Test Code Name - Steam - Fakten und Meinung

Posaunendampfkraftgewehrschießapparat ... oder so ähnlich.Posaunendampfkraftgewehrschießapparat ... oder so ähnlich.

Fakten:

  • rundenbasiertes Strategiespiel
  • Geschehen seht ihr aus der Verfolgerperspektive
  • spielt im London des viktorianischen Zeitalters
  • hübsch inszenierte, auf Dauer jedoch monotone Steampunk-Atmosphäre
  • Figuren und Gegner sind von literarischen Charakteren inspiriert
  • schwierige bis frustrierende Kampfabschnitte
  • comicähnliche Präsentation
  • verfügt über lokalen Mehrspielermodus
  • Texte komplett auf Deutsch
  • kompatibel mit den "Fire Emblem"-Amiibos
  • stammt von den Machern von Fire Emblem und Advanced Wars
  • als Ladenversion und herunterladbare Version im Nintendo eShop geplant
  • voraussichtlich erhältlich ab 15. Mai 2015 für Nintendo 3DS
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Meinung von Micky Auer

Intelligent Systems bürgt im allgemeinen für hochwertige Qualität in allen Bereichen. Dieser Eindruck enstand auch schon vor einiger Zeit beim ersten Anspielen von Code Name - Steam. Die Komposition aus charakterstarken Figuren, dem bizarr-romantischen Steampunk-Hintergrund und der langen Geschichte brillanter Strategiespiele aus der Werkstatt des Entwicklers, machten Hoffnung und Lust auf mehr.

Was dann letztendlich als Gesamtwerk dabei herausgekommen ist, ist in seinen Grundzügen nun wirklich nicht schlecht. Meine Enttäuschung begründet sich darin, dass Code Name - Steam so viel mehr hätte sein können.

Allen voran die geschichtsträchtigen Charaktere, die bei genauerer Betrachtung nicht mal wirklich Charaktere sind, sondern lediglich bunte Comic-Hüllen mit klingenden Namen. Zwar verfügen sie durchaus über ein klein wenig Persönlichkeit. Dies gepaart mit einzigartigen Angriffen und einprägsamer visueller Gestaltung hebt sie durchaus ein klein wenig aus der Menge generischer Videospiel-Charaktere hervor. Doch mehr auch nicht.

An einigen Stellen im Spiel schimmert durchaus die sonst so sorgfältige Arbeit von Intelligent Systems durch den Dampf des viktorianischen Londons. Kleine Hinweise, die viel zu leicht übersehen werden, sind die Basis für eine facettenreiche Charakterisierung und verleihen dem Geschehen den Hauch des Mysteriums. Doch bleibt es bei diesen kleinen Hinweisen, die den Appetit auf eine größere und besser gestaltete Hintergrundgeschichte nur noch anfeuern.

Dann jedoch schlagen Gestaltungsschwächen im Kampfablauf zu und holen euch wieder auf den harten Boden der nicht konsequent durchdachten Spielelemente zurück. Was bleibt ist ein langsames, risikoreiches, oft unberechenbares Strategiespiel, das euch gerne mit bunten Bildern blendet, jedoch im Endeffekt zu oberflächlich wirkt, um später in einem Atemzug mit Fire Emblem und Advance Wars genannt zu werden.

Was an Hoffnung bleibt: Vielleicht lernt der Entwickler aus seinen Verfehlungen für das nächste Spiel.

71

meint: Grandiose Grundidee im Steampunk-Universum. Birgt großes Potenzial, leidet aber an schleppendem und frustrierendem Spielablauf.

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Tags: Science-Fiction  

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