Test Pillars of Eternity: Endlich wieder ein Rollenspiel mit Tiefgang

von Daniel Kirschey (30. März 2015)

Das klassische Computer-Rollenspiel ist wieder da! Das Kompliziert Schwergewicht mit viel Inhalt und Mikro-Management. Pillars of Eternity beweist: Es hat nichts von ihrer Sogkraft verloren.

Lange ist es nicht her, dass ein Entwickler sich an ein klassisches Computer-Rollenspiel gewagt hat. Voriges Jahr überzeugte Divinity - Original Sin im Test "Divinity - Original Sin: Dieses Rollenspiel spielt eine Rolle". Dank Kickstarter zeigen Entwicklungsstudios den großen Herstellern, dass angebliche Nischen-Spiele immer noch eine große Masse interessieren.

Dieses Video zu Pillars of Eternity schon gesehen?

Jetzt ist das nächste Kickstarter-Rollenspiel da: Pillars of Eternity. Die Kickstarter-Aktion von Entwickler Obsidian Entertainment lief (damals noch unter dem Namen Project Eternity) so gut, dass sie Rekorde brach. Doch wie bei jedem Kickstarter-Projekt stellt sich zur Veröffentlichung die Frage: Kann der Entwickler seine Versprechen halten?

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Zuzutrauen ist es ihm in diesem Fall. Schließlich stammen viele Entwickler von Obsidian Entertainment aus so altehrwürdigen Spieleschmieden wie Black Isle, die Icewind Dale, Fallout 2 und Planescape Torment auf dem Kerbholz haben. Für die Kult-Rollenspielserie Baldur's Gate stand Black Isle dem Entwickler Bioware, die zur damaligen Zeit noch kein eigenes Rollenspiel geschaffen hatten, beratend zur Seite.

Und auch als Obsidian Entertainment selbst konnten sie sich mit Spielen wie Fallout - New Vegas und Neverwinter Nights 2 einen Namen machen. Wird Pillars of Eternity also den hohen Erwartungen gerecht?

Seelisch instabil

In Pillars of Eternity dreht sich alles um Seelen. Nach dem Tod geht's nämlich wieder zurück in die Welt der Lebenden. In dieser Spielewelt werden Seelen nämlich tatsächlich wiedergeboren.

Diese Seelenmaschine setzt alles in Gang. Doch was, soll hier nicht verraten werden.Diese Seelenmaschine setzt alles in Gang. Doch was, soll hier nicht verraten werden.

Dabei verlieren die Seelen jedoch Stücke und nehmen wiederum neue auf. Dies ist der Grund, warum sich die Seelen an ihre alten Leben nicht mehr erinnern. Doch ab und zu wird ein Wächter geboren, der die Fähigkeit besitzt, mit den Seelen zu kommunizieren und auch die alten Leben zu erkennen.

Und jetzt ratet mal, wer dieser Wächter ist! Ja, euer Held besitzt diese Fähigkeiten. Die bringt euch neben ein paar außergewöhnlichen Kenntnissen im Kampf auch die ein oder andere besondere Option in Dialogen oder in der Interaktion mit anderen Charakteren ein.

Ständig trefft ihr in der Welt Eora auf Figuren, deren Namen gelb markiert sind. In ihre Seelen könnt ihr hineinblicken und erfahrt so einiges, dass die entsprechenden Personen im direkten Gespräch wohl nie herausgerückt hätten. Richtig gelesen: "hätten". Den direkt mit diesen oft imposant aussehenden Persönlichkeiten kommunizieren könnt ihr nicht. Dies lässt das Spiel nicht zu.

Und dadurch ist diese Spielmechanik eigentlich sinnfrei. Die Informationen sind zwar meist recht interessant zu lesen und komplementieren die Welt von Eora auf eine schöne Weise, doch sie stehen im Spiel völlig ohne Kontext da. In einer großen Stadt wie Trutzbucht wimmelt es von solchen Personen an jeder Ecke. Da ihr mit den Informationen jedoch nichts anfangen könnt, ist es wahrscheinlich nicht verwunderlich, wenn ihr anfangt, an den Personen vorbeizulaufen.

Schreitet ihr die Wege der Hauptmission entlang trefft ihr dafür auf lilafarbene Wolken und Geister, die euch erlauben, mit Seelen aus der Vergangenheit oder mit verstorbenen Menschen zu kommunizieren. Dann blüht Pillars of Eternity auf und die besondere Fähigkeit eures Helden bringt Geheimnisse ans Licht, die euch von einem Abenteuer zum nächsten jagen. Doch bevor es richtig losgeht, braucht ihr erst einmal einen Charakter. Doch ... wer wollt ihr sein?

Weiter mit: Wer will ich sein?

Tags: Fantasy   Singleplayer   Kickstarter  

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