Test Ori and the Blind Forest - Von Perfektion und Wermutstropfen

Haarscharf an der Perfektion vorbei

Die Musik in Ori and the Blind Forest klingt ein wenig asiatisch, doch weniger kitschig als die Stücke, die ihr aus chinesischen Restaurants gewohnt seid. Mit der Erzählerstimme entsteht so auch akustisch ein Kontrast.

Die Sonne ist ein seltener Gast.Die Sonne ist ein seltener Gast.

Technisch fehlerfrei ist die Darstellung jedoch nicht. Die Zwischensequenzen ruckeln hin und wieder. Das ist besonders in den letzten Szenen schade. Aufgepumpt von Adrenalin und glücklich über das Ende reißen euch die Aussetzer kurzzeitig aus dem Kopfkino. Mal schauen, ob vielleicht ein erster Patch dieses Manko behebt.

Im eigentlichen Spielgeschehen gibt es technisch nichts auszusetzen. Das gesamte Spiel läuft wunderbar flüssig. Der kleine Ori bleibt auch bei schnellen Bewegungen gestochen scharf und fällt nie durch die Spielwelt, an Stellen an denen er es nicht sollte.

Apropos Ori: Auch wenn er so klein und unscheinbar ist, soll sein Wesen nicht nicht unerwähnt bleiben. Anatomisch ist er an eine Katze angelehnt. Irgendwo im Genpool scheint sich aber auch ein Känguru einzureihen. Und betrachtet man seinen Kopf, erinnert er ein wenig an den Außerirdischen Stitch aus dem Film Lilo und Stitch.

Die Bewegungsabläufe von Ori wirken ebenso originell wie sein Äußeres. Je nachdem wie weit ein Sprung ist, variiert die Animation. Bei besonders weiten Sprüngen überschlägt er sich geradezu. Dabei wirkt er immer anmutig und bedacht wie ein weißes Kätzchen.

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Ein Wermutstropfen für Sammler

Nach ca. zehn Stunden ist eure Reise zu Ende. Ohne einen kontrollierenden Blick auf die Uhr wäre das kaum einzuschätzen. Das Gefühl von Zeit geht unterwegs verloren.

Nicht alle Bereiche sind von Beginn an zugänglich.Nicht alle Bereiche sind von Beginn an zugänglich.

Ori and the Blind Forest ist ein Konzentrat aus befriedigender Spielmechanik und der Erzählweise eines Bilderbuchs. Wie viel Zeit tatsächlich vergangen ist, verrät die Statistik des Speicherstands, doch ist diese ebenso wenig aussagekräftig, wie die Zahl der gelassenen Leben.

Am Ende gesellt sich dennoch ein Wermutstropfen hinzu. Nicht immer gelingt es, alles Sammelbare direkt mitzunehmen und manchmal ist der Weg zurück sehr weit. Jetzt wäre es schön, am Ende des Spiels noch einmal eine Runde durch die Spielwelt zu drehen und die letzten Auszeichnungen zu sammeln. Doch das ist nicht möglich. Der Spielstand mit dem Titel "Geschafft" lässt sich nicht mehr öffnen. Das senkt den ohnehin nicht exorbitant hohen Wiederspielwert, den Ori mit Erfolgen wie "Beende das Spiel ohne zu sterben" oder "Beende das Spiel in unter 3 Stunden" nur mühsam kaschiert.

Eigentlich wäre das kein Beinbruch, denn zu gegebener Zeit könntet ihr den Speicherstand kopieren, um nicht das gesamte Spiel von vorne beginnen zu müssen. Doch das Spiel verrät euch nicht, an welcher Stelle es kein "Zurück" mehr gibt. So bleibt nur grobes Schätzen und Abwägen. Doch da ihr nie wisst, ob ihr einen Gegenstand nicht erreicht, weil ihr nicht gut genug seid oder es technisch noch nicht möglich ist, bereitet Ori and the Blind Forest hier unnötiges Kopfzerbrechen.

Ein kleiner Durchspiel-Tipp unsererseits sei also gestattet: Speichert sobald ihr den oberen Teil der Karte erreicht und bevor ihr den Lavaberg betretet! Am besten an der Stelle, an dem ihr Flammen seht, kurz nach der Stelle, wo ihr einem runden Feuerball begegnet. Sobald das Spiel verlangt, dort weiterzugehen, setzt einen Speicherpunkt und kopiert den Speicherstand.

Da diese Speicherbedenken allerdings nur Freunde von Sammelerfolgen betreffen, sollte man sie weniger als Kritik am Spiel, sondern eher als Randnotiz verstehen.

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Tags: Onkel Jo   Singleplayer  

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