Test DmC - Devil May Cry - Stil, Kitsch und reichlich zu tun

Stil gegen Kitsch

DmC bekommt für die Neuauflage die "Behandlung der nächsten Generation". Das bedeutet, dass sämtliche technischen Aspekte des Spiels so verbessert wurden, dass sie die Möglichkeiten der aktuellen Konsolen-Generation ausnutzen. Das bedeutet in diesem Fall 1.080 Bildpunkte auf eurem Bildschirm und eine Bildwiederholungsrate von 60 Bildern pro Sekunde. Und das sieht richtig gut aus!

Komplementärfarben sind ein wichtiges Stilmittel.Komplementärfarben sind ein wichtiges Stilmittel.

Wer den Abschnitt über die Spielmechanik aufmerksam gelesen hat, der weiß, dass es in DmC irre schnell zu geht. Und dank der technischen Verbesserungen bekommt ihr davon reichlich mit. Alle Bewegungen sehen sehr flüssig aus und bleiben auch dann scharf, wenn einmal mehr Gegner auf dem Bildschirm zu sehen sind.

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Das ändert allerdings nicht an den teilweise starr wirkenden Figuren. Ein bisschen mehr Spiel mit der Mimik hätte den Charakteren gut getan und würde dabei helfen die absichtlichen Anlehnungen an kitschige Filme weiter zu unterstreichen. Auch die Texturen hätten ruhig etwas Zuwendung vertragen. Diese wirken immer noch ein wenig matschig und stellenweise eher lieblos. Andere Spiele der Serie konnten hier bereits mit mehr Detailreichtum glänzen.

In Hinblick auf die Gestaltung kommen wir wieder zu der Geschmacksfrage. Wer nicht unbarmherzig am alten Dante festhält und mit unvernünftigem und teilweise flachem Humor nicht auf Kriegsfuß steht, der wird dem neuen Anstich etwas abfinden können. Dante ist in dieser Interpretation ein verzogener und rebellischer Jugendlicher, der euch im Grunde nur darauf warten lässt, dass plötzlich ein "YOLO", "SWAG" oder "LOL" aus ihm herausbricht.

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Abseits der überzeichneten Darstellung des Protagonisten findet ihr eine sehr stilsicher inszenierte Spielwelt, die durch eine präzise gewählte Farbpalette begeistert. Besonders die Verwandlung unserer Welt in die dämonische ist sehr gut gelungen. Alleine der entrückte Rummelplatz zu Beginn des Spiels liefert eine tolle Stimmung.

Die Musik passt dabei bestens. Noisia und Combochrist liefern metallische und elektronische Klänge, die zum einen die heruntergekommene und bizarre Welt der Dämonen spiegeln und zum anderen die rebellische und vor allem brachiale Art von Dante untermauern. Abseits der Frage nach Geschmack, kann man sagen, dass das Gesamtbild durchaus stimmig ist.

Zusätzliche Kampagne: Virgils Untergang

Wie eingangs erwähnt, gibt es Spiele, die neben einer verbesserten Technik auch Erweiterungen liefern, die ursprünglich nur durch Herunterladen zu bekommen waren. Auch die Definitive Edition bietet euch das. Ihr bekommt also neben dem deutlich verbesserten und durch neue Möglichkeiten erweiterten Hauptspiel auch die zusätzliche Kampagne Virgils Untergang. In diesem begleitet ihr Dantes Zwillingsbruder nach Ende der Haupthandlung.

Auch Virgil versteht sich in der Kunst des Gemetzels.Auch Virgil versteht sich in der Kunst des Gemetzels.

Neu in der Definitive Edition ist die Möglichkeit auch mit Virgil den blutigen Palast zu spielen. Bisher war dieser nur mit Dante spielbar. Virgil hat hier im Vergleich zu Dante zwar nur 60 anstatt 100 stärker werdende Gegner-Wellen zu bekämpfen, doch immerhin könnt ihr euch nun auch mit ihm austoben. Spätestens seit der Special Edition von Devil May Cry 3 - Dantes Erwachen ist Virgil ein beliebter Charakter, da er deutlich näher im Kampfgeschehen ist als sein Bruder.

Die Liste der Verbesserungen ist lang und nicht alle fallen denjenigen sofort auf, die die erste Fassung gespielt haben. Dennoch kann man sagen, dass Ninja Theory viel aus der Idee einer Neuauflage herausgeholt haben und sich nicht damit begnügt haben, einfach nur die Technik zu verfeinern.

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