Alex Kidd: Der vergessene Held von Sega - Resümee / Alex Kidd in High Tech World

(Special)

Resümee und Entstehung von Alex Kidd in High Tech World

An dieser Stelle erst einmal ein kleines Resümee: Zurückblickend tritt Alex Kidd mit einem wunderbar ambitionierten Alex Kidd in Miracle World in die Wohnzimmer der Spieler. Mit Lost Stars geht Sega einen anderen Weg und versucht es mit einem klassischen Hüpfspiel. Alex Kidd BMX Trial ist wieder vollkommen anders und gehört nicht einmal mehr dem Hüpfspiel-Genre an. Trotz allem ist aus Alex Kidd das inoffizielle Maskottchen von Sega geworden.

Was hat sich Sega also als nächstes ausgedacht. Genau, ein Rätselspiel fehlt noch. Und da dachte sich Sega wohl: Da gibt es doch das etwas merkwürdige Spiel Anmitsu Hime zum gleichnamigen Manga, das im Westen wohl nicht funktionieren wird. Schließlich kennt da fast niemand den Manga um das gleichnamige Mädchen. Also einfach Alex Kidd reingepappt und die restlichen Charaktere angepasst und schon ist ein "Alex Kidd"-Spiel für den Westen fertig.

Na ja, nicht ganz. Im Originalspiel Anmitsu Hime soll es der Spieler vor Ablauf der Zeit in einen Bäckerladen schaffen. Das sieht Alex aber gar nicht ähnlich. Also wird aus dem Bäckerladen eine Sega-Spielhalle und schon steht das neue Ziel fest. Alex Kidd in High Tech World ist geboren.

Rätseln und Kämpfen

Alex Kidd in High Tech World, das 1987, also ein Jahr vor der "Master System"-Version von The Lost Stars, für Segas 8-Bit-System erscheint, teilt sich in zwei Segmente. Zuerst dreht sich alles um die Rätsel und Fragen die Alex beantworten muss. Alex erste Aufgabe ist, alle Kartenteile des umliegenden Waldes der Burg zu finden. Sonst findet er nicht den Weg. Einige findet er versteckt in bestimmten Räumen. Andere besitzen Nicht-Spieler-Charaktere, denen Alex die Kartenteile abluchsen muss. Mal schafft er dies, indem er die Frage beantwortet, wie viele Knochen ein Mensch hat.

Ein anderes Mal muss Alex ein verbranntes Kartenteil wieder herstellen. Wenn er das zerstörte Stück annimmt ist das Spiel vorbei: Game Over. Ein wirklich netter Einfall der Entwickler. Erst wenn Alex Kidd die Telefonnummer eines gewissen Rockwell im Telefonbuch findet, diesen anruft, 30 Minuten wartet, um dann den sogenannten Restorer (Wiederhersteller) zu erhalten, kann er das Kartenteil in den Originalzustand zurückversetzen und gebrauchen. Oh Mann ... Einmalige Spielgestaltung. Da können sich alle anderen Entwickler noch ein Stück abschneiden. Was sich Sega dabei gedacht hat, bleibt ein Rätsel.

Nachdem Alex Kidd alle sieben Teile der Karte in den Händen hält, geht es auf in das Action-Segment des Spiels. Nun warten einige Ninjas auf den kleinen großohrigen Jungen. Kommt Alex durch den Ninja-Wald durch, braucht er nur noch einen Pass, um weiterzukommen. Dazu betreibt er einfach ein paar ominöse Geschäfte mit Rückenkratzern bis er 1.000 Gold in der Tasche hat. Die bringen im Spiel aber eigentlich nichts. Wenn er aber im Tempel genau hundert Mal betet, bekommt Alex einen Pass und kann endlich weiter. Dann folgt noch ein Action-Level und schließlich kommt Alex in der Spielhalle an.

An dieser Stelle ist es vielleicht besser abzubrechen, aber um es vielleicht noch einmal deutlich zu sagen: Das Spiel ist Sch...rott!

Weiter mit: Alex Kidd in the Enchanted Castle / Alex Kidd in Shinobi World

Tags: Retro   Singleplayer   Arcade  

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