Test Splatoon: Nintendo steigt ins Geschäft mit den Ballerspielen ein

von Thomas Nickel (29. Mai 2015)

Nintendo kann mehr als Mario, Zelda und Kirby: Mit Splatoon zeigen die Japaner, dass sie auch einer zünftigen Online-Ballerei nicht abgeneigt sind.

"SPLURT!" Wieder hat es einen aus der grünen Baggage erwischt. Da dachte der kleine Schuft mit seiner billigen Kleckskanone doch tatsächlich, er könnte in aller Ruhe das Areal des rosa Teams einsauen. Tja, falsch gedacht. Aber hoppla, ein Blick auf die Karte auf dem Pad zeigt, dass sich da ein Grüner mit dem großen Farbroller am rosa Scharfschützen vorbeigeschlichen hat und nun ungestört das Gebiet einfärbt, während die Uhr gnadenlos herunterzählt. Das wird der Bursche bereuen ...

Mit Splatoon betritt Nintendo gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland. Nicht nur, dass bei Nintendo noch nie so ausgiebig geballert wurde wie bei Splatoon, noch nie lag der Fokus so stark auf Mehrspieler-Schlachten im Internet! Aber Nintendo wäre nicht Nintendo, würde die Firma dem Genre nicht ihren ganz individuellen Stempel verpassen. Und so geht es bei Splatoon nicht um MGs, Pistolen, Scharfschützengewehre, Raketenwerfer und Kampfmesser, sondern um Tintenfische, wilde Revierkämpfe und anstelle von Blut spritzt hier knallig bunte Farbe über den Bildschirm.

Und so treten dann in den Mehrspieler-Schlachten acht Inklings, niedliche Tintenfischwesen in abgefahrenen Klamotten, in Zweierteams gegeneinander an, nehmen sich gegenseitig aufs Korn und färben dabei die kompletten Arenen in ihren jeweiligen Teamfarben ein. Und es wird nicht nur geballert, Splatoon bietet eine zweite zentrale Mechanik. Auf Knopfdruck verwandelt ihr euch in eure noch knuffigere Tintenfischform und schwimmt nun extraschnell durch Areale in eurer Teamfarbe. So ladet ihr eure Vorräte auf, überquert schnell weite Distanzen und könnt sogar steile Wände erklimmen - nur wer diese Mechanik beherrscht hat hier Aussicht auf Erfolg.

Willkommen in Inkopolis

Doch bevor sich die Inklings zum Duell treffen, finden sie sich auf einer großen Kreuzung im mächtigen Inkopolis wieder - eine moderne Großstadt, die mit ihren Läden, riesigen Leuchtreklamen und gelben Bodenmarkierungen nicht von ungefähr an Tokyos berühmten Stadtteil Shibuya erinnert. In den Läden bekommt ihr neue Shirts, Schuhe, Kopfbedeckungen und natürlich Farb-Ballermänner. Die Straßen werden von den Inklings anderer Spieler bevölkert, die euch mit witzigen MiiVerse-Kommentaren unterhalten und an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.

Im bunten Inkopolis kauft ihr ein, schaut euch andere Spieler an und wählt euren Spielmodus.Im bunten Inkopolis kauft ihr ein, schaut euch andere Spieler an und wählt euren Spielmodus.

In der einen Ecke steht ein Arcade-Automat, an dem ihr ein lustiges kleines Retro-Spiel spielen dürft. in einer anderen Ecke wartet ein leicht runtergekommener Zeitgenosse, der euch gegen Bares die Kostüme anderer Inklings, die ihr besonders gut findet, organisiert. Irgendwo hinten steht eine leere Amiibo-Box, dort könnt ihr eure Splatoon-Amiibos einlesen, um ein paar nette Bonus-Herausforderungen zu bekommen.

Unter einem Kanaldeckel trefft ihr Käpt'n Kuttelfisch, der bärtige Bursche braucht eure Hilfe im Einspielermodus - dazu aber später mehr. Eine Rampe rechts führt zu den Offline-Duellen und das große, prächtige Tor in der Mitte bringt euch zum Herzstück des Spiels: Dem Online-Modus für acht Spieler. Um den dreht sich alles: Hier verdient ihr Punkte, hier levelt ihr auf und hier verdient ihr Geld für neue Waffen und neue Kleidung.

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Weiter mit: Vier gegen Vier im Revier

Tags: Multiplayer  

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