitler wird "Master-D". Im Finale des Originals attackiert ihr den Führer in seinem Fluggerät, bis letztlich sein Kopf explodiert.

Ähnlich ergeht es der Neuauflage Bionic Commando - Rearmed von 2008. Auch hier steht euch der namensgebende Führer am Ende gegenüber. Doch die Sequenz, wo er abstürzt und sein Körper explodiert, fehlt in der deutschen Fassung.

Fall 4: Duke Nukem Forever

Auch das Spiel mit der bisher wohl längsten Entwicklungsgeschichte (geschätzte 15 Jahre) und dem größten Angeberhelden aller Zeiten ist von Schnitten betroffen. Allerdings kommen deutsche Zocker schadlos davon. Denn die brachiale Ballerei Duke Nukem Forever ist diesmal nur in Japan zensiert worden.

Keine Brustwarzen für Japan: In der Fernost-Version (unten) sind diese kaschiert. (Bild von schnittberichte.com)Keine Brustwarzen für Japan: In der Fernost-Version (unten) sind diese kaschiert. (Bild von schnittberichte.com)

Schon auf dem japanischen Verpackungsbild grinst Duke den Spieler nur noch ohne fette Zigarre an. Im Spiel selbst finden sich auch keine zerstückelten Leichen mehr, egal ob durch Explosionen oder Kältestrahl.

Weitaus bizarrer fallen die anzüglichen Kürzungen aus. Denn während Zocker hierzulande weibliche Rundungen samt Brustwarzen genau begutachten können, müssen sich japanische Spieler mit zensierten Busen begnügen. So sind halbnackte Frauen an ihren Geschlechtsmerkmalen abgedeckt - ebenfalls eine gesetzliche Vorschrift.

Auch die außerirdischen "Wall Boobs" - eine Anreihung weiblicher Brüste - sind in Japan nur mit zensierten Brustwarzen zu sehen. Selbst andere sexuelle Anspielungen fehlen in der Fernost-Version. So bringt ihr der Stripperin in Kapitel zehn statt eines Kondoms und eines Dildos eine Actionfigur und einen Bauarbeiterhelm.

Weiter mit: GTA San Andreas, Soul Blade

Tags: Uncut  

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