Test Project Cars - Übung macht den Meister, Epochen des Motorsports

Übung macht den Meister

Mit Vollgas-Rasen kommt ihr nicht weit - höchstens bis zum Kiesbett der ersten Kurve. Deshalb solltet ihr die Rennwochenenden ausgiebig nutzen, um das ausgeklügelte Fahrverhalten eures Wagens zu studieren.

Es gibt drei verschiedene Cockpit-Perspektiven, aber nur eine Verfolgersicht.Es gibt drei verschiedene Cockpit-Perspektiven, aber nur eine Verfolgersicht.

Bevor es erstmals losgeht, befragt euch das Spiel nach euren Realismus-Vorlieben. In drei Stufen wählt ihr euer bevorzugtes Fahrmodell, das ihr jederzeit ändern könnt. Einsteiger aktivieren damit alle Fahrhilfen, Fortgeschrittene schalten Brems- und Lenkunterstützung ab. Profis dagegen deaktivieren auch Traktionskontrolle oder ABS, doch dann kann der nächste Ausflug schnell in der Bande enden.

So oder so ist einiges an Einarbeitung nötig: Doch schon nach wenigen konzentrierten Runden merkt ihr, wie ihr langsam eure Fähigkeiten steigert, eure Rundenzeiten senkt und ein Gefühl für den Wagen entwickelt. Gerade diese Lernkurve zeichnet Project Cars aus. Vor allem mit einem Controller solltet ihr sensibel steuern, denn das Vehikel spricht agil auf jegliche Lenkkommandos an.

Doch erst mit einem hochwertigen Lenkrad läuft Project Cars zur Höchstform auf. Am Steuer eines passenden Lenkers lassen sich die vier Räder exakt um die Kurse wuchten. Mit voller Konzentration treibt ihr die Ausfahrten ans Limit und bewegt den Wagen im Grenzbereich. Wie gut, dass das Spiel auch auf PS4 und Xbox One viele aktuelle Lenkradmodelle von Thrustmaster und Fanatec unterstützt.

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Epochen des Motorsports

Der Fuhrpark in Project Cars enthält 70 verschiedene Vehikel, was im Vergleich zum Genre-Platzhirsch Gran Turismo winzig wirkt. Allerdings ist die Auswahl handverlesen: Es gibt gleichermaßen klassische Rennvehikel wie den Ford Escort Mk1 oder Mercedes 190 Evo. Aber auch moderne Geschosse wie den Ruf CTR 3, BMW Z4 GT3 oder Formel-Rennwagen in verschiedenen Klassen.

Der klassische F1-Renner Lotus 49 ist gerade im Regen ein wahres Biest (hier mit Telemetrie-Einblendung).Der klassische F1-Renner Lotus 49 ist gerade im Regen ein wahres Biest (hier mit Telemetrie-Einblendung).

Allerdings fehlen dem Spiel offizielle Lizenzen, denn weder tretet ihr zur originalgetreuen Formel 1 an, noch zur FIA-GT-Meisterschaft. Ebenso fehlen namhafte Straßenwagen, allen voran Ferrari und Lamborghini. Das Angebot an straßentauglichen Sportvehikeln wie dem Pagani Hyuara oder Mercedes SLS ist knapp bemessen. Stattdessen konzentriert sich der Rennzirkus auf ausgewählte Renngeschosse, die sich in viele Klassen unterteilen. Als kleiner Entwickler kann sich Slightly Mad Studios einfach keine teuren Lizenzen leisten.

Das wirkt sich aber auch auf die Präsentation aus. Karriere und Rennen werden nur durch Textboxen erklärt. Eine nette Frauenstimme gibt kurz Auskunft über Modi. Einzig der (englischsprachige) Boxenfunk vermittelt ein wenig den Faktor Mensch. Die Funksprüche informieren über Position, Rennlänge oder Wetter. Schick: Auf PS4 wird dazu der Lautsprecher im Controller genutzt.

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Tags: Multiplayer  

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