Vorschau WoWS - Begrenzte Vielfalt, Spielbarkeit gegen Realismus, Schnellboote und harmlose Riffe

Begrenzte Vielfalt

Derzeit ist die Auswahl an Schiffen und Fraktionen in der geschlossenen Beta-Version von World of Warships noch sehr überschaubar. Die Entwickler bei Wargaming haben sich dazu entschlossen, erst einmal nur die beiden großen Flotten des Pazifik-Krieges – Die US-Navy und ihren Erzfeind, die Kaiserliche Japanischen Kriegsmarine – ins Spiel aufzunehmen. Die Flotte des russischen Zaren und der späteren Sowjetunion gibt's derzeit nur in Form vereinzelter Premium-Schiffe – darunter auch der legendäre Panzerkreuzer Aurora, der schon seit über 100 Jahren existiert und heute in St. Petersburg steht.

Keine Flieger für die Kaiserlichen. Wer derzeit gerne die Flotte des Tenno befehligt, hat keine Flugzeugträger zur Verfügung.Keine Flieger für die Kaiserlichen. Wer derzeit gerne die Flotte des Tenno befehligt, hat keine Flugzeugträger zur Verfügung.

Außerdem haben die beiden Nationen nicht die volle Auswahl an Schiffstypen. Zum aktuellen Stand der Beta durften nur die Amerikaner Flugzeugträger fahren. Dafür fehlt der US-Navy derzeit noch ihre mächtige Schlachtschiff-Flotte. Die dicken Pötte wiederum seht ihr aktuell nur auf Seite des Reichs der aufgehenden Sonne, darunter so legendäre Schiffe wie das kaiserliche Flaggschiff „Yamato“. Neue Schiffe müssen übrigens in bester Wargaming-Tradition mit Erfahrung freigespielt und mit Spielgeld gekauft werden.

Weiterhin unterscheiden sich die Nationen nicht nur in der Auswahl ihrer Flotten. Japanische Schiffe sind dank ihrer hölzernen Decks um einiges brandgefährdeter als ihre US-Gegenstücke. Dafür sind die Japaner wahre Meister der Torpedo-Technik, denn spätere Varianten sausen mit über zehn Kilometern Reichweite durch die Fluten, während die „Aale“ der Amerikaner bereits nach gut 6.000 Metern absaufen. Bis zum offiziellen Start des Spiels soll es erst einmal bei den beiden Nationen bleiben – natürlich bis dahin mit jeweils allen vier Schiffstypen. Später sollen noch weitere Nationen, wie die deutsche Kriegsmarine und die Royal Navy Großbritanniens dazukommen.

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Spielbarkeit gegen Realismus

Freilich ist World of Warships – ganz in der Tradition von World of Tanks und World of Warplanes – keine Simulation. Die Spielbarkeit und der Spaß sind den Entwicklern klar wichtiger als eine möglichst wirklichkeitsgetreue Nachbildung des Seekrieges. Wer also ein Simulations-Schwergewicht im Stil eines Silent Hunter erwartet, wird enttäuscht.

Eure Geschütze ballern immer nur dahin, wo ihr mit dem Fernrohr hinguckt.Eure Geschütze ballern immer nur dahin, wo ihr mit dem Fernrohr hinguckt.

Vielmehr haben die Entwickler das Spielprinzip möglichst vereinfacht. Ihr steuert euer Schiff über eine Außenkamera und zielt über ein Fernrohr mit den Geschützen. Wenn ihr feuert, werden die verfügbaren Geschütze in einer vorgegebenen Reihenfolge per Mausklick abgefeuert – oder alle auf einmal, wenn ihr doppelklickt. Da ihr immer nur dorthin feuern könnt, wo ihr mit dem Fernrohr hinguckt, schießen immer nur die Geschütze, die gerade auf das Ziel ausgerichtet sind. Ihr könnt daher nicht gleichzeitig in verschiedene Richtungen schießen.

Lediglich die Zweitbewaffnung einiger Schiffe feuert automatisch auf alles, was euch zu nahe kommt. Ebenso verhält es sich mit Flak-Batterien. Jeder Flieger in Reichweite wird automatisch unter Feuer genommen und ihr habt keinen Einfluss darauf, ob eure Flugabwehr etwas trifft.

Schnellboote und harmlose Riffe

Weiterhin sausen eure Schiffe mit einem Affenzahn durch den Ozean. Das sieht vor allem bei den ohnehin schon schnellen Zerstörern spektakulär aus und hat den Sinn, dass ihr nicht ewig durch die Gegend dümpeln müsst, bis ihr auf Feinde trefft. Ebenso dauert das Nachladen der großen Geschützbatterien im Schnitt eine halbe Minute oder weniger. Das ist zwar nicht realistisch, aber dient zweifellos dem Spielspaß.

Selbst wenn ihr an Inseln und Felsen entlangschrammt, passiert eurem Schiff nichts, außer, dass ihr massiv abgebremst werdet.Selbst wenn ihr an Inseln und Felsen entlangschrammt, passiert eurem Schiff nichts, außer, dass ihr massiv abgebremst werdet.

Noch unrealistischer aber nichtsdestotrotz sinnvoll ist das Kollisionsverhalten der Schiffe. Wenn ihr mit einem befreundeten Schiff zusammenstoßt, passiert beiden Fahrzeugen nur wenig. Dasselbe trifft zu, wenn ihr frontal mit 30 Knoten in eine der vielen Inseln und Riffe donnert, die auf den Karten überall herumstehen und wertvolle Deckung bieten.

Wäre dies anders, würden sich sicherlich viele Spieler im Eifer des Gefechtes gegenseitig rammen und schwer beschädigen, was natürlich nicht zum Spielspaß beiträgt. Wenn ihr jedoch einen Feind rammt, richtet ihr immense Schäden an beiden Schiffen an – eine sinnvolle Unterscheidung.

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Tags: Online-Zwang   Koop-Modus  

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