Test Battlefield - Hardline - Logiklöcher und gute Ideen

Erste Logiklöcher

Hier kommt es zu ersten Bedenken seitens des Spielers. Sowohl Nick als auch seine Partnerin Khai haben scheinbar kein Problem damit wahllos um sich zu schießen. Das ändert sich auch nicht im weiteren Verlauf der Geschichte. Zwar versucht diese immer wieder Gründe für Schusswechsel zu schaffen, doch enden jegliche Bemühungen einzig damit, dass die Handlung zunehmend entrückt wirkt.

Auch nach Ende der Geschichte stellt sich kein durchweg befriedigendes Gefühl ein. Was hinter euch liegt, war eine uninspirierte Abhandlung über stereotype Figuren und vorhersehbare Wendungen. Dabei reiht sich ein Logikfehler an den anderen. Und was zu Beginn gehaltvoll und durchdacht wirkte, entpuppt sich als durchweg wackelig und banal.

Dabei macht das Spiel auch vor den Hauptfiguren keinen Halt. Am Anfang wirken diese gut geschrieben und zeichnen sich durch authentische Eigenheiten aus. Doch wegen des aufgesetzten Verlaufs der Handlung verwaschen sämtliche Charakterzüge und jeder Bezug zu nachvollziehbaren Personen entschwindet.

Am Ende bleibt so gut wie kein Charakter übrig, der konstant wirkt. Die Geschichte verformt jede Haltung und erreicht schlussendlich nicht einmal das Niveau eines billigen Hollywood-Films nach dem Schema "Geballer statt Handlung". Denn selbst dort wird eine Linie gehalten und bis zum Ende durchgezogen.

Gute Ideen in einer seltsamen Welt

Am Schluss versucht Battlefield Hardline düster und verheißungsvoll zu wirken. An dieser Stelle erntet diese Geste allenfalls noch ein müdes Lächeln. Scheinbar konnten sich die Entwickler nicht festlegen. Ernste Polizeiserie oder Beverly Hills Cop?

Zumindest anfangs fühlt sich alles nach Polizei-Alltag an.Zumindest anfangs fühlt sich alles nach Polizei-Alltag an.

Zu Beginn habt ihr den Eindruck eine Serie wie The Shield selbst zu spielen. Witzigerweise spielt Benito Martinez dort ebenfalls den Vorgesetzten.

Ein paar Kapitel später driftet das Spiel allmählich bei der Charakterdarstellung in eine Klamauk in bester Grand Theft Auto-Manier ab. Doch außer ein paar Auftritten überdrehter Figuren verweilt Battlefield Hardline auch hier nicht lange, da doch noch Gründe für reichlich Schusswechsel fehlen.

Hier kommt Ernsthaftigkeit ins Spiel. Visceral Games hätten vermutlich gut daran getan, dieses Szenario konsequent zu verfolgen. Dadurch wäre die Atmosphäre stimmiger. Zudem hätten die Spielmechaniken deutlich sinnvoller verwendet werden können.

Denn viele Ideen sind sehr gut. Besonders die ersten Episoden, die den harten Alltag der ermittelnden Beamten zeigen, fühlen sich frisch und unverbraucht an. Es sind keine Tornados, Herumgebaumel an abstürzenden Hubschraubern und verlassene Atombunker notwendig um eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Der nächtliche Streifzug durch düstere urbane Gegenden wirkt authentisch. Genau hier ist die Handlung von Battlefield Hardline am stärksten.

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Tags: Multiplayer  

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