Test Pillars of Eternity - Das Eigenheim, Fakten und Meinung

Das Eigenheim

Wer schon in Baldur's Gate 2 oder in Neverwinter Nights 2 Stunden damit verbracht hat, an seiner eigenen Burg herumzubasteln, wird sich freuen zu hören, dass es auch in Pillars of Eternity solch ein Eigenheim ins Spiel geschafft hat.

Sobald ihr eure eigene Burg habt, beginnt das große Bauen.Sobald ihr eure eigene Burg habt, beginnt das große Bauen.

Verantwortlich dafür sind vor allem die sogenannten Backer des Kickstarter-Projekts der Entwickler. Denn das Eigenheim ist eines der Unterstützungsziele gewesen.

Eure Burg stattet ihr für viele Kupfermünzen ständig mit weiteren Gebäuden aus. Ein eigenes Gasthaus sorgt für einen angenehmen Schlafplatz und zusätzlich für ein paar kleine Einnahmen. Der verschönerte Burgsaal verschafft euch Prestige in der Umgebung und lockt Ehrengäste an, die wiederum für weiteres Prestige sorgen.

Dickere Mauern und Abwehrtürme helfen euch bei der Verteidigung der Feste. Denn wie immer im Leben: Prestige lockt Neider an. Die wollen etwas vom Kuchen abhaben und greifen euch an, um ein paar Kupfermünzen zu rauben. Lasst ihr Abenteurer aus eurer Gruppe in der Burg zurück, bringen sie euch beispielsweise Sicherheitsboni ein, die bei der Verteidigung der Burg vonnöten sind. So bleiben auch die ungenutzten Kämpen sinnvoll im Spiel eingebunden.

Eure eigene kleine Festung bietet euch jedoch nicht nur die Möglichkeit, euch als Bauherr mal so richtig auszuleben. Wie es der Zufall will befindet sich direkt unter eurer Burg ein Verlies, das sich über 15 Ebenen erstreckt, besonders fiese Monstren beherbergt und legendäre Schätze birgt. Da schlägt das Abenteurerherz doch gleich wieder höher. Also auf, in die Dunkelheit!

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Fakten:

  • Rollenspiel
  • isometrische Perspektive
  • Augenmerk liegt darauf eine Rolle zu spielen
  • orientiert sich grafisch und inhaltlich an Klassikern wie Baldur's Gate und Icewind Dale
  • Hauptprotagonist kann mit Seelen kommunizieren
  • 6 Rassen mit weiteren Unterrassen
  • 11 Klassen
  • Spielzeit von 40 bis 70 Stunden
  • englische Sprachausgabe, deutsche Bildschirmtexte
  • viele Nebenaufgaben
  • eigene Burg zum Ausbauen
  • pausierbare Echtzeitkämpfe
  • Abenteurergruppe mit bis zu 6 Mitgliedern
  • erfolgreiches Kickstarter-Projekt
  • seit 26. März erhältlich für PC
  • erhältlich als Steam-Version oder im Handel als Ladenversion mit 80-seitigem Handbuch

Meinung von Daniel Kirschey

Schon seit 2014 befinde ich mich in einem kleinen, noch immer anhaltenden Freudentaumel. Endlich schaffen es wieder klassische Computer-Rollenspiele auf den Markt. Rollenspiele bei denen ich beim Aufwerten jeden Punkt selbst vergebe. In denen eine Rolle zu spielen nicht nur bedeutet böse oder gut zu sein. In denen mir mehr als nur drei Dialogoptionen zur Verfügung stehen. In denen die Kämpfe taktisches Vorgehen fordern und nicht durch wildes Rumballern oder Draufhauen geregelt werden.

Ja, auch ich habe durchaus Mass Effect und Dragon Age 2 oder Dragon Age 3 - Inquisition genossen. Doch ein weinendes Auge war trotzdem dabei. Warum? Weil ich die alte Weise, wie ich sie mit Baldur's Gate, Icewind Dale und Neverwinter Nights lieben gelernt habe, vermisse.

Natürlich liegt mein positiver Rückblick vor allem daran, dass ich Spiele wie Baldur's Gate in einem jüngeren Alter gespielt habe und sie somit auch in einem anderen nostalgischen Licht betrachte. Doch der Erfolg von Divinity - Original Sin und nun auch Pillars of Eternity (und auch The Elder Scrolls 5 - Skyrim) zeigen, dass ich damit nicht alleine bin und diese Art der Spiele auch noch heute ihre Daseinsberechtigung hat.

Deswegen freut es mich, wenn solche Spiele mit Unterstützung durch Kickstarter momentan wieder aufleben. Lange musste ich mich mit Indie-Produktion (wie den guten Rollenspielen von Spiderweb Software wie zum Beispiel Geneforge 2) zufrieden geben, die oft kein hohes Budget aufbringen können.

Endlich gibt es sie wieder. Die wochenfüllenden Abenteuer in denen es nicht nur auf das Kämpfen und "filmreife" Zwischensequenzen ankommt, sondern darauf - wie der Name des Genres es schon sagt - eine Rolle zu spielen. Und das schafft Obsidian mit Pillars of Eternity gekonnt. Ja, einige Probleme weist das Spiel auf: Die Wegfindung ist nicht immer perfekt und die kontextlosen Seeleneindrücke von gelb markierten Personen hätte Obsidian wesentlich besser in das Spiel einfügen können. Doch das sind kleine Makel, die das Spiel nicht sonderlich behindern und dadurch verschlechtern.

In der Welt von Eora verliere ich mich so gerne, dass ich wohl noch lange vor den Bildschirm gefesselt sein werde.

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Tags: Fantasy   Singleplayer   Kickstarter  

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