Test Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas: Hier kommt Zelda für den Rechner

von Sergej Jurtaev (23. März 2015)

Getreu dem Motto "Besser gut geklaut als schlecht erfunden", erreicht das Abenteuer Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas nach erfolgreicher iOS-Durchreise den PC.

Seid ihr ein "The Legend of Zelda"-Veteran? Dann schaut euch doch bitte das Bild oben an. War das gerade das Geräusch einer sich öffnenden Schublade? Sieht das nicht nach Zelda aus? Oceanhorn bedient sich recht offensiv bei dem Nintendo-Klassiker, doch trozt der Langfinger-Allüren solltet ihr es nicht verschmähen: Sonst würde ein charmantes Abenteuer an euch vorbeisegeln.

Nach Vorbild des langohrigen Zipfelmützenträgers verschläft auch der Protagonist in Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas die Einleitung. Er ist ein namenloser stummer Jungspund dem Großes bevorsteht. In einem Satz: Ihr sollt drei heilige Embleme reaktivieren, um das Gleichgewicht der Welt wieder herzustellen. Dadurch bekommt ihr die Chance die furchterregende Kreatur Oceanhorn zu bezwingen.

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Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas

Daneben seid ihr auch auf der Suche nach eurem Vater, der irgendwie mit Oceanhorn koexistiert. Als Hilfestellung hinterlässt er euch sein Notizbuch, aus dem euch das Spiel immer ein paar Sätze vorliest, wenn ihr neue Gebiete bereist. Falls ihr also keine Lust habt mit den Bewohnern zu reden oder jeden Grashalm zu deuten, erfahrt ihr dennoch etwas über die Geschichte der Insel, auf der ihr euch jeweils befindet.

Segel setzen

Ähnlich wie in der Inspirationsquelle The Legend of Zelda - The Wind Waker, tuckert ihr mit eurem Holzboot über das Meer und klappert Insel für Insel ab, stets auf der Suche nach Geheimnissen, Schätzen und natürlich den drei Emblemen. Die Überfahrt läuft in Echtzeit ab. Dass sie nicht verkürzt werden kann wirkt unnötig, denn das Ganze ist bald ermüdend. Ihr steuert euer Boot nicht selbst und könnt somit auch nichts erkunden - eine optionale Schnellreise-Funktion wäre nicht verkehrt gewesen.

Sieht aus wie ein Zora, nennt sich aber "Kiemenmann".Sieht aus wie ein Zora, nennt sich aber "Kiemenmann".

Findet ihr einem der drei Tempel, geht es mit Kämpfen und Rätseln weiter. Die Levelgestaltung ist clever und sorgt für einen angenehmen Spielfluss, weil ihr euch nie sehr lange an einem Ort aufhaltet. Die Rätsel besinnen sich auf traditionelle Konzepte und verschleudern Unmengen Kisten und Schalter. Das wirkt während der Spielzeit von rund zehn Stunden zwar nie zäh, aber mitunter etwas unkreativ. Mehr Abwechslung schadet nie. Immerhin kommen Bomben, Pfeil und Bogen sowie Grabenstiefel zum Einsatz, mit denen ihr Abgründe überwindet oder eine Rolle ausführt.

Am Ende eines Tempels wartet ein Boss-Gegner auf euch. Hier gibt es dann nicht einfach irgendwelche Augen, die auf die Schwachstelle des Gegners hinweisen. Das Gute ist, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, sich zum Sieg zu kämpfen. Auf der einen Seite gibt es eine effiziente Methode, die den Gebrauch des Ausrüstungsobjekts voraussetzt, das ihr im Tempel gefunden habt und auf der anderen Seite kann eine handfeste Auseinandersetzung mit Bomben und Pfeilen ebenfalls zum Ziel führen.

Wie erwähnt seid ihr bei gemütlichem Tempo nach etwa zehn Stunden durch. Es gibt aber noch einige andere Aufgaben, die euch etwas länger vor den Bildschirm fesseln wollen. Zahlreiche sogenannte Blutsteine warten darauf von euch gefunden zu werden. Wie in den Zelda-Spielen erhöhen vier Herzfragmente eure Lebensleiste - diese sind natürlich gut versteckt. Um alle optionalen Inseln bereisen zu können, müsst ihr vorher mit bestimmten Personen sprechen oder Flaschenpost lesen, um die Aufenthaltsorte der Inseln zu lokalisieren.

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Tags: Singleplayer   Steam  

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