Test Mortal Kombat X - "X-Ray" und "Finishing Moves"

Bis es schmerzt

Wieder mit dabei ist die "X-Ray"-Kamera: Kleine Zwischensequenzen zeigen Spezial-Attacken, die zum einen äußerst brutal und zum anderen deutlich zeigen, was mit dem virtuellen Körper des Opfers geschieht. Ähnlich einem Röntgenblick wird dabei gezeigt, wie Knochen zerbrechen, Arterien durchtrennt und Organe zerquetscht werden.

Mortal Kombat X liefert tiefe Einblicke in die menschliche Anatomie.Mortal Kombat X liefert tiefe Einblicke in die menschliche Anatomie.

Nicht nur die neuen Kamera-Perspektiven setzen neue Maßstäbe. Auch die Art und Weise, auf die Pixelgegner verletzt und getötet werden, nimmt absurde Formen an. Eine Gradwanderung zwischen überzogener Satire und abartiger Gewaltdarstellung. Mortal Kombat X polarisiert.

Besonders die sogenannten Finishing-Moves sorgen für heruntergelassene Kinnladen. Horrorfilme wie Sharknado oder Piranha 3D sind den Entwicklern vermutlich nicht fremd.

Die "X-Ray"-Perspektiven geben euch tiefe Einblicke in die menschliche Anatomie. Die Kämpfer zeigen sich äußerst kreativ bei der Zerstörung menschlichenähnlicher Comnputerkörper: Augen werden ausgestochen, Brustkörbe entzweit, Gesichter abgenagt. Das ist nichts für schwache Nerven und Mägen. Dabei entfernt sich das Gezeigte weit von real machbarem und bedient sich dem Stilmittel der Groteske.

Dieses Video zu Mortal Kombat X schon gesehen?

Ein neues Kapitel

Immerhin zeigt sich Mortal Kombat X auch ambitioniert, im Rahmen der Kämpfe eine sinnvolle Geschichte zu erzählen. Eine umfangreiche Kampagne verknüpft dafür die Kämpfe. Ein paar mehr Arenen hätten die Entwickler trotzdem gerne programmieren dürfen - vieleicht kommt da ja noch etwas als Download-Inhalt nach.

Johnny Cage ist nicht nur älter, sondern auch Vater geworden.Johnny Cage ist nicht nur älter, sondern auch Vater geworden.

Der Kampf zwischen dem Erdenreich und der sogenannten Außenwelt ist nach wie vor das Rahmenprogramm für das Turnier "Mortal Kombat". Nach den Ereignissen des Vorgängers gehören einst gut gesinnte Kämpfer der bösen Seite an und kämpfen nun gemeinsam mit Shinnok abseits der Turniere, um sich einen Weg ins Erdenreich zu bahnen und die Menschen anzugreifen.

Der Versuch wird dank des Einsatzes von Raiden, Johnny Cage und Sonya Blade vereitelt und Shinnok in ein unheilvolles Medallion gebannt. 30 Jahre später ist Johnny Cage nach wie vor bemüht, die Menschen von den Fieslingen aus der Außenwelt zu beschützen.

Er hat mit Sonya Blade eine Tochter geboren, die wie ihr alter Herr auf der Seite der Guten kämpft. Cassie Cage ist eine der neuen Kämpfer, die sich den Hütern des Erdenreichs anschließen, um den Frieden der Menschheit zu wahren. Dieser wird erneut bedroht. Mileena schart andere Kämpfer um sich und plant Intrigen.

Die Geschichte wird anhand detailreicher Zwischensequenzen dargestellt. Diese erfordern hin und wieder eure Eingabe in Form sogenannter Quicktime-Events: Das bedeutet, dass ihr ziemlich simpel schnell den eingeblendeten Knopf drücken sollt, damit die gezeigte Szene sich zu eurem Vorteil ergibt.

Die Zwischensequenzen erfordern auch spielerisch eure Aufmerksamkeit.Die Zwischensequenzen erfordern auch spielerisch eure Aufmerksamkeit.

Auch die Übergänge zu den Kämpfen wirken gelungen. Nahtlos wechseln Dialoge und Gefechte zu der bekannten zweidimensionalen Kampfdarstellung aus der Seitenperspektive. Inklusive der gewohnten Einblendung "Fight", die euch dazu auffordert, euren Kontrahenten im Kampf zu besiegen.

Technik mit 60 Bildern pro Sekunde

60 Bilder pro Sekunde sorgen für weiche Bewegungen der Kämpfer. Die Auflösung von 1080p ist zeitgemäß und lässt von der technischen Seite her keine Wünsche offen. Die Kämpfer wirken detailliert.

Weniger kunstvoll klingt die deutsche Synchronisation. Diese ist zwar von der Qualität der Sprecher her gut, doch gelang es den Entwicklern nicht, die Sprach-Schnipsel so in das Spiel einzufügen, dass sie immer synchron zu den Lippen sind. In einigen Szenen ist der Ton derart asynchron, dass man den Eindruck von verzögerten Funksprüchen bekommt. Mehr Mühe bei der Lokalisierung wäre wünschenswert. Wollte man sich hier etwa Arbeit sparen, weil das Spiel voraussichtlich ohnehin nicht mehr offiziell in Deutschland erscheint?

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Tags: Uncut  

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