Alex Kidd: Der vergessene Held von Sega - Alex Kidd in the Enchanted Castle / Alex Kidd in Shinobi World

(Special)

Alex Kidd in 16-Bit

Alex Kidd ist bereits nicht mehr das unangefochtene inoffizielle Maskottchen von Sega. Schon sägt Tom-Tom aus Wonder Boy an seinem Thron. Die "Wonder Boy"-Serie schraubt sich nämlich mit Spielen wie Wonder Boy in Monster Land und Wonder Boy 3 - The Dragon's Trap in ungeahnte Höhen. Tom-Tom wird dann schlussendlich auch abgesetzt: Und zwar von niemand anderem als Sonic, dessen erstes Spiel Sonic the Hedgehog 1991 erscheint.

71 von 89

Mega Drive: Bekannte Spiele für die Konsole von Sega

Da hilft auch die Grafikkur nicht, die Alex Kidd in the Enchanted Castle auf dem Sega Mega Drive bekommt, um Alex auf dem Thron festzunageln. Durch die "volle Power von 16-Bit" sieht Alex Kidd zwar detaillierter aus, doch kommt das Spiel trotz allem nicht an den Klassiker Alex Kidd in Miracle World ran. Und das obwohl sich Alex Kidd in the Enchanted Castle an diesem orientiert.

Die Levels ähneln eindeutig denen aus Miracle World. Diesmal sind jedoch ein paar ägyptische Elemente enthalten, die so noch nicht im Erstlingswerk zu sehen waren. Das liegt daran, dass Alex Kidd nicht mehr auf Aries unterwegs ist. Der Meister der Koteletten ist auf Rettungsmission. Sein Vater Thor ist auf dem Planeten Paperrock in der Gewalt von Ashra. Durch elf Levels muss Alex durch, um seinen Vater zu retten.

Das sind zwar weniger Levels als noch in Miracle World, doch sind sie etwas größer und bieten alternative Routen an. Mit der einheimischen Währung die Alex einsackt, kauft er sich wieder allerlei Fahrzeuge. Ganz neu ist der Pogo-Stick. Doch Achtung: Bevor Alex etwas kaufen kann, muss er in einem "Schere-Stein-Papier"-Gefecht den Ladenbesitzer besiegen. Gewinnt er nicht, geht er leer aus. Das nervt.

Verliert Alex gegen den Ladenbesitzer, kracht ein Gewicht auf ihn herunter. Zumindest in der westlichen Version. In der japanischen Version bekommt er alle Kleider ausgezogen und nur ein kleines Irgendwas verdeckt seine Scham. Typisch japanisch eben. Alex Kidd in Enchanted Castle kommt jedoch auch deswegen nicht an Miracle World heran, weil die Steuerung noch ungenauer ist. Außerdem schlägt Alex langsamer zu (wenigstens kann er wieder boxen) und wenn er springt, tritt er. Das ist jedoch so eine Sache: Um einen Gegner zu treffen, muss er überaus genau zielen. Das gelingt aber nicht durchweg.

Ninja-Alex

Im Jahr 1990 wandert Alex Kidd mit Alex Kidd in Shinobi World für den vorerst letzten (die Hoffnung stirbt zuletzt) Eintrag in der Spielserie wieder auf das Sega Master System. Und damit erscheint auch endlich wieder ein Spiel mit dem Großohrigen, das richtig gut ist.

Dabei handelt es sich bei Alex Kidd in Shinobi World um kein reines "Alex Kidd"-Spiel. Denn Sega vermischt hier zwei seiner beliebten Serien. Die Level aus Shinobi World stellen eine Reminiszenz an die aus dem Spiel Shinobi dar. Auch benutzt Alex Kidd nicht mehr seine ihm so eigene Shellcore-Technik. Die Gottheit White Ninja verwandelt Alex, nachdem irgendwelche Bösewichte seine Freundin entführt haben, in einen Shinobi, weswegen er nun mit einem Schwert zuschlägt.

Wie in den großartigen Shinobi-Spielen öffnet Alex mit einem Schwertstreich auch Kisten und kommt so an hilfreiche Gegenstände. Obwohl Sega hier zwei Spielserien zusammenwirft, spielt sich Shinobi World wie ein eigenes Spiel. Der lustigste und eindrucksvollste Angriff vom Overall-Träger ist jedoch seine Spin-Attacke. Klettert Alex an einer Stange nach oben, kann er sich an dieser so lange drehen, bis er als Feuerball über den Bildschirm fliegt und alle Gegner im Weg abräumt.

Dass Sega anfangs die Rolle von Alex Kidd nicht in das Spiel eingeplant hatte, überraschte viele Spieler im Jahr 2007, als einige vergessene Bilder im Netz auftauchten. Auf denen konnten aufmerksame Zocker die "Sprites" von Shinobi World erkennen. Doch es gab ein paar Unterschiede: Alex war nicht in den Bildern. In einer Vorschau der Zeitschrift Electronic Gaming Monthly von 1989 wird das Spiel noch als Shinobi Kid angekündigt.

Ausgesprochen lustig ist, dass der erste Boss "Mari-Oh" heißt und Nintendos Klempner auch noch zum Verwechseln ähnlich sieht (bis auf die Samurai-Rüstung). Die Ähnlichkeit ist noch größer, wenn Mari-Oh anfängt, mit springenden Feuerbällen anzugreifen und sich nach genügend Schaden verkleinert, um dann weiter zu attackieren. In der offiziellen Veröffentlichung ist davon nichts mehr zu sehen. Hier kämpft Alex gegen einen Samurai namens Ken-Oh.

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Tags: Retro   Singleplayer   Arcade  

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