Test Splatoon - Technisch fein, aber unflexibel

Überraschend Unflexibel

Erstaunlicherweise fällt auf, dass Splatoon sich momentan in mancher Hinsicht noch recht unflexibel gibt. Da sind nicht nur die momentan noch recht wenigen Spielmodi, auch die Bedienerfreundlichkeit könnte stellenweise besser sein. Momentan ist es nicht möglich, eine Lobby während der Spielersuche zu verlassen. Auch um eure Waffe zwischen zwei Matches zu wechseln müsst ihr zunächst die Gruppe verlassen. Zwar dürft ihr Lobby-Wartezeiten gegebenenfalls mit einer launigen, kleinen 8Bit-Hüpferei verbringen, aber es wäre durchaus auch nett, in der Zeit einfach ein paar Waffen auszutesten oder die Kleidung anzupassen.

Passt auf, dass euch Gegner nicht in den Rücken fallen.Passt auf, dass euch Gegner nicht in den Rücken fallen.

Auch die unflexible Teamzusammenstellung sorgt für etwas Verwunderung. Bei Spielen mit Fremden ist das nachvollziehbar, aber gerade bei einem Match unter Freunden wäre es doch sicher kein Problem gewesen, dem Spieler etwas mehr Kontrolle über Spielereinteilung und Kartenwahl zu geben. Man wird das Gefühl nicht los, Nintendo habe Splatoon in seiner ersten Inkarnation bewusst einfach gehalten, um unerfahrene Spieler nicht zu überfordern. Bleibt zu hoffen, dass die momentan noch fehlende Optionsvielfalt demnächst nachgereicht wird.

Eine interessante Entscheidung Nintendos ist auch der Verzicht auf Sprach-Chat. Obwohl das Wii-U-Pad ja über ein eingebautes Mikrophon verfügt, wird das nicht genutzt. Weder in der Lobby, noch im Match selbst könnt ihr kommunizieren. Ihr dürft lediglich per Steuerkreuz eure Mitspieler loben oder sie an eure Position bitten. Auf der einen Seite ist diese Herangehensweise verständlich: Wer die oft extrem toxische Umgangsweise in anderen Online-Ballereien kennt ist froh, sich hier ausnahmsweise mal nicht von Minderjährigen beleidigen lassen zu müssen. Andererseits wäre aber gerade im Team etwas Kommunikation manchmal hilfreich. Ihr dürft auch hier gespannt sein, ob es in Zukunft bei der Sprachlosigkeit bleibt.

Saubere Technik

Während es in Sachen Spielkomfort teilweise etwas hapert, erweist sich die technische Seite von Splatoon als absolut sauber und überzeugend. Das Spiel läuft stets in butterweichen 60 Bildern pro Sekunde, die Umgebungen sind wunderschön gestaltet und vor allem der Farbeffekt sieht einfach toll aus. Die glänzende Farbe legt sich überzeugend auf die Oberflächen und sieht unheimlich realistisch und plastisch aus, Grafikfehler sind nicht zu finden.

Die Farbe sieht einfach großartig und extrem plastisch aus.Die Farbe sieht einfach großartig und extrem plastisch aus.

Ein interessanter Fall ist die Musik - die wird entweder geliebt oder gehasst: Spielrunden werden von treibender Gitarrenmusik und verzerrten Stimmen begleitet, die durchaus zur niedlich-farbtriefenden Atmosphäre des Spiels passen, aber manch einen Zeitgenossen auch in den Wahnsinn treiben können. Eine willkommene Abwechslung zum sonst so ballerüblichen Orchestergestampfe im "Hans Zimmer"-Stil ist die Musik von Splatoon aber auf jeden Fall.

Flexibel ist auch die Steuerung. Grundsätzlich spielt ihr Splatoon mit einer Mischung aus Analogstick- und Bewegungssteuerung: Mit dem linken Stick bewegt ihr eure Figur, gezielt wird mit einer Mischung aus Bewegungserkennung und dem rechten Stick. Auf Knopfdruck zentriert ihr die Kamera. Das fühlt sich nach kurzer Eingewöhnungszeit gut an, ist aber tatsächlich optional: Wollt ihr partout nicht mit Bewegungserkennung spielen, schaltet ihr die einfach aus. Dafür dürft ihr dann die Empfindlichkeit der Steuerung frei festlegen und auch X- und Y-Achsen invertieren - sehr löblich! Ohnehin nutzt Splatoon das Gamepad auf originelle weise: Ein regelmäßiger Blick auf die Karte ist ebenso sinnvoll wie die Anzeige der Positionen eurer Teammitglieder - vor allem, weil ihr per Berührungsbildschirm sofort an deren Position springt, wenn die Lage einmal eng wird.

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Tags: Multiplayer  

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