Test Battlefield - Hardline - Dienstmarke und tödliche Waffen

Mit der Polizeimarke in den Kampf

Was wäre ein Battlefield ohne eine Vielzahl von Waffen. Auch in Battlefield Hardline seid ihr bestens gerüstet. Wie für einen Polizeibeamten üblich, ist eure Hauptwaffe eine Pistole. Zusätzlich verfügt ihr über eine Sekundärwaffe und zwei Plätze, die ihr mit Hilfsmitteln belegen könnt.

Die Festnahmen verkommen mit der Zeit zu einer plumpen Mechanik.Die Festnahmen verkommen mit der Zeit zu einer plumpen Mechanik.

Eine eurer wichtigsten Waffen als Polizist ist natürlich eure Dienstmarke. Die Idee ist so simpel wie einfach. Nähert ihr euch einem Feind, zückt ihr die Marke und fordert ihn dazu auf, sich zu ergeben. Anschließend haltet ihr ihn (und eventuell weitere Feinde) mit der Waffe in Schach und legt einem nach dem anderen Handschellen an. Fast wie früher in Counter-Strike. Nahezu perfekt kultiviert hat diese Spielmechanik übrigens das Spiel I Am Alive, das Onkel Jo seinerzeit hier getestet hat: "I Am Alive: Töten für einen Obstsalat" - gerne nachlesen, lohnt sich!

Wäre der Schuster bei seinen Leisten und das Spiel in den passenden Szenarien geblieben, wäre das auch weiterhin eine gute Idee. Doch angesichts der Tatsache, dass ihr es mit zunehmend aggressiveren und vor allem größeren Gruppen von Gegnern zu tun habt, wirkt das Vorzeigen der Marke schon bald wie ein schlechter Scherz. Besonders wenn ihr euch in unmittelbarer Nähe anderer Gegner einem Verbrecher nähert und laut brüllt, er soll sich ergeben. Niemand hört euch dabei und bekommt etwas davon mit.

Dieses Problem zieht sich durch die gesamte Kampagne von Battlefield Hardline. Besonders schräg sind Gebiete, in denen ihr es schafft, alle Gegner zu verhaften. Nicht nur die Frage, wie Nick Mendoza 20 Paar Handschellen mit sich herumträgt ohne wie ein Gespenst beim Laufen zu rasseln führt zu Stirnrunzeln. Auch die Tatsache, dass keiner bei der Verhaftung seine Kollegen warnt entrückt das Geschehen weiter und entfernt die Spielwelt weit von der Realität.

Sollte bei der Festnahme dennoch etwas schief gehen, ergeben sich ebenfalls Probleme. Habt ihr erst einmal eine Verhaftung vermasselt oder wurdet dabei von einem anderen Gegner entdeckt, entscheiden sich alle Feinde kollektiv dazu, euch zu töten und sich von nun an Verhaftungen zu widersetzen. Das Spiel deaktiviert vorsorglich die Funktion, eure Marke zu zücken, für den Rest des Abschnitts und euch bleibt nur die Verwendung eurer Schusswaffen.

Dieses Video zu Battlefield - Hardline schon gesehen?

Waffen sind zum Töten da

Eure Ausrüstung könnt ihr an Koffern bearbeiten, die wild in der Spielwelt verteilt sind. Warum diese selbst an den unpassendsten Orten stehen und bis oben gefüllt sind, ist an dieser Stelle schon gar nicht mehr verwunderlich. Nach und nach wächst die Auswahl, so dass ihr schon bald mit Machinenpistolen in Tiger-Tarnfarben, einer Gasmaske, einem Golfschläger oder einem Scharfschützengewehr mit Nachtsicht ausgerüstet seid. Eben all das was der gemeine Polizeibeamte so braucht.

Sind die Gegner erst einmal auf Blut aus, lässt sich niemand mehr festnehmen.Sind die Gegner erst einmal auf Blut aus, lässt sich niemand mehr festnehmen.

Die Expertenstufen sind grundsätzlich eine gute Idee. Für das Überwältigen von Gegnern bekommt ihr Punkte und für jede dadurch erreichte Stufe ein neues Paket ausrüstbarer Inhalte. Verhaftet ihr einen Gegner gibt es noch mehr Punkte. Und verhaftet ihr einen gesuchten Verbrecher sahnt ihr erst richtig ab. Das Spiel belohnt euch also dafür, dass ihr euch wie ein Polizist verhaltet und die Gegner eher ruhig stellt als sie zu töten.

Doch statt euch dafür mit mehr Ausrüstung zu belohnen, die euch euch bei den Verhaftungen und Überwältigungen hilft, bekommt ihr mehr und mehr Feuerkraft. Nutzt ihr diese, bekommt ihr wiederum keine Belohnungen. Auch hier scheint sich das Spiel nicht entscheiden zu können, was es von euch möchte. Der Eindruck entsteht, dass ihr nur deswegen viele Waffen habt und diese benutzt, weil im Titel das Wort "Battlefield" vorkommt.

Als Ermittler sichert ihr natürlich Beweise. Da bis hierhin die Logik bereits mit Füßen getreten wurde, ist es kein Problem auf eine futuristische Handyerweiterung namens Scanner zurückzugreifen. Diese kann auf 100 Meter Distanz Fotos von hinten scannen und direkt zuordnen, Feinde durch Wände sehen und Alarmanlagen samt Verkabelung ausfindig machen. Falls ihr Wimmel-Bilder mögt, habt ihr hier eine nette Beschäftigung. Auch diese Mechanik wirkt mehr aufgesetzt als dass sie natürlich ins Bild passt und hätte ohne weiteres weggelassen werden können.

Wie auch in der Handlung ist der erste Abschnitt des Spiels durchaus gelungen. Die Atmosphäre stimmt und die Spielmechanik passt bestens in die Umgebung. Es macht Spaß eine Festnahme durchzuführen. Doch wenn ihr später durch ein Areal lauft und wie am Fließband Verbrecher um Verbrecher festnehmt, geht der Spaß zum Teil verloren.

Übermäßig und vor allem sehr starr eingesetzte Handlungsabläufe (Skripte) drücken ebenfalls auf das allgemeine Wohlbefinden. Probieren und Scheitern ist mit Sicherheit kein Spielpinzip, das Battlefield Hardline gut steht. Besonders die zwei Abschnitte, in denen ihr ein Auto lenkt, verlangen von euch, den exakten Weg zu kennen. Kleinere Abweichungen werden direkt bestraft und erfordern eine Wiederholung des Abschnitts.

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Tags: Multiplayer  

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